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Schulzendorf Markus Mücke im Neujahrs-Interview
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19:05 09.01.2019
„Wir müssen zusehen, dass wir Schritt halten können“: Der hohe Zuzug in Schulzendorf stellt Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) und seine Verwaltung 2019 vor enorme Herausforderungen. Quelle: Josefine Sack
Schulzendorf

Zeuthen und Eichwalde haben im alten Jahr den Haushalt für 2019 beschlossen. Schulzendorf hinkt hinterher. Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) verrät, woran das liegt und spricht zum Beginn des Superwahljahrs 2019 über anstehende Projekte und die Stimmung in der Schulzendorfer Gemeindevertretung.

In Schulzendorf dürfte es noch dauern, bis über den Etat für 2019 entschieden wird. Wo hakt’s?

Markus Mücke: Das Zahlenwerk ist soweit fertig. Zugunsten eines ausgeglichenen Haushalts mussten wir einige Projekte streichen, weil wir erkannt haben, dass wir einen hohen Bedarf an Aufwendungen haben, deren Umfang nicht gedeckt ist.

Und das ist erst jetzt aufgefallen?

Nein, aber es gab auch andere Dinge zu erledigen. Parallel arbeitet der Kämmerer an den Jahresabschlüssen für 2014 bis 2018. Herr Reech setzt jetzt alles daran, die notwendigen Unterlagen zusammenzustellen. In den kommenden Tagen wird es noch einmal eine Arbeitsberatung mit den Gemeindevertretern geben. Ich hoffe, dass wir den Haushalt danach zügig verabschieden können.

Ein heikles Thema ist die Vergabestelle. Linke, CDU und Bürgerbündnis weigern sich, die Behörde in Schulzendorf anzusiedeln. Einige Gemeindevertreter hatten erklärt, dass sie Ihnen als Bürgermeister nicht zutrauen, die Vergabestelle vernünftig zu händeln. Wie reagieren Sie auf solche Seitenhiebe?

Der Vorwurf amüsiert mich. Die Hintergründe kann ich nicht beurteilen. Vielleicht hängt die Aussage damit zusammen, dass sich der eine oder andere Gemeindevertreter angesichts der bevorstehenden Wahlen profilieren will.

Gibt es für die Vergabestelle noch eine Zukunft?

Ich sehe es als erforderlich an, in Zeuthen, Eichwalde oder Schulzendorf eine zentrale Vergabestelle einzurichten. Beim Neujahrsempfang gab es von allen Akteuren ein positives Signal. Jetzt ist eine weitere Gesprächsrunde mit den Bürgermeistern der Nachbarkommunen geplant. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Die Fronten zwischen Gemeindevertretung und Verwaltung sind verhärtet. Zählen Sie schon die Tage bis zur Kommunalwahl?

Ich sehe da keine Verhärtung. Die Verwaltung unterbreitet der Gemeindevertretung Beschlussvorschläge. In vielen Fällen gibt es unter den Gemeindevertretern andere Meinungen. Am Ende wird abgestimmt und die Mehrheit entscheidet. So funktioniert eben das demokratische Prinzip. Das gilt jetzt und nach der Wahl.

Dennoch ist der Ton in Schulzendorf rauer als anderswo.

Das mag sein. Ich finde es bedauerlich, dass es oft Aussagen gibt, die man sich zugunsten einer sachlichen Diskussion auch sparen könnte.

Die Unstimmigkeiten sind nicht der einzige Aspekt, der die Gemeindeverwaltung vor Herausforderungen stellt. Auch das Personal im Rathaus ist knapp. Wie wollen Sie das Problem angehen?

Wir haben, was Projekte in Schulzendorf angeht, eine enorme Dynamik. Das Tagesgeschäft hat zugenommen. Wir müssen zusehen, dass wir Schritt halten können. Dafür müssen wir Schwerpunkte setzen. Sicherlich ist mehr Personal wünschenswert. Aber das kostet. Wir haben zwar eine ganz gute Rücklage. Davon können wir aber noch lange nicht unsere regelmäßigen Aufwendungen decken.

Kommen wir mal zum Positiven: Schulzendorf und die polnische Stadt Kargowa feiern in diesem Jahr das zehnjährige Bestehen ihrer Gemeindepartnerschaft. Was bedeutet diese Freundschaft für Schulzendorf?

Es mag pathetisch klingen, aber es geht dabei in erster Linie um die Völkerverständigung. Gerade für Kinder ist es eine tolle Erfahrung, wenn sie frühzeitig die Gelegenheit haben, Menschen mit einer anderen Sprache und Kultur kennenzulernen. Ziel ist es nach wie vor, die Menschen zusammenzubringen.

Welche Themen stehen 2019 noch auf der Agenda?

Ganz oben steht der Ausbau der sozialen Infrastruktur. Dazu gehören die Schulerweiterung und der B-Plan für das Wohngebiet „Zum Mühlenschlag“, wo neben Mietwohnungen und einer Verkaufsfläche auch eine neue Kita geplant ist. 

Von Josefine Sack

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