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Schönefeld Häuslebauer und BER-Anwohner beim Schallschutztag
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09:15 18.06.2019
Schallschutztag BER 2019 Das Schallschutz-Haus im Dialogforum. Hier kann man die  verschiedenen baulichen Schallschutzmaßnahmen in Augenschein nehmen. Quelle: Nadine Pensold
Schönefeld

Die Fragen, die beim Schallschutztag des BER gestellt wurden, waren vielfältig: Welche Möglichkeiten haben Anwohner des künftigen Großflughafens, wenn es um baulichen Schallschutz geht, welche Ansprüche können sie geltend machen oder welche Folgen jüngste Gerichtsurteile haben, waren nur einige davon.

Bis in die Mittagsstunden waren rund 50 Besucher in das Haus des Dialogforums in Schönefeld gekommen, um sich in Sachen Schallschutz zu informieren. „Wir haben uns den Termin extra in den Kalender geschrieben, wir wollen das Thema jetzt angehen“, sagte eine Blankenfelderin. Sie und ihr Mann leben im Flussviertel, den Schallschutz-Bescheid haben sie bereits seit 2014. Fenster und Dachdämmung werden demnach gefördert. „Wir haben das lange vor uns hergeschoben“, sagt sie. Nun sollen aber Taten folgen. Und so nutzte das Paar zunächst die Möglichkeit, mit dem Schallschutzteam des Flughafens über ihren Fall zu sprechen, danach ging es direkt zum Stand einer Baufirma, um gleich einen Vor-Ort-Termin auszumachen.

Neueigentümer und Bauherren nutzen das Angebot

„Man kann viel erklären, wenn man direkt mit den Leuten spricht“, sagt Oliver Kossler vom Schallschutzteam der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB). In diesem Jahr seien auch einige Neueigentümer sowie Häuslebauer zum Termin gekommen, um sich über Ansprüche und Möglichkeiten zu informieren. „Alle Gespräche waren sehr konstruktiv“, freute sich auch Ralf Wagner, Leiter des Schallschutzprogramms. Er eröffnete am Nachmittag auch die Vortragsrunde und gab dabei eine Übersicht zum Schallschutzprogramm und der aktuellen juristischen Lage. Bis zum Abend folgten auch Beiträge zur Fluglärmberechung, den Flugrouten sowie zum Thema Hausbau im Schallschutzgebiet.

Große Nachfrage nach Baufirmen in der Region

Auch sechs Bauunternehmen waren mit eigenen Ständen im Dialogforum vertreten. Dort konnten bereits Besonderheiten an Gebäuden besprochen werden und wie der Schallschutz umgesetzt werden kann. „Es ist vieles möglich“, sagte Thomas Bestvater von der Firma Hapa, die sich erstmals am Schallschutztag beteiligte. Wer nun die Ein- und Umbauten in Anspruch nimmt, muss allerdings Zeit einplanen. „Viele Firmen sind über Wochen und Monate ausgebucht“, so der Fensterfachmann Peter Drzykmalski. Sein Kollege Bestvater rechnet damit, dass die Wartezeiten mit Näherrücken der BER-Eröffnung noch länger werden können. „Wen es mit dem Flughafen losgeht, wird es noch einmal einen Schub bei der Nachfrage geben.“

Für rund 26 000 Wohnungen und Häuser besteht im Schutzgebiet rund um den BER ein Anspruch auf Schallschutz, für mehr als 4000 liegen noch keine Anträge vor. Und von den bisher 12600 Kostenübernahmezusagen wurden ebenso eine Vielzahl noch nicht in Anspruch genommen. Daher will die FBB auch weiter die Werbetrommel für das Thema Schallschutzes rühren. Im kommenden Jahr soll es einen weiteren Infotag geben. „Ansonsten kann ich nur empfehlen, sich auch an unser Schallschutzteam zu wenden“, so Ralf Wagner.

Von Nadine Pensold

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