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Dahme-Spreewald Reisetrends 2019: Spanien an der Spitze, Türkei kommt
Lokales Dahme-Spreewald Reisetrends 2019: Spanien an der Spitze, Türkei kommt
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00:18 04.01.2019
Spanien bleibt wohl auch im kommenden Jahr das beliebteste Reiseziel für Touristen. Familien mit Kindern buchen am liebsten unkomplizierte Pauschalreisen.
Dahmeland-Fläming

Die Feiertage sind vorbei, das neue Jahr hat kaum angefangen und so manch einer kommt gerade erst aus dem Skiurlaub zurück – doch für viele steht jetzt schon fest, wo sie sich im Sommer die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Bei den Reisebüros in der Region liegen bereits jede Menge Buchungen für die Mitte des Jahres vor. Mitarbeiter haben der MAZ einen Ausblick auf die Reisetrends 2019 gegeben.

Spanien bleibt top, Türkei erholt sich

Spanien wird wie seit Jahren wieder an der Spitze stehen“, prophezeit Carsten Beilhack vom Königs Wusterhausener Reisebüro Parasol. „Auch Griechenland kommt“, sagt er. Am häufigsten gingen bei ihm klassische Pauschalreisen über den Tisch. „Für Familien mit Kindern kommen Individualreisen meist nicht in Frage“, erklärt Beilhack. Urlaub mit dem lieben Nachwuchs sei in der Regel stressig genug, daher bevorzugten die meisten Eltern eine Reise, bei der sie sich nicht mehr um viel kümmern müssen. Auch die Türkei habe sich als Reiseziel erholt. Die Nachfrage nach Pauschalreisen am Bosporus sei merklich gestiegen.

Als zweites außereuropäisches Top-Ziel hätte Beilhack eigentlich Ägypten genannt. „Wir haben da einen großen Zuwachs an Buchungen verzeichnet“, erzählt er. Langsam hätten Reisende das Vertrauen in den Staat wiedergewonnen – bis zu einem terroristischen Anschlag auf einen Touristenbus in Gizeh, der sich in der vergangenen Woche ereignet hatte. Vier Menschen waren bei dem Terroranschlag ums Leben gekommen.

Bisher hätte niemand seine Buchung nach Ägypten storniert, sagt Beilhack. Allerdings könnte das noch passieren. Zwischen den Feiertagen hätten seine Kunden wahrscheinlich andere Dinge im Kopf gehabt, als sofort ins Reisebüro zu rennen, sagt er. „Aber die Nachfrage wird jetzt wohl wieder sinken“, glaubt Beilhack.

Ägyptenreisende sind verunsichert

Eine ähnliche Einschätzung gibt Susann Motsch vom Schmetterling Reisebüro in Ludwigsfelde ab. Auch sie habe gedacht, dass Ägypten sich als Reiseziel erholt habe. Wegen des Anschlags seien Touristen nun verunsichert. „So etwas ist immer wirklich schade für ein Land“, sagt Motsch. „Wahrscheinlich wird die Türkei aber wieder kommen“, schätzt sie. Spanien und Griechenland stünden weiterhin ungeschlagen an der Spitze der Top-Reiseziele 2019. Der Trend gehe außerdem weiter zu Pauschalreisen in sonnige Länder.

Im Sommer suchen viele Reisende ihr Glück in der warmen Ferne, doch im Winter sieht es ganz anders aus: An den freien Tagen rund um Weihnachten und Silvester gingen die meisten Touristen ihrer Sehnsucht nach klirrender Kälte und verschneiten Gipfelpanoramen nach. „Dieses Weihnachten war der Klassiker nicht die Reise in den warmen Süden, sondern in die Berge“, erzählt Carsten Beilhack. „Da heißt es für die meisten: Ab in die Berge, ab in den Schnee.“

Wenige Buchungen zwischen den Jahren

Viele reisen zum Ende des Jahres in die Berge. Quelle: DAV

Auch die polnische Ostsee sei dieses Jahr sehr beliebt gewesen. Und vereinzelt habe es Reisende nach Teneriffa gezogen. Generell sei das Reiseverhalten zum Jahresende aber „eher verhalten“. Vor zehn Jahren seien zwischen den Jahren am meisten Reisen gebucht worden. Heute sehe das ganz anders aus, erläutert Beilhack. Grund dafür sei zum einen, dass es weniger Flugkapazitäten gebe, seitdem große Airlines wie Air Berlin weggebrochen sind. Für Reisegesellschaften sei es dadurch schwieriger, große Kontingente an Sitzen zu blockieren. Zum anderen verbrächten viele Weihnachten lieber mit ihrer Familie als weit weg von Zuhause.

Susann Motsch vom Ludwigsfelder Schmetterling Reisebüro teilt diese Einschätzungen. „Über Silvester will man nicht weit weg“, sagt sie. Bei ihr seien eher wenig Urlaube über die Feiertage gebucht worden. Deswegen sei auch kein allgemeiner Reisetrend erkennbar. „Entweder bleiben die Leute Zuhause, oder sie buchen woanders“, so Motsch. Ausflüge und Kurztrips zu den touristischen Attraktionen der Region seien bestimmt beliebt, aber schwer zu erfassen: „Wer mit der Familie nach Bad Belzig fährt, geht nicht ins Reisebüro, sondern setzt sich einfach ins Auto“, sagt sie.

Kreuzfahrt bleibt im Trend

Und eine andere Art des Reisens genießt weiter ihren Höhenflug: Die Kreuzfahrt hat sich von der spießigen Komfortreise zum luxuriösen Erlebnisurlaub für alle Altersklassen gemausert. Das Tui Reisecenter Reisebüro Pape in Königs Wusterhausen verkauft mittlerweile am meisten Schiffreisen. „Der Reisetrend der Kreuzfahrten geht auch 2019 klar nach oben“, sagt eine Mitarbeiterin des Reisebüros.

Die Königs Wusterhausener liegen damit ganz im bundesweiten Trend: Von 2009 bis 2017 hat sich die Zahl der Schiffsreisenden fast verdoppelt – auf 2,7 Millionen Touristen pro Jahr. Laut dem Online-Portal Statista verlaufen die beliebtesten Reiserouten entlang der Küsten von Nord-West-Europa.

Von Hannah Rüdiger

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