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Schönefeld Flughafengesellschaft sucht Investoren für Mega-City am BER
Lokales Dahme-Spreewald Schönefeld Flughafengesellschaft sucht Investoren für Mega-City am BER
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20:04 01.10.2019
So könnten sie aussehen, die „Midfield Gardens“: 2020 beginnt die Vermarktung von sechs Baufeldern für das neue Quartier am BER. Quelle: Simulation/FBB
Schönefeld

In ziemlich genau einem Jahr eröffnet der BER. Vorausgesetzt, es kommen keine neuen Mängel mehr dazwischen. Die Chancen stehen nicht schlecht. In der vergangenen Woche wurden die entscheidenden TÜV-Tests beendet. Wie es heißt, erfolgreich. Bis zur Eröffnung im Oktober 2020 muss noch einiges repariert werden. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will nicht bloß am Flughafen weiterbauen, sondern gleich noch ein ganzes Stadtviertel dazu.

„Wir werden direkt am BER ein neues Stadtquartier entwickeln, das für hochwertige Arbeitsplätze mit einer exzellenten Verkehrsanbindung steht. Mit unserer Immobilienstrategie geben wir einen wichtigen Impuls für die Entwicklung der Region bis weit nach Brandenburg hinein“, sagte Lütke Daldrup.

FBB wirbt auf Expo Real um Investoren

Auf der Suche nach Investoren stellt die Flughafengesellschaft FBB ihr Projekt in der kommenden Woche auf der Expo Real, Europas größter Immobilienmesse, in München vor. Das Entwicklungsareal erstreckt sich entlang der Zufahrtsstraße vom BER bis zur A 113 und umfasst die drei Quartiere „Airport City“, „Midfield Gardens“ und „Airgate“. Auf rund 38 Hektar Bauland sollen Büros, Gastronomie, Hotels und Kongresscenter entstehen.

Momentan wird die Erschließung für den neuen Immobilienstandort entlang der Sichtachse zum BER vorbereitet. Auch erste Gespräche mit potenziellen Investoren werden bereits geführt. Mit der Vermarktung der ersten Baufelder im Kern des geplanten Quartiers, das sich nördlich und südlich der zentralen BER-Zufahrtsstraße befindet, soll jedoch erst nach der Eröffnung des Großflughafens Ende 2020 begonnen werden.

Flächen gehören dem Flughafen

Die FBB, der das Areal von der Autobahn A 113 bis zu den Terminals gehört, plant, die Flächen im Wettbewerbsverfahren überwiegend provisionsfrei zu vermarkten. In einer aktuellen Broschüre zu dem groß angelegten Immobilienprojekt benennt der Flughafen „die jeweilige Projektidee, das Nutzungskonzept sowie die Gebotsabgabe eines Erbbauzinses oder Kaufpreises“ als entscheidende Faktoren für die Vergabe der Bauflächen. Weiter heißt es darin: „Die FBB entscheidet allein über die Annahme von Kaufpreis- oder Erbbauzinsgebot.“

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Laut Unternehmenssprecherin Sabine Deckwerth will die FBB gezielt Investoren und Entwickler, die Erfahrung in der Entwicklung von städtebaulichen Quartieren haben, ansprechen. Die neue Stadt am Flughafen soll künftig nicht nur aus Hotel- und Bürokomplexen bestehen. Auch Gastronomie, Nahversorgung und kulturelle Einrichtungen sollen dort etabliert werden. Bevorzugt werden dabei sogenannte „Mixed-Use-Immobilien“, die verschiedene Nutzungen innerhalb eines Gebäudes kombinieren.

Vertrieb beginnt nach Inbetriebnahme des BER

Entwickelt wird zunächst der südliche Teil des Gebiets. Dort soll nach Inbetriebnahme des BER das Herzstück des neuen Stadtquartiers „Midfield Gardens“ entstehen. Auf den sechs Baufeldern können insgesamt bis zu 108.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entwickelt werden. Anschließend soll das nördliche Baugebiet entwickelt werden. Geht es nach der FBB, sollen dort in erster Linie Räume für gewerbliches Wohnen und Boardinghouses geschaffen werden.

Am zentral gelegenen Willy-Brandt-Platz vor dem Terminal 1 gibt es bereits einen Standort mit direkter Anbindung an den unterirdischen Bahnhof. Dort wurden ein Büro- und Hotelgebäude sowie mehrere Parkhäuser errichtet. Für ein weiteres Hotel haben die bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen. Dort steht noch ein Baufeld zur Verfügung.

Von Josefine Sack

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