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Dahme-Spreewald Statue enthüllt: Ein Heiliger für Hermsdorf
Lokales Dahme-Spreewald Statue enthüllt: Ein Heiliger für Hermsdorf
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12:04 08.08.2019
Der Künstler Wolfgang Georgsdorf schuf die Statue für die Freiwillige Feuerwehr Hermsdorf. Quelle: Karen Grunow
Hermsdorf

Ein besonderes Ereignis steht beim Tag der offenen Tür der Hermsdorfer Feuerwehr am Sonnabend, dem 10. August, an. Gleich zu Beginn um 13 Uhr wird eine Statue des heiligen Florian, des Schutzpatrons aller Feuerwehrleute, enthüllt.

Künstler Wolfgang Georgsdorf schuf Statue

Geschaffen wurde sie von dem Künstler Wolfgang Georgsdorf, der seit Jahren im Wald beim Münchehofer Ortsteil Hermsdorf lebt und die Region nicht zuletzt durch Aktionen wie die populäre Sommerfilmreihe „Waldkino Hammer“ und den literarischen Wanderweg „Lesefährte Waldweisen“ bereichert.

Feuerwehrleute fragten Künstler

Wie Georgsdorf berichtet, waren die Hermsdorfer Feuerwehrleute selbst auf ihn zugekommen. Ortswehrführer Axel Powalla hatte den Künstler angesprochen. Aus seiner österreichischen Heimat ist ihm Sankt Florian sehr vertraut, Georgsdorf ist der Geschichte des Heiligen sehr verbunden. „Da ging es um Hass und um Toleranz“, sagt er.

Mit Mühlstein um den Hals ertränkt

Florian war ein römischer Legionär, der den damals noch verfolgten Christen half, daraufhin selbst inhaftiert und gemartert wurde. Im Jahre 304 nach Christus wurde er mit einem Mühlstein um den Hals in der Enns in Oberösterreich ertränkt.

Geschichte des Heiligen Florian wird erzählt

Die Geschichte dieses Heiligen möchte Georgsdorf am Sonnabend auch erzählen. Seine Plastik besteht aus Stahl, sie ist mehr als zwei Meter hoch. Er hat dafür ein älteres Werk überarbeitet, die ursprünglich zu einer Figurengruppe gehörte, die er schon als damals gerade 22-Jähriger im Museum Moderner Kunst in Wien mit der zentralen Großplastik „Kuppel“ präsentieren konnte.

Es wird Reaktionen geben

„Die Skulptur ist halb naturalistisch und halb abstrakt“, sagt er über seinen Sankt Florian. Dank der Feuerwehrleute selbst konnte sie auf zwei Fundamenten vor dem Feuerwehrhaus installiert werden. „Sicherlich wird es ästhetisch an Grenzen stoßen“, nimmt er eventuelle weniger positive Reaktionen einiger Betrachter vorweg. „Aber das ist gut so“, findet er.

Diskussionen beleben Interesse

Auch Diskussionen beleben das Interesse am Heiligen und seinen Zielen. Wolfgang Georgsdorf stellt sich auch vor, dass er selbst durchaus im Laufe der Jahre noch die eine oder andere neue Idee am Objekt integrieren kann.

Er selbst wird mit für die Musik zur Enthüllung sorgen; Georgsdorf spielt dann Geige. Nach dem feierlichen Akt gibt es unter anderem einen Wettbewerb der Jugendfeuerwehr.

Von Karen Grunow

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