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Dahme-Spreewald Einigung bei kostenlosem Schülerticket
Lokales Dahme-Spreewald Einigung bei kostenlosem Schülerticket
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19:06 07.10.2019
Um das kostenlose Schülerticket wird im Landkreis Dahme-Spreewald schon länger diskutiert. Quelle: Franziska Kaufmann/dpa
Dahme-Spreewald

An der Schülerbeförderung im Landkreis doktert der Kreistag seit Jahren herum. Nun aber sieht es so aus, als ob das Thema auf der kommenden Kreistagssitzung abgeschlossen wird. Und das offenbar mit einem erfreulichen Ausgang – zumindest für Schüler und Eltern. Denn inzwischen besteht zwischen den Fraktionen und der Verwaltung weitgehend Konsens darüber, dass das Schülerticket ab dem Schuljahr 2020/21 kostenlos werden soll. Abschließende Fragen dazu wurden im jüngsten Bildungsausschuss geklärt. Einem Beschluss in der nächsten Kreistagssitzung dürfte damit nichts mehr im Wege stehen.

Damit würde sich das Prozedere für alle Beteiligten ungemein vereinfachen. Aktuell zahlen Eltern für das Schülerticket ihrer Kinder rund acht Euro pro Monat. Diese Kosten werden zumindest beim ersten Kind fällig. Beim zweiten kostet das Ticket dann sechs Euro, beim dritten sind es vier Euro. Für alle weiteren Kinder wird das Schülerticket schon jetzt kostenlos zur Verfügung gestellt. Die unterschiedlichen Anträge für diese Schülertickets mussten Eltern bislang stets zum Anfang eines jeden Jahres stellen, in der Kreisverwaltung wurden die Anträge anschließend geprüft und bearbeitet, die Verkehrsgesellschaft stellte dann die Tickets aus – und das Jahr für Jahr.

Eltern stellen Anträge nicht mehr jährlich

Mit der neuen Regelung fallen die Kosten für die Eltern komplett weg. Und für die Verwaltung soll damit auch die Bearbeitung deutlich einfacher werden. Schon seit dem laufenden Schuljahr stellen die Eltern die Anträge nicht mehr jährlich. Ein neuer Antrag wird nur noch fällig, wenn sich Änderungen ergeben: wenn das Kind in die Grundschule kommt, wenn es an eine weiterführende Schule wechselt oder wenn die Eltern umziehen.

Dadurch wird dem Schulverwaltungsamt und den Verkehrsbetrieben einiges an Arbeit abgenommen, sagt die zuständige Beigeordnete Susanne Rieckhof. Einziger Knackpunkt für den Landkreis: Ihm entgehen dadurch rund 800.000 Euro an Einnahmen. Dabei hatte Kämmerer Stefan Klein erst vor Kurzem darauf hingewiesen, dass dem Landkreis finanziell schwierige Zeiten bevorstehen.

Grundsatzbeschluss im Mai gefasst

Den Grundsatzbeschluss zum kostenlosen Schülerticket hatte der letzte Kreistag auf Anregung der Linksfraktion bereits im Mai gefasst. Danach dauerte es aber noch einige Monate, bis eine neue Satzung erarbeitet wurde. Im Laufe des Verfahrens musste dann auch noch die eine oder andere Unstimmigkeit aus dem Weg geräumt werden. Zuletzt gab es Diskussionen um die Frage, ob der Landkreis auch dann Schülerverkehr anbietet, wenn die gewählte Schule außerhalb des Kreisgebietes liegt.

Das kommt häufiger vor bei Schülern aus Orten wie Kolberg, Wolzig oder Münchehofe, für die das Gymnasium in Storkow deutlich näher liegt als die Gymnasien in Königs Wusterhausen oder Schönefeld. Auch in dieser Frage wurde man sich aber einig: Wenn die Schule im Nachbarlandkreis die nächstgelegene ist, dann organisiert der Landkreis auch den Schülerverkehr.

Beschlossen wird das ganze Paket mutmaßlich im November. Dass es noch einmal vertagt wird, gilt nach Ansicht von Beobachtern als unwahrscheinlich. Denn die Zeit drängt, wie Susanne Rieckhof im Bildungsausschuss ausführte. Wenn bis Ende des Jahres nicht entschieden wurde, dass das Schülerticket künftig kostenlos ist, müssten ab Januar für das kommende Schuljahr wieder Kosten erhoben werden.

Von Oliver Fischer

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