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Schulzendorf Diskussion um mehr Personal in Schulzendorfer Kitas
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19:54 13.11.2019
In der Kita „Hollerbusch“ im ehemaligen Haus „Waldfrieden“ ist der Krankenstand bei den Erziehern am größten. Quelle: Müller
Schulzendorf

Wie berichtet, ist die Personalsituation in einigen Schulzendorfer Kitas derzeit extrem angespannt. Am Dienstagabend war die Personalnot Thema im Sozialausschuss der Gemeinde. Für Diskussionen sorgte in dem Zusammenhang ein Antrag der SPD-Fraktion.

Die Schulzendorfer Sozialdemokraten sehen dringenden Handlungsbedarf und fordern, ab 2020 mindestens zwei neue Erzieher einzustellen. Die zusätzlichen Erzieher sollen flexibel einsetzbar sein und in erster Linie in den Einrichtungen einspringen, in denen der Krankenstand besonders hoch ist. Dieses Modell habe sich bereits in der Nachbargemeinde Zeuthen bewährt. Dort würden ebenfalls zusätzliche Erzieher bereitgehalten, hatte Dominic Lübke, Vorsitzender der SPD-Fraktion, im Vorfeld erläutert.

Einig, dass etwas getan werden muss

Knackpunkt sind, wie so oft, die Kosten: Um zwei zusätzliche Erzieher einzustellen, müsste die Gemeinde mehr als 100.000 Euro an Personalkosten pro Jahr bereitstellen.

Alle Mitglieder des Sozialausschusses waren sich einig: Was den personellen Notstand in den Einrichtungen angeht, ist der Handlungsbedarf unumstritten. Was die beste Lösung für das Problem sei, darüber war man am Dienstag jedoch geteilter Meinung: Die jeweiligen Vertreter von SPD, CDU und AfD stimmten für den Vorstoß. Grüne, Bürgerbündnis und Linke enthielten sich.

Linke: „Nicht durchdacht“

„Das Ganze ist weder gut durchdacht noch durchfinanziert“, erläuterte Claudia Mollenschott (Linke) ihre Gründe dafür, weshalb sie sich bei der Abstimmung enthalten hatte. Die Linken-Politikerin plädiert stattdessen dafür, die kürzlich gestrichenen Stunden für die Leiterinnen in den Kitas wieder aufzustocken. Zudem sprach sie sich, ebenso wie der Grünen-Fraktionsvorsitzende Andreas Körner, dafür aus, die Auszubildenden als fest eingeplante Mitarbeiter aus dem regulären Stellenplan zu streichen und stattdessen zusätzliches Personal einzustellen.

Für die Grünen signalisierte Körner grundsätzlich seine Zustimmung. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Gemeinde derzeit offene Stellen nicht besetzen könne, weil es schlichtweg keine Bewerber gebe. „Indem wir einfach neue Stellen schaffen, kriegen wir das Problem nicht gelöst“, sagte er. Um langfristig Mitarbeiter zu binden, warb Körner dafür, dass die Gemeinde Erzieher künftig selbst ausbildet. Für die Stoßzeiten oder im Krankheitsfalle könne man auf Erzieher, die bereits in Rente sind, zurückgreifen, schlug er vor. Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen einzustellen, ein Vorschlag, den Ramona Brühl vom Bürgerbündnis eingebracht hatte, ließ der Grünen-Politiker maximal als Notlösung gelten.

Verwaltung verweist auf Personalschlüssel vom Land

„Zwei zusätzliche Stellen können wir auf lange Sicht gut gebrauchen“, warb Tim Kolbe von der SPD für den Antrag seiner Fraktion. „Klar ist das eine finanzielle Frage, aber dafür haben wir Verlässlichkeit“, sagte Markus Witteck (CDU). Die Verwaltung sieht trotz des hohen Krankenstands keinen Handlungsbedarf. Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) verwies am Dienstag erneut darauf, dass die Gemeinde beim Personalschlüssel das gesetzlich vorgeschriebene Soll erfülle.  

Von Josefine Sack

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