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Schönefeld Bus-Demo: Bürgerinitiative geht erneut auf die Straße
Lokales Dahme-Spreewald Schönefeld Bus-Demo: Bürgerinitiative geht erneut auf die Straße
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16:30 26.07.2019
Bus-Demo in Großziethen: An die 100 Menschen folgten im Mai dem Aufruf der Bürgerinitiative Schönefeld und gingen für einen besseren ÖPNV in Schönefeld auf die Straße. Quelle: privat/BIS
Großziethen

Die Bürgerinitiative Schönefeld (BIS) will vor der Bürgermeisterwahl am 1. September erneut für einen verbesserten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Schönefeld auf die Straße gehen. Die Bus-Demo soll am Mittwoch, 14. August, ab 17 Uhr durch Großziethen verlaufen.

Es ist bereits die zweite Demonstration, zu der die BIS in diesem Jahr aufgerufen hat. Bereits im Mai demonstrierten an die 100 Menschen in Großziethen für bessere Busanbindungen in der Gemeinde.

BIS startet Petition

Zeitgleich hat die BIS eine Unterschriftenaktion in den Ortsteilen, aber auch über die Online-Plattform „OpenPetition“ gestartet. Darin fordern die Petenten eine Kooperation zwischen der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (RVS) und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die Petition richtet sich an den Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald Stephan Loge (SPD).

In erster Linie geht es darum, die Berliner Metro-Busse auf die Gemeinde Schönefeld, insbesondere im Ortsteil Großziethen, auszuweiten. Die BIS will erreichen, dass auf den Achsen LichtenradeGroßziethenRudow, BuckowGroßziethenBuckow sowie RudowSchönefeldRudow künftig BVG-Busse verkehren.

Kreis hat den Stadt-Umland-Verkehr auf dem Schirm

„Die Petenten der Bürgerinitiative Schönefeld sind in den vergangenen Monaten weder mit dem zuständigen Amt für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Tourismus des Landkreises Dahme-Spreewald noch mit dem Landrat selbst in Kontakt getreten“, sagte der Sprecher des Kreises, Bernhard Schulz, mit Blick auf die Forderungen der BIS an den Kreis.

Gleichwohl habe der Landkreis den ÖPNV im Berliner Speckgürtel auf der Agenda: Seit rund einem Jahr beschäftigt sich eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg mit den sogenannten Stadt-Umland-Verkehren sowie dem BER. „Die Aufgabenträger für den Busverkehr Berlin, der Landkreis Dahme-Spreewald sowie die Verkehrsunternehmen BVG und RVS sind hier im engen Kontakt und haben bereits mögliche Verbesserungen geprüft sowie konkrete Planungen eingeleitet“, teilte Schulz mit.

Mehr Busse noch vor der BER-Eröffnung 2020

Für die Umsetzung der geplanten Änderungen des Linienkonzeptes müssten allerdings zunächst die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden. Unter anderem müssen Haltestellen neu gebaut oder verlegt werden. „Hierzu befindet sich die VBB-Arbeitsgruppe im intensiven Austausch mit der Gemeinde Schönefeld, die entsprechende Planungen angeschoben und Förderungen des Landkreises beantragt hat“, so der Sprecher des Kreises. Erklärtes Ziel aller Beteiligten sei es, die geplanten Verbesserungen noch vor der BER-Eröffnung im Herbst 2020 umzusetzen.

Neben den Metro-Bussen fordert die BIS auch eine Erhöhung der Bustaktung insgesamt sowie bessere Verbindungen zwischen den einzelnen Ortsteilen, zum A10-Center und anderen Nahversorgungszentren sowie eine Direktverbindung zur Grundschule in Schönefeld.

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Von Josefine Sack

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