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Schönefeld Schönefelds Bürgermeister Udo Haase wird verabschiedet
Lokales Dahme-Spreewald Schönefeld Schönefelds Bürgermeister Udo Haase wird verabschiedet
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17:14 29.11.2019
Sichtlich gerührt lauscht Udo Haase (2.v.r.) der Festrede von Landrat Stephan Loge. Rechts von ihm sitzt Haases Frau Eva, links daneben Christian Hentschel mit Frau Martina. Quelle: Josefine Sack
Schönefeld

Mit einem Festakt im Berlin Brandenburg Airport Center am BER ist Bürgermeister Udo Haase (parteilos) am Freitag in den Ruhestand verabschiedet worden. 29 Jahre hat er als Hauptverwaltungsbeamter zunächst Waßmannsdorf und später die Gemeinde Schönefeld gestaltet. Offiziell übergibt er das Amt am kommenden Dienstag an seinen Nachfolger Christian Hentschel (vormals BIS, jetzt parteilos).

An die 200 Menschen kamen, um Udo Haase zu verabschieden. Die Gästeschar umfasste langjährige Weggefährten, darunter Ex-Flughafenchef Hartmut Mehdorn, Ex-Justizminister Stefan Ludwig (Linke), Landrat Stephan Loge (SPD), den Botschafter der Mongolei, zahlreiche Amtskollegen und Berliner Bezirksbürgermeister sowie Vertreter des Flughafens und der Bundespolizei. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), die als ehemalige Bürgermeisterin von Berlin-Neukölln eine wichtige Partnerin, etwa bei der U7-Verlängerung, für Haase war, schickte eine herzliche Videobotschaft.

Landrat Loge lobte Haases Verdienst für Schönefeld

„Das muss dir erst einmal einer nachmachen“: Der Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald Stephan Loge (SPD) hielt zum Abschied des langjährigen Bürgermeisters Udo Haase (parteilos) eine herzliche Laudatio . Quelle: Josefine Sack

In seiner Laudatio würdigte der Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), Haase als nahbaren, glaubhaften Kommunalpolitiker, „dem die Menschen das abgenommen haben, was du gesagt hast“. Sein Verhältnis zu Haase beschreibt Loge als „kollegial und freundschaftlich“. Mit Blick auf die rasante Entwicklung, die Schönefeld in puncto Wohnbau und Gewerbeansiedlung während Haases Amtszeit genommen hat, lobte er: „Das muss dir erst einmal einer nachmachen.“

Zu den Gratulanten zählte auch der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). „Einst warst du auch mein Bürgermeister. So viel Mut, wie du in Schönefeld bewiesen hast, wünsche ich mir auch in Berlin“, sagte er. Der 33-Jährige ist in Großziethen aufgewachsen.

Hentschel: Ein „Weiter so“ wird es mit mir nicht geben

Der künftige Bürgermeister Christian Hentschel (parteilos) schlug bei der Verabschiedung seines Vorgängers auch kritische Töne an. Quelle: Josefine Sack

„Ich werde alles dafür geben, die Erfolgsgeschichte der Gemeinde Schönefeld fortzuschreiben“, versprach Nachfolger Hentschel. Er würdigte Haases Verdienste, kündigte aber an, dass es mit ihm kein „Weiter so“ geben werde: „Ich werde andere, neue Wege gehen, um meine eigenen Fußstapfen zu hinterlassen.“

Der Mensch solle künftig im Mittelpunkt stehen. Investoren gab Hentschel mit auf den Weg: „Sie sollen für alle künftigen Projekte wissen: Sie holen mich genau an der Stelle ab, wo genügend für die Menschen in Schönefeld herausspringt.“

Schwerer Abschied

Der Abschied fällt ihm schwer: Udo Haase bei seiner offiziellen Verabschiedung am BER. Quelle: Josefine Sack

Udo Haase fiel der Abschied sichtlich schwer. Er dankte vor allem seiner Frau Eva: „Sie hat viel mitmachen müssen.“ Besonders freute sich Haase darüber, dass sein Abschied am BER gefeiert wurde. Das sei ein kleiner Trost dafür, dass er den Großflughafen 2020 als Bürgermeister nicht mehr mit eröffnen kann.

Von Josefine Sack

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