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Schönefeld Streit um Mega-Stromtrasse: Gemeinde Schönefeld beauftragt Fachanwalt
Lokales Dahme-Spreewald Schönefeld Streit um Mega-Stromtrasse: Gemeinde Schönefeld beauftragt Fachanwalt
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01:17 18.05.2019
Ein geplantes Umspannwerk in Kleinziethen sorgt in der Gemeinde Schönefeld für Unmut. Quelle: dpa
Kleinziethen

Ein geplantes Umspannwerk in Kleinziethen sorgt in der Gemeinde Schönefeld für Unmut. Das Berliner Unternehmen 50 Hertz Transmission GmbH beabsichtigt, mit dem Berliner Regionalversorger Stromnetz Berlin in der Glasower Allee das sogenannte „Umspannwerk Berlin Südost“ zu bauen.

Die Gemeinde wusste zwar von den Plänen. Allerdings war bisher stets die Rede von einer Hochspannungsleitung in der Größenordnung von 220 Kilovolt (kV). Jetzt hat der Netzbetreiber angekündigt, die Leistung noch aufzustocken. Das geplante Umspannwerk soll demnach auf einer Höchstspannung von 380 Kilovolt betrieben werden.

Umspannwerk für Versorgung im Berliner Südosten

Hochspannungsleitungen in dieser Größenordnung dienen in der Regel der Großraumversorgung und bilden Verbundnetze zum überregionalen Energieaustausch und dem Anschluss von Großkraftwerken.

In der Gemeinde ist man angesichts des Vorhabens geschockt: „Da sollen Transformatoren von 90 Dezibel aufgestellt werden“, sagte Rainer Block (SPD). Für das neue Kraftwerk sollen südlich der Baumschule Lorberg neun Hektar Land bebaut werden.

Schönefeld ist nicht Herr des Verfahrens

Um das zu verhindern, haben die Gemeindevertreter Bürgermeister Udo Haase (parteilos) und seiner Verwaltung in der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl am 26. Mai den Auftrag erteilt, einen Fachanwalt mit dem umstrittenen Bauvorhaben in Kleinziethen zu beauftragen. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

„Aufgrund der Größe des Vorhabens und geplanten Änderung der Anlage auf 380 kV sind Beeinträchtigungen und Auswirkungen für die Menschen, die Umwelt, die Natur und die Landschaft zu befürchten“, heißt es zur Begründung im Beschlusstext. Das Problem ist, dass die Gemeinde lediglich Verfahrensbeteiligte ist und damit kaum Einfluss auf das Projekt hat.

Ein Jurist soll deshalb klären, welche Rechte die Gemeinde Schönefeld im Zuge des geplanten Bauvorhabens hat.

Von Josefine Sack

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