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Dahme-Spreewald Organe aus dem 3D-Drucker
Lokales Dahme-Spreewald Organe aus dem 3D-Drucker
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06:40 07.10.2014
Marcel Pfützner mit einem Herzmodell. Quelle: Franziska Mohr
Wildau

Die Idee der Existenzgründer Viola und Marcel Pfützner bedarf keiner großartigen Erklärungen, sie überzeugt einfach. Zur Vorbereitung komplizierter Operationen wird für den jeweiligen Patienten ein individuelles, anatomisches Modell seines Beckens, seiner Aorta, seiner Niere, seines Herzens oder eines beliebigen anderen Organs gefertigt. Genial! Das befand auch die Jury des diesjährigen Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg, die das Unternehmen der Pfützners „MMM, Medizinische Modellbau Manufaktur“ in der zweiten Stufe der Kategorie „Canvas“ als Sieger ehrte.

Erstes Unternehmen aus Brandenburg mit 3D-Organen

Begeistert war auch Michael Wich, Experte für Unfallchirurgie am Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen. Für die komplizierte Beckenoperation einer Patientin ließ er ein 3D-Modell fertigen. Er wollte vorab prüfen, ob die Operation wie geplant möglich ist. Zur Freude von Arzt, Patientin und Existenzgründer hat es auf Anhieb geklappt. Die Behandlung war erfolgreich. „Wir sind das erste Unternehmen in Brandenburg, das diese 3D-Modelle für die Medizin anbietet“, sagt Marcel Pfützner. Schuld an seiner Firmengründung sei vor allem seine Großmutter“, sagt der 32-jährige Maschinenbau-Ingenieur mit der Spezialisierung Medizintechnik. Sie plage sich seit Jahren mit einer künstlichen Hüfte herum. Der Gedanke daran ließ Pfützner nicht mehr los, zumal er während seiner Promotion Kontakte zu einem Hersteller von Medizintechnik knüpfte. Auch seine Frau Viola, Architektin, faszinierte der Gedanke, eine Firma zu gründen, so stark, dass sie an der Wildauer Hochschule Betriebswirtschaft studierte. „Über den dortigen Gründerservice bekamen wir jedwede Unterstützung“, lobt Marcel Pfützner. Größter Lohn sei der Erfolg im Business-Plan-Wettbewerb gewesen, der ihnen auch bei der Finanzierung Türen öffnete.

Druckvorgang dauert 52 Stunden

Wie funktioniert es? Am Anfang steht meist der Anruf eines Arztes, der eine komplizierte OP plant. Anschließend schauen sich Chirurg und Medizintechniker die mehrschichtigen Bilddaten etwa vom Computertomographen an und besprechen kritische Aspekte. Danach werden die Bildinformationen des Patienten mit einer speziellen Software in ein individuelles 3D-Modell umgewandelt und in einem 3D-Drucker gefertigt. Dabei werden weichere oder härtere Polymere verwendet. Allein der Druckvorgang für das in der KWer Klinik benötigte Beckenmodell dauerte 52 Stunden. „Wir sind aber schon schneller“, sagt Pfützner. Er garantiert jedem Kunden schon 72 Stunden nach Erhalt der Bilddaten ein Modell. Auch „Express-Verfahren“ sind möglich. Die Kosten liegen meist zwischen 1500 und 4000 Euro. Die Krankenkassen übernehmen sie bisher allerdings nicht. „Noch nicht“, ist Pfützner überzeugt. Bisher fehlen die nötigen Studien, die belegten, dass diese neue Methode tatsächlich Geld spart.

Von Franziska Mohr

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