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Schulzendorf Richtfest im Mega-Wohngebiet „Ritterschlag“
Lokales Dahme-Spreewald Schulzendorf Richtfest im Mega-Wohngebiet „Ritterschlag“
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01:15 01.04.2019
Der „Ritterschlag“ gilt als zentrales Entwicklungsquartier im Ort. Ende des Jahres sollen die ersten Bewohner einziehen. Quelle: Josefine Sack
Schulzendorf

Glücksburg, Small Urban und Viverium: Die Reihen- und Doppelhäuser, die derzeit zwischen der Ernst-Thälmann-Straße und der Miersdorfer Straße entstehen, haben verheißungsvolle Namen. Ende dieses Jahres sollen die ersten Bewohner einziehen. Bislang läuft bei dem millionenschweren Bauprojekt der Hanseatischen Immobilien Treuhand GmbH (Hit) alles nach Plan. Am Freitag wurde in dem neuen Wohnquartier „RitterschlagRichtfest gefeiert.

Zum Kommentar geht es hier.

Normalerweise wird Richtfest gefeiert, wenn der Rohbau eines Gebäudes fertiggestellt und der Dachstuhl errichtet ist. Im nördlichen Teil des Baugebiets ist ein Großteil der Dächer längst gedeckt. Auch Fenster sind bereits eingebaut worden. „Das stimmt, weiter hinten hat bereits der Innenausbau begonnen“, sagt Peter Beckmann, Bauleiter bei der Hit-Unternehmensgruppe.

Großteil der Interessenten stammen aus Berlin

Glücksburg, Small Urban und Viverium: Die Reihen- und Doppelhäuser, die derzeit zwischen der Ernst-Thälmann-Straße und der Miersdorfer Straße entstehen, haben verheißungsvolle Namen. Quelle: Josefine Sack

Warum es dort schneller vorangeht? Ein Investor habe dort gleich 30 Ensemblehäuser auf einmal von der Hit erworben, so Beckmann. Doch auch im südlichen Baugebiet geht es voran. Das Interesse an den Eigenheimen sei groß, lässt Makler Torben Busse durchblicken. Gut dreiviertel der Interessenten – darunter viele junge Familien und Paare – stammen aus Berlin. Der Rest sei aus der Region. „Noch sind nicht alle Häuser verkauft“, verrät Busse.  

Bürgermeister Markus Mücke (parteilos), einige Gemeindevertreter und Bauarbeiter beim Richtfest im „Ritterschlag“. Quelle: Josefine Sack

Auch an seniorengerechtes Wohnen wird gedacht

Auf gut 90.000 Quadratmeter entstehen 160 Reihen- und Doppelhäuser, darunter auch 22 seniorengerechte Bungalows. Für deren Bewirtschaftung soll sogar eine Wohnungseigentümergemeinschaft gegründet werden. Ein eigenes Blockheizkraftwerk soll zudem die Energieversorgung in dem neuen Wohngebiet sicherstellen. 10.000 Quadratmeter Straßen werden gebaut und tausende Bäume gepflanzt.

Das Mittelreihenhaus mit drei Etagen, einem kleinen Garten und zwei Pkw-Stellplätzen gibt es ab 327.900 Euro. Je nach Haustyp variieren die Grundstücksflächen zwischen 200 und 700 Quadratmetern. Auch im Norden Richtung Freiligrathstraße wird gebaut: Dort entstehen noch fast einmal so viele Eigenheime des Fürstenwalder Projektentwicklers Bonava.

Geschichte eines alten Ritterguts

Der „Ritterschlag/Ritterfleck“ ist das zentrale Entwicklungsquartier im Ort. Der Grundstein ist bereits Ende der neunziger Jahre mit dem Bebauungsplan gelegt worden.

Der Name geht auf eine alte Flurbezeichnung von 1600 zurück. Auf dem Areal befand sich einst ein Rittergut. Zu den Pächtern zählte die Adelsfamilie Britzke. Später gehörte das Land der Berliner Adelsfamilie Israel. Sie errichtete an der heutigen Miersdorfer Straße die alte „Spielschule“, einen Kindergarten für die Kinder der Gutsarbeiter. Zu DDR-Zeiten wurde der „Ritterschlag“ als Militärfläche genutzt.

Von Josefine Sack

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