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Schulzendorf Neuer Wanderweg wird eröffnet
Lokales Dahme-Spreewald Schulzendorf Neuer Wanderweg wird eröffnet
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00:32 10.05.2018
Auf dem Dorfanger wird Andreas Peters etwas zu Schloss und Patronatskirche erzählen. Quelle: Heidrun Voigt
Schulzendorf

Der Himmel blitzeblau, Sonne satt, Frühlingsdüfte und zwitschernde Vögel. Ideales Wanderwetter, findet Andreas Peters. Schulzendorfs Wegewart hofft, dass es auch am 14. Mai so schön ist. Denn dann, zum deutschlandweiten Tag des Wanderns, wird der neue Rundwanderweg Schulzendorf-Zeuthen eröffnet. „Um 10 Uhr geht es am Rathaus Schulzendorf los. Der Weg ist etwa 14 Kilometer lang und die Teilnahme ist kostenlos“, wirbt Andreas Peters. Zusammen mit Wildaus und Zeuthens Wegewarten, Norman Siehl und Ulrich Miekley, hat er die Veranstaltung initiiert und alle drei werden sie begleiten. Mit im Boot ist auch der Tourismusverband Dahme-Seen.

Andreas Peters wandert im Vorfeld schon mal den Weg für die MAZ ab und macht auf Höhepunkte aufmerksam. Vom Rathaus geht es zur Flutgrabenaue. „Das Naturschutzgebiet ist mit der letzten Eiszeit vor 20 000 Jahren entstanden. Die kleinen Fließe und Feuchtwiesen sind typisch für das Gebiet“, erzählt der Wegewart, der übrigens auch zertifizierter Natur- und Landschaftsführer ist. Nach weniger als einem Kilometer erreicht man den Dorfanger mit seinem Schloss und der Patronatskirche. Dort berichtet Andreas Peters etwas zur Geschichte der Gebäude.

Abkürzung möglich

Der „Alte Mittenwalder Weg“ mit seinen Katzenköpfen führt an Feldern, Holunderbüschen und verwilderten Pflaumenbäumen vorbei. Kurz vor einer Gruppe uriger Eichen weist Andreas Peters nach links, auf die roten Dächer vom Mühlenschlag. „Hier besteht die Möglichkeit, die Strecke abzukürzen. Da wären dann nur sechs Kilometer insgesamt zu laufen. Da wir drei Wegewarte sind, können wir uns am 14. Mai aufteilen.“

Bei der großen Rundwanderung geht es auf dem Miersdorfer Weg durch den Wald bis nach Wüs­temark. Neben der Alten Försterei, befindet sich ein kleiner Reiterhof mit einer Raststätte, wo die Gäste deftige Hausmannskost erwartet. „Hier kann man bei der Rundwanderung eine Rast machen und einkehren. Bis Wüstemark hat man knapp die Hälfte der Strecke zurückgelegt.“

Sehenswertes am Wegesrand

Auf einer Bank am Waldrand erzählt Andreas Peters, wie er auf die Idee mit dem Wanderweg kam. „Es fing beim Tag des Ehrenamts im Dezember an. Ich wurde ausgezeichnet und kam mit dem Bürgermeister ins Gespräch. Er fand die Idee, Einheimischen und Gästen einen Wanderweg anzubieten, gut.“ Peters hat einen Weg erarbeitet und ist ihn mit Norman Siehl und Ulrich Miekley abgelaufen. „Das Ziel ist, den Rundweg auszuschildern. Aber das ist absolute Zukunftsmusik“, schätzt Andreas Peters. Die drei Wegewarte haben geschaut, wo überall Pfosten stehen müssten, und sind auf Kosten von 500 Euro gekommen. Das sei für einen Wanderweg schon ein Problem, weiß Andreas Peters aus Erfahrung. Einen Flyer will er aber auf jeden Fall auf den Weg bringen.

Weiter geht es über den Papenberg Richtung Miersdorf. Zu der dortigen, aus dem 14. Jahrhundert stammenden Dorfkirche werden die Teilnehmer auf der Wanderung einiges erfahren. Über kleine verschlungene Wege und den Heideberg kommt man zum Zeuthener Winkel. Andreas Peters macht an dem dortigen Fließ auf die immensen Spuren aufmerksam, die der Biber hinterlassen hat. Im Schulzendorfer Volkspark, von dem es nicht mehr weit bis zum Rathaus ist, gibt es einen „Grünen Lernort“. Dort sind Bänke aufgestellt und auf Tafeln die einheimische Fauna und Flora erläutert.

Andreas Peters wandert seit 30 Jahren

Gut vier Stunden braucht man für die Wanderung mit Rast nach Andreas Peters Einschätzung. „Wenn wir am 14. Mai wandern, das wird keine sportliche Veranstaltung, sondern wir richten uns nach den Teilnehmern“, verspricht der Wanderführer.

Andreas Peters ist übrigens seit knapp 30 Jahren dem Wanderfieber erlegen. Mehr als 85 000 Kilometer ist er gelaufen. Das entspricht mehr als zwei Erdumrundungen. Belegen kann er das Schwarz auf Weiß, denn alle Touren sind in vom Internationalen und Deutschen Volkssportverband (IVV, DVV) zertifizierten Wanderheften aufgelistet und abgestempelt. Er ist Wanderweltmeister 2004, Harzer Wanderkönig, Gewinner des Deutschen Volkssportverband-Deutschlandcups 1994/95 und nimmt an jeder zweijährig stattfindenden Wanderolympiade teil. Peters ist Mitglied im Internationalen Volkssportverband und beim australischen Wanderverein Koala Wanderers International. Er ist in Japan, Neukaledonien, Saipan, Thailand, Korea, Australien und anderen Ländern gewandert. Aber man müsse nicht weit rumfahren, auch in Brandenburg könne man gut wandern, findet Andreas Peters.

Von Heidrun Voigt

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