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Dahme-Spreewald Platzverweis gegen aggressive Camper
Lokales Dahme-Spreewald Platzverweis gegen aggressive Camper
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07:02 20.09.2014
An der Waltersdorfer Chaussee haben die Camper zuletzt ihr Lager aufgeschlagen.
An der Waltersdorfer Chaussee haben die Camper zuletzt ihr Lager aufgeschlagen. Quelle: Aireye
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Schönefeld

In Schönefeld hat die Gemeinde am Donnerstag und Freitag Platzverweise gegen irische Camper ausgesprochen. Diese hatten sich regelmäßig immer wieder an verschiedenen Orten in der Gemeinde niedergelassen. Zuletzt an einem Weg an der Waltersdorfer Chaussee, an der Grenze zwischen Berlin und Schönefeld.

Kontakt mit den Campern ist quasi unmöglich

Viele Schönefelder sind über die Camper verärgert. Landwirt Julius Wrede zum Beispiel. Sein Grundstück liegt an der Waltersdorfer Chaussee. In den vergangenen Tagen habe er immer wieder Camper um sein Grundstück schleichen sehen. Und vor ein paar Tagen wurde versucht, ein Schaf von seiner Weide zu stehlen. „Es ist schon ein wenig unheimlich“, sagt er. Mit den Campern in Kontakt zu kommen sei schwer. Sie würden oft aggressiv reagieren.

„So wie sie benimmt man sich nicht“

Am Freitagmorgen hatten die Camper ihre Plätze bereits geräumt und waren auch für die MAZ nicht zu sprechen. Am Tag zuvor hatte die Gemeinde gemeinsam mit der Polizei begonnen, die Platzverweise auszusprechen und umzusetzen. „So wie sie benimmt man sich nicht“, sagt Schönefelds Bürgermeister Udo Haase im Hinblick auf die Gäste. Immer wieder habe es Beschwerden von Anwohnern gegeben. Weil die Camper sich meist auf Privatgrundstücken niederließen, habe man aber zunächst klären müssen, wem die Grundstücke gehören. Erst dann konnten die Platzverweise ausgesprochen werden. Laut Haase gibt es acht bis neun Stellen, an denen sich die Camper immer wieder niedergelassen haben.

Kot und Uri im Hallenbad

Auch im Schönefelder Hallenbad sind diese ausländischen Gäte bekannt. Dort haben sie inzwischen Hausverbot. „Sie haben unsere Mitarbeiter bedroht, einen sogar gewürgt“, sagt Badleiter Rainer Gütschow. In der vergangenen Woche eskalierte die Situation. Die Camper hätten sich im Bad häufig daneben benommen, die Kinder unter anderem ins Becken uriniert und gekotet. Das Wasser musste ausgetauscht werden. Auch Umkleideräume und Duschen hätten sie verschmutzt. Darauf angesprochen, hätten sie aggressiv reagiert und Bad-Mitarbeiter angegriffen.

Die Camper schlagen regelmäßig in Schönefeld ihr Lager auf. Viele arbeiten als selbstständige Handwerker und bieten ihre Arbeiten in der Umgebung an. Die meisten von ihnen kommen offenbar aus Irland.

Von Christian Meyer

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