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Schönefeld Bürger demonstrieren für mehr Busse durch Großziethen
Lokales Dahme-Spreewald Schönefeld Bürger demonstrieren für mehr Busse durch Großziethen
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11:22 15.08.2019
Mit Trillerpfeifen und Bannern zogen vor allem Schüler, Eltern, aber auch ältere Menschen für einen besseren ÖPNV vor Ort durch Großziethen. Quelle: Josefine sack
Großziethen

Schluss mit der ÖPNV-Wüste in Schönefeld, ein Zehn-Minuten-Takt und eine Kooperation mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG): Das waren die wesentlichen Forderungen der circa 130  Demonstranten, die am Mittwoch in Großziethen auf die Straße gingen, um für bessere ÖPNV-Anbindungen zu protestieren. Die Bürgerinitiative Schönefeld (BIS) hatte die Bus-Demonstration in dem Schönefelder Ortsteil organisiert.

Begleitet wurden die Demonstranten, die vom Kreisverkehr am Netto-Parkplatz über die Karl-Marx-Straße zum Großziethener Schulungszentrum (GZSZ) zogen, von drei Traktoren samt Anhängern. „Für einen Bus da fehlt das Geld, in Schönefeld, dem Tor zur Welt“, „Im Rathaus juckt es keine Sau – wir brauchen mehr ÖPNV“: Die Slogans auf den daran befestigten Bannern richteten sich eindeutig an Schönefelds Verwaltung, die nach Ansicht der BIS beim Thema ÖPNV in der Vergangenheit versagt hat.

Demonstranten fordern Zehn-Minuten-Takt

Schluss mit Elterntaxis und dreimal Umsteigen fordern diese jungen Großziethener und wünschen sich mehr Busse, notfalls auch aus Berlin, für Schönefeld. Quelle: Josefine Sack

Auch Catrin Gellert beteiligte sich an der Demo: „Wir sind persönlich betroffen. Mein Sohn muss mit dem Bus dreimal umsteigen, um von Großziethen zum Gymnasium nach Schönefeld zu kommen“, sagte die Mutter.

Eine Anwohnerin schüttelte angesichts der Forderungen bloß den Kopf: „Zehn-Minuten-Takt, das ist doch absurd. So oft fährt hier kein Mensch mit dem Bus.“

BIS kämpft seit Jahren für bessere Busverbindungen

Es war bereits die zweite Demonstration, zu der die BIS in diesem Jahr aufgerufen hat. Im Mai demonstrierten an die 100 Menschen in Großziethen für bessere Busanbindungen in der Gemeinde.

Bürgermeisterkandidat Christian Hentschel (BIS) hatte zur Bus-Demo in Großziethen aufgerufen. Quelle: Josefine Sack

Die Wählergruppe um den Bürgermeisterkandidaten Christian Hentschel fordert seit Jahren bessere Busverbindungen in Schönefeld. 2007 hatten die Anhänger der BIS mit Erfolg gegen die Einstellung der RVS-Bus-Linie 735 gekämpft.

Wie berichtet, forderte die BIS zuletzt, die Berliner Metro-Busse auf die Gemeinde Schönefeld, insbesondere im Ortsteil Großziethen, auszuweiten.

Unterschriftenaktion gestartet

Seit Anfang August verkehrt von Schulzendorf und Zeuthen ein Rufbus der BVG zum U-Bahnhof in Berlin-Rudow. Der sogenannte „Berlkönig“, für den sich Pendler über App anmelden müssen, macht jedoch keinen Halt in Schönefeld, obwohl er durch die Gemeinde fährt.

Zeitgleich hat die BIS eine Unterschriftenaktion, in der sie eine Kooperation zwischen der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (RVS) und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) fordert, gestartet. Bislang haben knapp 380 Unterstützer die Petition unterzeichnet. Damit die Unterschriftenaktion anerkannt wird, benötigen die Initiatoren mindestens 2000 Stimmen.

Im Landkreis Dahme-Spreewald hat man das Thema bereits auf der Agenda. „Es ist noch lange nichts in Sack und Tüten, wie es manche behaupten“, begründete Hentschel den Aufruf zur Demo. Aufgrund der Demonstration kam es unter anderem in der Karl-Marx-Straße zeitweise zu längeren Rückstaus.

Hinweis: In einer früheren Version war von lediglich 50 Demonstranten die Rede. Tatsächlich startete die Demo um kurz nach 17 Uhr mit rund 50 Teilnehmern. Nach und nach kamen weitere Unterstützer hinzu. Laut Veranstaltern und Polizei waren es am Ende rund 130 Teilnehmer. 

Von Josefine Sack

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