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Sterntaler Sterntaler für syrische Flüchtlingsfamilie
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11:44 07.12.2016
Die Neu-Jüterboger Baraa und Saad Alhadj Ali mit ihrem 13 Monate alten Sohn Achmed. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Mit der Erinnerung an den Bombenhagel wird es Baraa und Saad Alhadj Ali wohl so gehen, wie unseren Eltern und Großeltern: Die Erinnerung an das Leid und die Angst wird ein Leben lang halten. Als die heute 22-Jährige und ihr sieben Jahre älterer Mann im Oktober 2014 in der syrischen Stadt Daraa heirateten, hätten sie nicht geglaubt, dass sie so bald ihrer Heimat den Rücken kehren würden.

Kennen tun sich die beiden bereits seit ihrer Kindheit, da sie zur selben Großfamilie gehören. „Dass der künftige Ehepartner aus der selben Großfamilie stammt, ist in Syrien sehr üblich“, weiß Rosemarie Lüdemann, die sich ehrenamtlich um die Familie kümmert, seit diese in Jüterbog lebt.

Als der Krieg kam

Doch schon bald machte der Krieg das Leben in Daraa unmöglich. Als eine Bombe ihr zweites Zuhause, wohin sie geflohen waren, zerstörte, entschieden sich die beiden zur Flucht nach Europa. Hier, wussten sie aus den Medien und den Erzählungen anderer, brauche schließlich niemand Angst davor zu haben, dass sein Haus von einer Bombe zerstört wird. Die Entscheidung für Deutschland fiel der hochschwangeren Frau und ihrem Mann nicht schwer. In Deutschland, hatten sie sich kundig gemacht, käme man auch als Behinderter gut zurecht. Denn Saad Alhadj Ali, der in seiner Heimat als Friseur gearbeitet hat, ist seit seiner Geburt taubstumm und kann sich nur durch Gebärdensprache und durch das Schreiben mit seinen Mitmenschen verständigen.

Mitte September 2015 machten sich die beiden auf den Weg ins friedliche Europa. Tagelang liefen sie bis in die Türkei und gelangten als Bootsflüchtlinge nach Griechenland, von wo sich weiter nach Mazedonien durchschlugen. Dort brachte Baraa Alhadj Ali am 8. Oktober in einem Krankenhaus ihren Sohn Achmed zur Welt. Den Rat der Ärzte, sich eine längere Erholung von den Strapazen der Flucht zu gönnen und ihr krankes Bein zu versorgen, befolgte sie nicht. „Wir hatten große Angst, dass wir unser Ziel nicht mehr rechtzeitig vor dem Winter, wenn überhaupt, erreichen würden“, sagt Baraa Alhadj Ali.

Erste Stationen in Deutschland

Zwei Monate vor Weihnachten 2015 erreichte die nun dreiköpfige Familie Deutschland. Eine Flüchtlingsunterkunft in Aachen und das Erstaufnahmelager Eisenhüttenstadt waren die ersten Stationen, bevor sie ein paar Wochen später in Jüterbog ankamen, wo sie inzwischen in einer eigenen kleinen Wohnung leben.

Die größte Herausforderung für die junge Mutter ist es, dass sie sich, anders als es ihrem tradierten Rollenbild entspricht, um all die Dinge kümmern muss, die demnach der Mann tun sollte. Behördengänge fallen ihr doppelt schwer, denn sich neben ihrer Doppelrolle als Mutter und sich um alles Amtliche kümmernde Frau auch mit der deutschen Sprache zu befassen, ist ihr bisher noch nicht gelungen.

Wirtschaftlich kommen die drei dank Sozialhilfe und einmaligem Einrichtungszuschuss knapp zurecht. Ihr größtes materielles Problem sind die fehlenden Anschlüsse für Internet und Kabel-TV, um wenigstens Nachrichten aus Syrien zu empfangen, die sie verstehen können. Eine Waschmaschine konnte sich die Familie bisher noch nicht leisten und auch das Laufrad für Mohamed und das Fahrrad, das Baraa bräuchte, sind bislang ein Traum geblieben.

Von Uwe Klemens

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