Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Schönefeld BER nähert sich Normalbetrieb an
Lokales Dahme-Spreewald Schönefeld

BER nähert sich Normalbetrieb an 

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:40 05.01.2022
Mit Starts und Landungen auf beiden Landebahnen sowie gut einer Million Fluggästen hat sich der BER im Dezember einem Normalbetrieb angenähert.
Mit Starts und Landungen auf beiden Landebahnen sowie gut einer Million Fluggästen hat sich der BER im Dezember einem Normalbetrieb angenähert. Quelle: Patrick Pleul
Anzeige
Schönefeld

Mit Starts und Landungen auf beiden Landebahnen sowie gut einer Million Fluggästen hat sich der BER im Dezember einem Normalbetrieb angenähert. Für Anwohner bedeutete das: Sie können nun klarer erkennen, wie sich der Fluglärm bei steigenden Passagierzahlen verteilt. Ein Konfliktpunkt ist dabei entschärft, wie aus Betriebsdaten hervorgeht, die die Flughafengesellschaft am Mittwoch veröffentlichte. Bei Starts von der Südbahn in Richtung Osten haben demnach fast alle Maschinen die fliegerisch anspruchsvolle „Hoffmann-Kurve“ geschafft. Gemeinden wie Schulzendorf, Zeuthen und Eichwalde werden so von Fluglärm verschont.

Insgesamt gab es im Dezember 12 200 Starts und Landungen, gut halb so viele wie vor der Corona-Krise. „Die Auslastung des BER war in den morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten seit Juli immer wieder nahe an einem coronafreien Normalbetrieb“, erklärte Flughafenchefin Aletta von Massenbach. Im Gesamtjahr gab es 9,95 Millionen Fluggäste am BER, 900.000 mehr als im Vorjahr. Das war knapp ein Drittel der Vor-Corona-Zahl in Schönefeld und Tegel.

Der Newsletter direkt aus dem Newsroom

Die Top-Themen, die Brandenburg bewegen - und alle Infos zur Corona-Pandemie. Täglich von der Chefredaktion in Ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die meisten startenden Maschinen flogen im Dezember nach Westen über Blankefelde-Mahlow und Dahlewitz, Richtung Osten überflogen die meisten Flugzeuge von der Südbahn mit der Hoffmann-Kurve weniger dicht besiedeltes Gebiet.

Nur 25 mal steuerten Piloten nach den Daten im Dezember den Kurs über Schulzendorf, Zeuthen und Eichwalde an. Aus diesen Gemeinden war im Sommer Kritik an zahlreichen Überflügen gekommen. Easyjet war vorübergehend auf diese Route umgeschwenkt, die eigentlich für besonders schwere Maschinen gedacht ist, wenn sie die steile Hoffmann-Kurve direkt nach dem Start nicht schaffen. Seit Oktober wird von der Südbahn jedoch fast nur noch die Kurve geflogen, die ein Privatpilot aus der Region vorgeschlagen hatte.

Von RND/DPA/Fraune Burkhard