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Dahme-Spreewald Schulzendorfer bei „The Voice Senior“
Lokales Dahme-Spreewald Schulzendorfer bei „The Voice Senior“
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17:53 28.12.2018
Der Schulzendorfer Steffen Martin bei einem Auftritt der Castingshow „The Voice Senior“. Quelle: foto: Andre Kowalski/Sat.1
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Schulzendorf

Eigentlich ist Steffen Martin schon ein alter Hase im Musikgeschäft. Seit 40 Jahren greift der Schulzendorfer regelmäßig zur Gitarre und röhrt Rock-Klassiker ins Mikro. Seinen bisher größten Auftritt hatte der 64-Jährige jedoch nicht mit einer seiner Coverbands, sondern in der Sat.1-Castingshow „The Voice Senior“.

Das neue Format ist ein Ableger der erfolgreichen Talentshow „The Voice“ und ging am 23. Dezember an den Start. Das Prinzip ist dasselbe: In der ersten Runde, bei den sogenannten Blind Auditions, sitzen die Jurymitglieder mit dem Rücken zu den Kandidaten – und drehen sich erst um, wenn ihnen gefällt, was sie hören. Danach kämpfen sich die Talente von Runde zu Runde bis ins Finale, bei dem dann die Zuschauer entscheiden dürfen, wer gewinnt.

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Bei den „Blind Auditions“, der ersten Runde, trat Steffen Martin mit dem Ärzte-Hit „Junge“ an. „Ich war schon sehr angespannt, aber habe das Ding dann durchgezogen“, berichtet der 64-Jährige. „Das war ein unglaubliches Erlebnis.“ Sein Auftritt war denn auch ein voller Erfolg.

The BossHoss sind „coole Jungs“

Nach und nach gaben ihm drei der vier Jurymitglieder grünes Licht. Die Popstars Mark Forster, Sasha und das Duo von The Boss Hoss hätten den Schulzendorfer gern unter ihre Fittiche genommen. Am Ende entschied sich Martin für Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss als Coaches, weil sie ihm musikalisch am ähnlichsten seien. „Coole Jungs“ nennt der 64-Jährige die beiden. „Die geben sehr gute Tipps.“

Die Coaches haben Martin dabei geholfen, sich auf die nächste Runde vorzubereiten. Am Sonntag muss sich der Schulzendorfer in den sogenannten Sing Offs beweisen und gegen die anderen Kandidaten durchsetzen. Auch diesmal wird er mit einem deutschen Song antreten: „Du schreibst Geschichte“ von der Indierockband Madsen soll den Schulzendorfer ins Finale katapultieren. Mit dem gitarrenlastigen Stück bleibt er seiner Linie treu. „Ich bin ein Rocker. Ich fahre Motorrad und ich höre und mache gerne Rockmusik“, sagt Martin.

Musik habe ihn sein ganzes Leben lang begleitet. Im Alter von 14 Jahren spielte der Schulzendorfer zum ersten Mal in einer Band. Zu DDR-Zeiten zog er mit Coverbands um die Häuser. Zuletzt spielte er unter anderem in einer Gruppe namens „Korrupte Wohnraumlenkung“, wann immer er neben seinem Job als Sicherheitsberater Zeit dazu fand.

Ein Leben voller Musik

„Es gibt ein paar Eckpunkte im Leben, und einer davon ist die Musik“, sagt der 64-Jährige. Dass es eine musikalische Castingshow für Künstler in seinem Alter gibt, freut ihn sehr. „In meinem Alter hat man mehr zu erzählen als zum Beispiel ein 18-Jähriger“, sagt Martin. „Wer ein bisschen singen kann, dem empfehle ich, auch mal sein Glück zu versuchen.“ Er selbst sei vor seinem Show-Debüt trotz Bühnenerfahrung „unglaublich aufgeregt“ gewesen.

Am Sonntag wird um 20.15 Uhr die dritte und somit vorletzte Folge der Staffel ausgestrahlt. Nur zwei von fünf Sängern pro Team dürfen ins große Finale am 4. Januar einziehen. Steffen Martins Traum wäre es, in die letzte Runde zu kommen und dann ein paar englischsprachige Rock-Klassiker zum Besten zu geben, die er schon oft gespielt hat: „Wenn ich ins Finale komme, würde ich gerne etwas von AC/DC oder Led Zeppelin singen“, berichtet er.

Von Hannah Rüdiger

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