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Dahme-Spreewald Streit um Förderung der Schönefelder Sportler
Lokales Dahme-Spreewald Streit um Förderung der Schönefelder Sportler
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12:17 01.02.2014
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Schönefeld

„Damit benachteiligen wir den Breiten- und Seniorensport, den wir doch eigentlich fördern wollten“, wandte Bernd-Dieter Fritz von der Linksfraktion ein. Die Fördervoraussetzungen, die bei der Abrechnung des Vorschusses erfüllt werden müssten, seien nur von Mannschafts- und Wettkampf-Vereinen einzuhalten. „Bei Breitensportlern fallen in der Regel keine Kosten für Trainer, Ausbildungslehrgänge, Wettkämpfe oder Startgebühren an“, sagte er.
Sein Fraktionsvorsitzender Wolfgang Katzer stimmte dem zu. „Das ist eine prägende Veränderung“, meinte er. Für manche Sportgruppe sei die bisherige Pauschale die finanzielle Hauptquelle gewesen. Sie betrug 20 Prozent der jeweiligen Maximalförderung. Insgesamt gibt die Großgemeinde für die Unterstützung ihrer Sportler 80 000 Euro aus. Der strittige 20-prozentige Satz beläuft sich also auf 16 000 Euro.
Die Förderung sei auch bisher an bestimmte Kriterien gebunden gewesen und habe in jedem Fall abgerechnet werden müssen, erklärte dagegen Hilmar Ziegler von der Schönefelder Gemeindeverwaltung. Eine Nachweispflicht habe immer bestanden. Bei der von der Arbeitsgruppe Sportförderung angeregten Änderung gehe es lediglich um eine textliche Klarstellung. Seine Argumentation unterstützte Manfred Mikoleit, der Vorsitzende des Bildungs- und Sozialausschusses. „Auch die 20 Prozent waren nachzuweisen“, betonte er. „Sinn der Vorauszahlung ist es lediglich, den Vereinen Geld zur Verfügung zu stellen, mit dem sie bereits zu Jahresbeginn operieren können.“
Zwar ließen sich die Kritiker nicht überzeugen, doch verabschiedete der Gemeinderat mit den Stimmen von 15 seiner 18 anwesenden Mitglieder die Neuformulierung. Sieben Vereinen erkannte er anschließend den Förderstatus zu: RSV Waltersdorf 09, Fit & Fun 99, SV Schönefeld 95, SV Schönefeld Freizeitsport, SV Waßmannsdorf 1956, SG Großziethen und TC Waltersdorf 99.
Zuvor war um die Kita-Bedarfsplanung gestritten worden. Wolfgang Katzer hatte bemängelt, dass in der für die nächsten drei Schuljahre aufgestellten Prognose der zu erwartende Zuzug junger Familien in die Flughafenkommune nicht berücksichtigt worden sei. „Trotzdem“, so merkte Manfred Mikoleit an, „dürften wir nach dem Ausbau der Kita Schwalbennest und der Fertigstellung des Horts in Großziethen den Bedarf befriedigen können.“ Martin Wille (CDU) wies darauf hin, dass etwa im Bereich der Kinderkrippen eine Erhöhung des Versorgungsgrades von 47 auf 57 Prozent kalkuliert worden sei.
Der Großziethener Mike Wiecker bat darum, die Einmündung des Rosa-Luxemburg-Weges auf die Rudower Allee verkehrssicherer zu machen. „Die Hauptstraße ist schlecht einzusehen“, sagte er. Zudem werde dort sehr schnell gefahren. „Eine Ampel oder eine Verkehrsberuhigung ist vonnöten“, sagte er.

Von Klaus Bischoff

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