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Dahme-Spreewald Perspektive für alte bäuerliche Gehöfte
Lokales Dahme-Spreewald Perspektive für alte bäuerliche Gehöfte
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05:17 19.08.2014
Dieses ländliche Idyll ist nur von der Wasserseite sichtbar. Quelle: Irmscher
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Niederlehme

Was wird aus dem Nebengelass einstiger Bauerngehöfte? Diese Frage beschäftigte jetzt den neuen Ausschuss für Stadtentwicklung in Königs Wusterhausen. Anlass ist der Wunsch von Anliegern des Niederlehmer Dorfangers. Sie wollen die im hinteren Teil ihrer Grundstücke befindlichen Scheunen oder Stallungen zu Wohnhäusern ausbauen.

Dabei sollen die Wohngebäude über das eigene Grundstück erschlossen werden. Das allerdings hat die Untere Bauaufsicht des Landkreises untersagt, weil Bauen in der zweiten Reihe nicht zulässig sei. Auf diesem Areal könne nur gebaut werden, wenn die Stadt Königs Wusterhausen dafür einen Bebauungsplan erstellt. Der notwendige AufstellungsbeschlussDorfanger Niederlehme“ stand daher jetzt auf der Tagesordnung des Ausschusses.

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Dörflicher Charakter wird zerstört

Dem gingen im Niederlehmer Ortsbeirat bereits heftige Diskussionen voraus. Kritiker verwiesen darauf, dass eine Bebauung insbesondere von der Wasserseite den dörflichen Charakter des Ortes zerstören würde. Die Scheunen und Ställe seien ortsbildprägend und dürften nicht verändert werden. Mit der hauchdünnen Mehrheit von 3:2 Stimmen schloss sich der Niederlehmer Ortsbeirat dieser Auffassung an.

Statt Verfall ist Ausschuss mehrheitlich für Bebauungsplan

Die Mitglieder des Stadtentwicklungs-Ausschusses folgten dieser Argumentation allerdings nicht. Sie befürworteten mehrheitlich den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan. Sie begründeten das vor allem damit, dass auch den bäuerlichen Gehöften eine Perspektive eröffnet werden müsse. Nur so könnten sie dauerhaft vor einem drohenden Verfall bewahrt werden. Die alten Scheunen und Ställe seien von der Landseite ohnehin kaum sichtbar. Die endgültige Entscheidung über den Aufstellungsbeschluss treffen die Abgeordneten des Stadtparlaments auf ihrer Sitzung am 8. September. „Sollte dort ein positives Votum erfolgen, so ist der Ausgang des B-Planverfahrens dennoch völlig offen“, betont Stadtplaner Jörg Glase.

Außerdem befürwortete der Ausschuss den Bebauungsplan für das 27 Hektar große Gebiet „Waldsiedlung Ziegenhals“, das im Wesentlichen das alte Kasernengelände umfasst. Es befindet sich überwiegend im Eigentum des Bundes. Hier wäre vor allem vorn an der Landesstraße, aber auch links und rechts der Schulstraße ein mehrgeschossiger Mietwohnungsbau möglich.

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Von Franziska Mohr

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