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Dahme-Spreewald Schule digital
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11:33 16.12.2016
Schüler der neunten Klasse beim Experimentieren im Physikunterricht zum Thema beschleunigte Bewegungen Quelle: privat
Königs Wusterhausen

Schülern in der Medienkompetenz stärken, das ist das Ziel der Gesamtschule Königs Wusterhausen des Fürstenwalder Aus- und Weiterbildungszentrums (FAW). Neben 38 Schulen bundesweit ist die Bildungseinrichtung in der Stadt jetzt vom „Forum Bildung Digitalsierung“ mehrerer Stiftungen für die Mitarbeit in der „Werkstatt schulentwicklung.digital“ ausgewählt worden. Rund 80 Schulen hatten sich beworben, die Schule in Königs Wusterhausen ist neben der staatlichen Voltaire-Schule in Potsdam die zweite in Brandenburg.

Lehrer der verschiedenen Schulen treffen sich ein Jahr lang für den Austausch im Bereich Medienkompetenz, lernen voneinander und werden von den Stiftungen der Telekom, Bertelsmann, Bosch, Siemens und Merkator mit Anregungen aus der Wissenschaft unterstützt. Das soll auch den Schülern zugute kommen. In Königs Wusterhausen plant Schulleiter Daniel Lohse aus schuleigenen Mitteln und mit Unterstützung der Eltern die Anschaffung von 60 Laptops für Lehrer und alle rund 40 Schüler der zwei neunten Klassen. Sie sind die ersten, die bei dem Projekt für Medienkompetenz fächerübergreifend mitmachen dürfen. Im Laufe des Jahres sollen weitere Klassenstufen dazukommen. Das soll schrittweise passieren, damit man sich auf einzelne Projekte gezielt vorbereiten und Erfahrungen sammeln kann.

Probleme bei der Office-Anwendung

„Das Neue ist, dass jeder Schüler zu jedem Zeitpunkt einen eigenen Rechnung zur Verfügung hat“, sagte Lohse. Die Schüler erlernen den gezielten, effektiven und reflektierten Umgang mit den digitalen Medien wie dem Laptop, lernen, wie sie einen Text schreiben, editieren, eine Excel-Tabelle verwenden oder ein Präsentation erstellen. „Da brauchen sie vielfach unsere Unterstützung. Denn viele Schüler, die zu uns in der siebten Klasse kommen, haben zwar ein Smartphone oder Notebook, können die Geräte mit Tippen, Wischen & Co. zwar oft besser und schneller bedienen, wissen aber, wenn es um die Anwendungen der Office-Programme geht, die einfachsten Dinge nicht“, so der Schulleiter. Die Programme und Methoden und deren Umgang lernen – all das müsse Schule vermitteln. Daneben stünden andere Dinge auf dem Programm, etwa wie man einen Blog erstellt und schreibt oder einen Kurzfilm erstellt. Auch das Thema Gefahren im Internet und der Umgang mit Social Media seien ein Thema.

Ein voll digitalisiertes Klassenzimmer, wie in vielen von Pisa-Studien oft gelobten asiatischen Ländern der Fall, ist nicht der Traum des Schulleiters. „Unser Ziel ist nicht, dass die Schüler nur noch an den Geräten sitzen. Digitale Medien sind Werkzeuge, die man einsetzt, wenn es sinnvoll ist.“ Auch weiter müssten sie mit dem Stift schreiben lernen. „Auch das Rechnen, das bearbeiten von Aufgaben in Mathematik mittels gewisser Techniken ist Pflicht.“ Digitale Medien seien jedoch wichtig, weil sie im Beruf vorausgesetzt werden, weshalb man die Schüler darauf vorbereiten müsse.

Lehrerbildung ist noch nicht lange Teil der Ausbildung

Los geht es ab Anfang Januar. Das erste zentral von den Stiftungen organisierte Treffen der Schulen findet im April statt. „Diese Schulen – staatliche wie private – haben alle bereis Erfahrungen mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht.“ Man wolle Schwachstellen analysieren und Erfolgsbedingungen herausfinden. Lehrerbildung sei im Bereich Mediennutzung noch nicht lange Teil der Ausbildung, daher sei es wichtig neben den Schülern auch die Lehrer mitzunehmen. Den Unterricht machen die Schulen selber. „Wir profitieren vom Austausch mit den teilnehmenden Schulen, von positiven Erfahrung der anderen in diesem Bereich“, sagte Daniel Lohse.

Von Oliver Becker

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