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Schönefeld Der Bürgermeisterkandidat Olaf Damm im Porträt
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12:37 01.08.2019
Bürgermeisterkandidat Olaf Damm (CDU) am südlichsten Zipfel der Gemeinde Schönefeld. Im Hintergrund sind die südliche Landebahn und das BER-Hauptterminal zu sehen. Quelle: Josefine Sack
Schönefeld

Am 1. September wird in Schönefeld ein neuer Bürgermeister gewählt. Einer der drei Kandidaten ist Olaf Damm (CDU). Neben seinem Mitbewerber Christian Hentschel von der Bürgerinitiative Schönefeld (BIS) gilt er als aussichtsreicher Kandidat.

Die MAZ hat den 55-Jährigen an seinem Lieblingsort, an der südlichen Landebahn, getroffen. Mindestens einmal in der Woche macht Damm, der leidenschaftlich gern Liegerad fährt, während seiner Tour am Flughafen Rast. Von dem südlichsten Zipfel der Flughafengemeinde hat man einen guten Blick nach Waltersdorf bis nach Berlin.

Olaf Damm ist stadtbekannt

Olaf Damm kennt Schönefeld so gut wie seine Westentasche – und ganz Schönefeld kennt ihn. Der CDU-Politiker stammt aus Waltersdorf. Seine Familie zählt nach eigenen Angaben zu den ältesten im Ort. Wie Damm selbst war schon sein Ur-ur-ur-Großvater Ortsvorsteher in Waltersdorf. Freiwillige Feuerwehr, erster Bürgermeister in Waltersdorf vor der Eingemeindung (1990), langjähriger Vorsitzender der Gemeindevertretung und Mitglied im Kreistag Dahme-Spreewald: Damm engagiert sich seit fast 30 Jahren für seinen Heimatort.

MAZ-Wahlforum

Demnächst folgt das Porträt über den Einzelkandidaten Christian Weber.

Zur Bürgermeisterwahl in Schönefeld veranstaltet die MAZ am 15. August um 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit allen Kandidaten im Intercity Hotel Berlin-Brandenburg in Schönefeld.

Die Teilnehmer werden gebeten, sich dafür online anzumelden. Die Veranstaltung ist für MAZ-Leser kostenfrei. Nicht-Abonnenten zahlen 3 Euro.

Was ihn antreibt? „Ich bin ein Lokalpatriot“, sagt der hochgewachsene 55-Jährige. Ob als Klassensprecher in der Schule oder Tutor im Studium – er sei schon immer ein Mensch gewesen, „der gern und viel Verantwortung übernimmt“. Obwohl Damm als Kind das jüngste von drei Geschwistern war, musste er schon früh mit anpacken. „Wenn alle anderen samstags zum Baden gefahren sind, habe ich die Straße gefegt. Das war selbstverständlich“, erinnert er sich.

Bereits 2011 dachte Damm über eine Kandidatur nach

Damm ist so etwas wie der Schönefelder „Hans Dampf in allen Gassen“ – und das über die Grenzen von Waltersdorf hinaus. Durch sein jahrzehntelanges politisches Ehrenamt ist der CDU-Mann gut vernetzt. Ganz egal, wo der Schuh drückt, Damm weiß fast immer eine Antwort oder zumindest, wen er anrufen kann. „Ich bin ein guter Zuhörer und Kümmerer“, sagt er über sich selbst.

Zur Person

Olaf Damm (Jahrgang 1963) ist in Köpenick geboren und in Waltersdorf aufgewachsen. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Die Familie lebt auf einem Hof in Waltersdorf.

 

1992 gründete Damm eine Firma für den Vertrieb von Fenstern und Türen. Außerdem betreibt die Familie in Waltersdorf einen Park- und Shuttle-Service zum Flughafen.

Bereits 2011 erwog Damm, sich um das Amt des Bürgermeisters zu bewerben, ließ dann aber Renate Pillat den Vortritt. „Zu diesem Zeitpunkt war ich in unserem Unternehmen noch außerordentlich stark eingebunden“, begründet er den Rückzieher. Auch seine Familie habe ihm damals geraten, sich noch Zeit zu lassen.

Zur Kommunalwahl hat die CDU Stimmen verloren

Dass er im September antritt, habe auch mit der Entscheidung von Amtsinhaber Udo Haase (parteilos), zur Wahl nicht wieder zu kandidieren, zu tun, sagt Damm. „Ich habe mein Arbeitsleben in jungen Jahren als Bürgermeister in Waltersdorf begonnen.“ Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, um sich zum Ende seiner beruflichen Karriere als Bürgermeister für alle Ortsteile einzusetzen, begründet Damm seine Kandidatur.

Die Chancen stehen nicht schlecht. Obwohl die CDU bei der Kommunalwahl rund zehn Prozent der Wählerstimmen eingebüßt hat, ist sie mit 23,4 Prozent noch immer stärkste Kraft in Schönefeld. Auch wenn sich durch den Wahlerfolg der BIS Mehrheiten innerhalb der Gemeindevertretung neu gemischt haben, könnte Damm als in der Region bestens vernetzter und erfahrener Kandidat punkten.

Wahlkampf mit dem Lastenrad

Im Wahlkampf packt Damm selbst mit an: Derzeit errichtet er in Eigeninitiative einen provisorischen Gehweg entlang der Rudower Chaussee zur Berliner Stadtgrenze sowie einen Bolzplatz im Lilienthalpark. Um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, ist Damm zudem regelmäßig mit seinem Lastenfahrrad in den Ortsteilen unterwegs.

Damms wichtigstes Anliegen für die Zukunft: „Die Bürger dürfen nicht auf der Strecke bleiben“, sagt er mit Blick auf die Sogwirkung, die mit der Eröffnung des BER auf die Gemeinde zuzurollen droht. „Wir müssen die Weichen so früh wie möglich stellen und unsere Verwaltung aufrüsten“, sagt Damm. Anders als Amtsinhaber Haase wolle er künftig die Bürger stärker in Entscheidungen einbeziehen: „Als Bürgermeister verstehe ich mich als oberster Diener für die Bürger.“

Von Josefine Sack

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