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Schönefeld Die Gemeinde geht unter die Pferdebesitzer
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09:34 29.10.2019
Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos) und Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup trafen sich zur Urkundenübergabe am Wildpferde-Gehege.
Schönefeld

Die Gemeinde Schönefeld ist seit dieser Woche stolzer Besitzer einer eigenen Schar Wildpferde. Schon seit 2015 leben die zehn Wallache auf dem Parkgelände „An den Gehren“ zwischen Schönefeld und Waßmannsdorf.Angesiedelt wurden sie im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des Flughafens BER.

Liebenthaler Wildpferde als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des BER

Am Montag übergab Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup nun die Besitzurkunden für die Tiere an Schönfelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos). „Es ist mir eine Freude, dass ich das noch abschließen kann“, sagt der scheidende Bürgermeister. Denn viele Jahre arbeiteten Gemeinde und Flughafen an der Schaffung des rund 28 Hektar großen Areals. Neben den Flächen für die Wildpferde bietet die Parkanlage Freizeit- und Biotopflächen. So seien wie auch an anderen Stellen im Umland neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstanden, so Lütke Daldrup. „Damit leistet die Flughafengesellschaft einen wichtigen Beitrag für die ökologische Weiterentwicklung der Region.“ Insgesamt erstrecken sich die Ausgleichsmaßnahmen auf 500 Hektar im Umland des BER.

Zehn Wallache leben „In den Gehren“ von Schönefeld. Ihr Job: Das Gras der Anlage kurz halten, damit die Offenlandschaft erhalten bleibt. Quelle: Nadine Pensold
Pferdewirtschaftsmeisterin Elisabeth Wrede vom Familienbauernhof Stadtrand in Schönefeld kümmert sich um die Tiere. Quelle: Nadine Pensold

Aufgabe der Pferde ist es, das Gras „In den Gehren“ kurz zu halten, damit die offene Landschaft erhalten bleiben kann. Bei den Tieren handelt es sich um Liebenthaler Wildlinge, die einer einmaligen Wildpferdeherde aus dem Norden Brandenburgs entstammen. „Es sind neugierige, sehr kontaktfreudige Tiere. Sie sind sehr freiheitsliebend und haben eine feste Rangordnung“, erklärt Pferdewirtschaftsmeisterin Elisabeth Wrede vom Familienbauernhof Stadtrand. Die Schönefelderin kümmert sich um die medizinische Versorgung und Pflege der Pferde, kontrolliert das Areal und den Elektrozaun. Die Kosten dafür übernimmt in den ersten 25 Jahren die Flughafengesellschaft, danach ist die Gemeinde Schönfeld verantwortlich. Neben den Pferden leben dort auch zwei Heckrinder. „Die Tiere haben den gleichen Hintergrund“, erklärt Elisabeth Wrede, denn die dem Auerochsen ähnlichen Rinder sind ebenfalls eine Rückzüchtung.

Die Parkanlage kann durch das Schönefelder Radwegenetz umrundet und so die Wildpferde beobachtet werden. Der Bayangol-Park ist damit verbunden und das in der Nähe entstehen Wohngebiet mit mehreren tausend Wohnungen ist ebenfalls nah dran an dieser Naturfläche. „Für die Bürger und die Menschen, die neu zu uns nach Schönefeld kommen, ist das eine schöne Sache“, findet Udo Haase. Er ist froh, dass die Gemeinde über diese Anlage, die in Großziehten, die renaturierte Fläche in Selchow oder auch das Vogelwäldchen als grüne Orte verfügt. „Das sind alles Kleinode, die wir durch und mit dem Flughafen realisieren konnten.“

Von Nadine Pensold

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