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Schulzendorf Friedhof Schulzendorf: Bäume werden gefällt
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17:54 01.10.2019
Die Friedhofsbäume, die gefällt werden sollen, sind bereits mit roten Kreuzen markiert worden. Quelle: Josefine Sack
Schulzendorf

Für die Friedhofsbäume in Schulzendorf gibt es keine Hoffnung mehr: Mindestens 14 Bäume entlang der nördlichen Friedhofsgrenze müssen gefällt werden. Die Fällung ist laut Verwaltung für die dritte Oktoberwoche anberaumt.

Die Bäume müssen weichen, weil zwischen dem neuen Wohngebiet „Ritterschlag“ und dem Friedhof ein etwa 2,50 Meter breiter Gehweg gepflastert werden soll. Der Gehweg ist als Verlängerung der Walther-Rathenau-Straße bis zur Miersdorfer Straße gedacht. Er ist Bestandteil des Erschließungsvertrags, den die Gemeinde schon vor langer Zeit mit der HIT-Gruppe, einem der „Ritterschlag“-Investoren, abgeschlossen hat. Ein Ausgleich für die Bäume ist in den Vereinbarungen zum Bebauungsplan vorgesehen.

200 Unterschriften gegen die Fällung der Bäume

Zahlreiche Schulzendorfer hatten sich zuvor für den Erhalt der Bäume stark gemacht. Bei einer Unterschriftensammlung kamen rund 200 Unterschriften in wenigen Tagen zusammen. SPD und Grüne hatten daraufhin die Einberufung der Gemeindevertretung zu einer Sondersitzung beantragt. Per Eilentscheidung wollten sie die Fällungen im letzten Moment stoppen. Nach Aussage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Dominic Lübke hatte die HIT-Gruppe bereits ihre Unterstützung zugesagt und den ursprünglichen Fäll-Termin für Anfang Oktober vorsorglich abgesagt.

Geholfen hat es nichts. Denn egal ob der geplante Gehweg nun gebaut wird oder nicht, die Bäume müssen sowieso gefällt werden. Das geht aus einer Baum-Untersuchung hervor, deren Ergebnisse die Verwaltung in der Sondersitzung Ende letzter Woche vorgelegt hat. Demnach steht es nicht gut um die Friedhofsbäume.

Baum-Untersuchung: Bäume in schlechtem Zustand

Die Bäume, die entlang des Zauns untersucht worden sind, stehen durchschnittlich um circa 35 Zentimeter höher als der vorhandene Trampelpfad. Zudem ragen die Wurzeln weit in den Weg hinein. Einige Wurzeln sind freigelegt und zum Teil beschädigt. Die Verwaltung kam daher zu der Auffassung, dass der Baumbestand an der nördlichen Friedhofsgrenze „insgesamt einen wenig vitalen und zum Teil stark geschädigten Zustand“ aufweist. Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) teilte mit, dass die Verkehrssicherheit der Bäume nicht mehr zu gewährleisten sei.

„Alle Fakten sprechen gegen die Bäume“, räumte Lübke ein. Als Antragssteller blieb ihm und seinen Mitstreitern nichts weiter übrig, als den Antrag zurückzuziehen. „Ich bin sehr frustriert“, sagte der SPD-Politiker. Er kritisiert, dass die Gemeindeverwaltung erst jetzt mit der Analyse zum Baubestand am Friedhof herausrückte. „Hätten wir das früher gewusst, hätten wir uns eine Menge Arbeit erspart“, so Lübke.

Von Josefine Sack

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