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Dahme-Spreewald Gestrandete Passagiere in Schönefeld: „Das war’s mit unserem Urlaub“
Lokales Dahme-Spreewald Gestrandete Passagiere in Schönefeld: „Das war’s mit unserem Urlaub“
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12:15 08.02.2019
Familie Kühn aus Berlin ist in Schönefeld gestrandet. Sie wollten eigentlich nach Fuerteventura, ihr Flug wurde aber gestrichen. Damit fällt ihr Urlaub aus. Quelle: Oliver Fischer
Schönefeld

Frustrierender hätte der Dienstag für Marcel Kühn und seine Familie wohl kaum verlaufen können. Die Kühns wollten eigentlich nach Fuerteventura fliegen, elf Tage, Familienurlaub. Drei Koffer waren gepackt, die Tickets ab Schönefeld gebucht. „Dann haben wir am Frühstückstisch von der Pleite unserer Fluggesellschaft gehört“, erzählt Kühn.

Bei der Hotline von Neckermann-Reisen habe man ihnen trotzdem empfohlen, zum Flughafen nach Schönefeld zu fahren. Dort aber standen sie am Dienstagvormittag verloren in der Wartehalle und schauten immer wieder ungläubig auf die Anzeigetafel. Ihr Flug Nummer ST 3188, Abflugzeit 11.35 Uhr, war darauf noch verzeichnet. Dahinter stand aber einfach nur „gestrichen“, wie bei allen anderen Germania-Flügen auch.

Die Kühnes waren am Dienstag nicht die einzigen gestrandeten Germania-Fluggäste am Schönefelder Flughafen. Nachdem die Fluggesellschaft am Morgen ihre Insolvenz verkündet hatte, waren alle Germania-Flüge ersatzlos gestrichen worden. Der Flug nach Fuerteventura fiel ebenso aus, wie der Flug zweieinhalb Stunden später nach Teheran. Entsprechend saßen und standen rund um den Info-Stand mehrere hilflose Familien mit Koffer-Trolleys. Andere warteten in den Schlangen der Reiseveranstalter, wieder andere sprachen aufgeregt in ihre Telefone.

Alle Germania-Flüge sind gestrichen. Quelle: Oliver Fischer

Für manche von ihnen fand sich tatsächlich eine Lösung. Florian Gneist etwa war mit seiner Frau am Morgen eigens aus Föhr nach Schönefeld gekommen, um dort in den Flieger nach Fuerteventura zu steigen. Die Nachricht von der Insolvenz der Fluggesellschaft hatte das Paar am frühen Morgen überrascht. „Wir hatten schon vorige Woche gehört, dass Germania in finanziellen Schwierigkeiten ist. Aber da es hieß, sie hätten eine Finanzspritze bekommen, haben wir uns keine Sorgen gemacht“, erzählt Florian Gneist.

Nach einigem Hin und Her und Verhandlungen mit Tui bekamen die beiden immerhin noch einen Platz in einem anderen Flug. Allerdings erst am Mittwoch, und auch nicht von Berlin, sondern von Frankfurt aus. „Wir müssen jetzt mit dem Zug nach dorthin, uns ein Hotel suchen und am nächsten Tag über Madrid nach Fuerteventura fliegen“, sagt Florian Gneist. Ein entspannter Urlaubsstart gehe anders, die Hotelkosten würden wohl auch nicht erstattet. Aber immerhin kommen die beiden in die Sonne, wenn auch mit einem Tag Verspätung.

Die Kühnes dagegen haben weniger Glück. Nach einer halbe Stunde Telefonieren gab Marcel Kühn auf. „Alle Flüge ausgebucht, auch aus Leipzig, Frankfurt oder München“, sagt er. Der nächste freie Flieger nach Fuerteventura geht erst am 12. Februar. Sein Fazit: „Das war’s mit dem unserem Urlaub.“

Von Oliver Fischer

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