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Dahme-Spreewald Mal eine gute Nachricht vom BER-Flughafen
Lokales Dahme-Spreewald Mal eine gute Nachricht vom BER-Flughafen
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00:24 05.05.2019
Sanitäter Andreas Halwas in der Fahrzeughalle der neuen Rettungswache. Quelle: Frank Pawlowski
Schönefeld

Die Polizei und Feuerwehr sind längst da. Jetzt gehen auch die Sanitäter auf dem Schönefelder BER-Flughafen an die Arbeit. Die neue Rettungswache ist feierlich eingeweiht worden. Landrat Stephan Loge (SPD) übergab den symbolischen Schlüssel an die Johanniter. Sie sind in Dahme-Spreewald im Auftrag des Kreises für den Rettungsdienst zuständig.

Die Wache ist das 40. funktionstüchtige Gebäude auf dem BER-Gelände, wie Schönefelds Bürgermeister Udo Haase vorrechnete. Nur der Flughafen wird einfach nicht fertig. Aber so bleiben die Retter wenigstens noch etwas vom Fluglärm verschont. Ihre Wache liegt nämlich direkt an einer Start- und Landebahn. Aber das wird durch den zweigeschossigen Neubau mehr als wettgemacht. „Das sind super Bedingungen, die wir hier haben“, sagte Rettungssanitäter Andreas Halwas, 56. Er und seine Kollegen absolvierten die erste 24-Stunden-Schicht in der neuen Wache.

Landrat Stephan Loge, Andreas Berger-Winkler von den Johannitern, FBB-Geschäftsführer Manfred Bobke -von Camen und Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (vl.) am Donnerstag bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Quelle: Frank Pawlowski

Es gibt mehrere Ruheräume, eine Küche, einen großen Aufenthaltsraum mit Couch, Fernseher und Ausblick auf die Landebahn, Toiletten, Duschen. Klimaanlage und Fußbodenheizung gehören zur modernen Ausstattung auf insgesamt rund 1000 Quadratmetern dazu. Die Räume sind sehr hoch. Im Erdgeschoss befindet sich die Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen. Dienststellen-Leiter Stefan Schorck sprach wegen der Lage inmitten des Flughafens von einem besonderen Arbeitsplatz. Er arbeitete zuletzt als Notfallmediziner in der Schulzendorfer Wache.

Neue Stellen waren sehr gefragt

Die Johanniter hatten keine Probleme, die neuen Stellen zu besetzen. Andreas Berger-Winkler vom Regionalvorstand Südbrandenburg der Johanniter sagte: „Hochmoderne Wachen wir diese sind das, was wir brauchen, um Fachkräfte zu gewinnen.“ Von den Rettern wird erwartet, dass sie Englisch sprechen können. Manche Mitarbeiter sprechen sogar mehrere Fremdsprachen. Das werden sie später brauchen, wenn es um die Versorgung von Flugpassagieren aus aller Welt geht. Doch das Einsatzgebiet der Johanniter von der BER-Wache ist viel größer. Sie rücken nach Schönefeld und in die umliegende Orte aus. Alles was binnen 15 Minuten zu erreichen ist, gehört zu ihrem Verantwortungsbereich. Von der BER-Wache ist Berger-Winkler begeistert. „Es ist sehr funktional und hochmodern. Wir haben alles, was wir brauchen“, schwärmte er. „Das ist eine tolle Wache für die Mitarbeiter.“

Die Küche der neuen Rettungswache. Quelle: Frank Pawlowski

Der Landkreis Dahme-Spreewald will bis Dezember 2020 fünf zusätzliche Rettungswachen bauen, unter anderem in Bindow. Die Kosten von knapp zehn Millionen Euro trägt der Kreis selbst. Ein Gutachten hatte Neubauten empfohlen, damit die 15-minütigen Hilfsfristen eingehalten werden. Derzeit betreibt der Landkreis zehn Rettungswachen in Dahme-Spreewald. Die BER-Wache ist laut Landrat Stephan Loge (SPD) die größte, die der Kreis bisher gebaut hat.

Schritt zur BER-Eröffnung

Für die Flughafengesellschaft FBB nahm Geschäftsführer Manfred Bobke-von Camen an der Schlüsselübergabe teil. Er sieht in der Eröffnung der BER-Wache „einen weiteren Schritt“ zur Inbetriebnahme des Flughafens im Oktober 2020. Es sei richtig, die Rettungswache schon jetzt in Betrieb zu nehmen.

Von Frank Pawlowski

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