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Dahme-Spreewald Petition gegen die Schlaglöcher
Lokales Dahme-Spreewald Petition gegen die Schlaglöcher
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21:11 26.11.2018
Nicole Schneider. Quelle: Karen Grunow
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Schwerin

Es war eine Nacht im Juni. Wie häufiger mal donnerten Lastwagen vor ihrem Haus vorbei, es rumpelte, es wackelte. Wegen eines Unfalls war die Autobahn A 13 gesperrt. Der ganze nächtliche Verkehr drängelte sich durch Schwerin über die Landesstraße. „Wir sind wach geworden von den LKWs“, erzählt Anwohnerin Nicole Schneider. Häufiger schon hatte sie das erlebt, aber nun reichte es ihr. Sie startete eine Unterschriftensammlung für die L 742.

Bei Bürgermeister Heinz Gode (Bürgerinitiative), der überdies Vorsitzender des Amtsausschusses des Amtes Schenkenländchen ist, findet sie Unterstützung. „Es ist ein unhaltbarer Zustand“, sagt er. Und erinnert sich, dass im Zuge des Ausbaus der Autobahn den Schwerinern einst zugesichert worden sei, dass die marode Straße nie Umleitungsstrecke werde. „Mittlerweile ist sie das fast wöchentlich“, so Gode. Als Anwohnerin beobachtet Nicole Schneider außerdem immer wieder, dass Autofahrer versuchen, den teils tiefen Schlaglöchern auszuweichen. So manch brenzlige Situation hat sie dadurch schon gesehen.

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Mehr als 790 Unterschriften gibt es schon

Mittlerweile haben mehr als 790 Menschen unterschrieben. Nicole Schneider hat in Schwerin und den Nachbarorten Listen ausgelegt, außerdem gibt es eine Online-Petition. Diejenigen, die per Unterschrift den Zustand der Straße beklagen, kommen beileibe nicht nur aus der Region. Auch Berliner sind dabei und Leute aus anderen Bundesländern. Sie alle nutzen die L 742 immer wieder. Die Straße ist weit über Schwerin hinaus ein Sorgenkind. In Teupitz, wo sie als L 74 hindurchführt, ist die Fahrbahn teils sehr wellig.

Forderungen, dass etwas getan werden müsse, gibt es seit vielen Jahren. Heinz Gode und die Gemeindevertreter beziehungsweise der Teupitzer Bürgermeister Dirk Schierhorn (Bürgernettzwerk) und die dortigen Stadtverordneten bleiben beharrlich. Doch die Landesstraße gehört zum so genannten „Grünen Netz“, wie Cornelia Mitschka vom Brandenburgischen Landesbetrieb Straßenwesen anführt. „Dort wird zwar mit Mitteln des Betriebsdienstes die Verkehrssicherheit aufrecht erhalten, es finden aber keine Investitionen in den grundhaften Ausbau statt“, erklärt sie. Denn es gebe derzeit mehr verschlissene und sanierungsbedürftige Landesstraßen, als innerhalb der üblichen Planungs- und Finanzierungszeiträume von der Straßenbauverwaltung abgearbeitet werden könnten.

Nicole Schneider will weitere Unterschriften sammeln. Heinz Gode freut sich, dass eine Betroffene die Initiative dazu ergriffen hat.

Von Karen Grunow

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