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Dahme-Spreewald Noch keine Flieger, aber schon Zahnärzte
Lokales Dahme-Spreewald Noch keine Flieger, aber schon Zahnärzte
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13:51 01.08.2013
Zahnärzte statt Flugverkehr: das ist der BER. Quelle: dpa
Schönefeld

Da, wo sich noch kein Fluggast, ob mit oder ohne Zahnschmerzen, sehen lässt, im Bürohaus gegenüber dem neuen Terminal, hat die 47-Jährige mit ihrem Mann Hans-Joachim auf fast 300 Quadratmetern eine Praxis eröffnet. An den Wänden des Wartebereichs hängen mit historischen Flugzeuggerippen veredelte Landkarten. "Die Bilder hat der Schönefelder Olaf Röhr, ein Pilot, angefertigt", sagt die Ärztin. Sie zollt damit gewissermaßen dem Umland Tribut.

War der Sprung ins Niemandsland am Willy-Brandt-Platz Mut oder Leichtsinn? "Es ist eine einzigartige Location", wehrt Schönberg die Frage lächelnd ab. Als sich die Flughafen-Eröffnung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschob, war sie "frustig", gibt sie zu: "Wir hätten aussteigen können, aber wir wollten die Sache nun durchziehen." Sobald die Flieger abheben, werde kein Raum mehr verfügbar sein.

"Wir haben unsere Airport-Praxis für eine Kleinstadt konzipiert, aber ein Dorf bekommen", räumt die tatkräftige Frau ein, doch hätten einige Königs-Wusterhausener und Berliner schon den Weg in die Airport City gefunden. "Viele Leute gehen da zum Zahnarzt, wo sie arbeiten", stellt die Chefin fest. Das sei auch der Grund für ihren Standort im Forum Köpenick, den sie beibehält. Und rund um den Airport soll es schließlich einmal 40000 Arbeitsplätze geben.

Behandlungsstühle mit Kameras stehen ihr in Schönefeld zur Verfügung, ein Röntgenapparat für dreidimensionale Aufnahmen sowie ein für Vollnarkose ausgerüsteter Operationsraum. Sollen allein Privatpatienten die horrenden Ausgaben für nobles Ambiente und hochwertige Technik wettmachen? "Selbstverständlich wird bei uns jedermann behandelt", versichert die Medizinerin. "Die ersten werden Mitarbeiter von Reinigungsfirmen oder Wachschützer sein."

Dass der wohnliche Warteraum nur acht Plätze bietet, habe nichts mit Patientenmangel angesichts der Flughafen-Malaise zu tun. "Hier wartet niemand länger als 15 Minuten", behauptet die Dentistin. "Alles andere wäre eine Unhöflichkeit."

Von kb

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