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Dahme-Spreewald TH Wildau darf bis 2022 Unternehmen zu Digitalisierung beraten
Lokales Dahme-Spreewald

TH Wildau darf zwei weitere Jahre Wirtschaft zu Digitalisierung beraten

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18:03 19.11.2020
Die TH Wildau wird weiter die Digitalisierung des Mittelstandes in Südbrandenburg unterstützen.
Die TH Wildau wird weiter die Digitalisierung des Mittelstandes in Südbrandenburg unterstützen. Quelle: Karen Grunow
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Digitalisierung bringt für die Unternehmen des hiesigen Mittelstandes nach wie vor riesige Herausforderungen mit sich. Die Kosten sind hoch, der Aufwand ist groß und vor allem ist die Materie so komplex, dass sie für viele Unternehmer kaum zu durchschauen ist. Deshalb hatten sich vor drei Jahren mehrere Forschungseinrichtungen der Region zu einem Verbund zusammengeschlossen, der sich Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Cottbus nennt.

Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich etwas, das für interessierte Unternehmen sehr praktisch sein kann: Fünf Partner, darunter die Technische Hochschule Wildau und die IHK Cottbus, haben zusammen für interessierte Firmen Workshops organisiert, neue technische Entwicklungen und Möglichkeiten demonstriert und Firmen zu möglichen Investitionen beraten – und das alles kostenlos.

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Möglich war das, weil die Initiative seit 2017 vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert wurde. In diesen Tagen nun wurde bekannt, dass die Förderung um zwei weitere Jahre verlängert wird. Mindestens bis zum 31. Oktober 2022 soll es das Kompetenzzentrum weiter geben. Und mindestens so lange werden die beteiligten Hochschulen, Forschungszentren und Kammern nun weiter versuchen, die Digitalisierung des Mittelstandes voranzutreiben.

Die Themen, die die Partner bearbeiten, sind dabei vielschichtig. Die BTU Senftenberg etwa widmet sich Themen wie Robotik oder digitale Assistenzsysteme. Das Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) kümmert sich vor allem um die Sicherheit von Firmen-IT auf allen Ebenen und schult Firmen auf diesem Gebiet.

TH Wildau will künftig zu künstlicher Intelligenz beraten

Die TH Wildau hat sich hingegen eher auf Digitalisierung in der Logistikbranche spezialisiert. Künftig werde man aber Mittelständler auch zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Blockchain beraten. Für interessierte Unternehmer werde auf dem TH-Gelände ein Labor zugänglich sein, in dem es Trainingsveranstaltungen geben soll. Neue Projekte mit Künstlicher Intelligenz sollen dort auch umgesetzt werden, sagt Jörg Reiff-Stefan von der TH.

Und Unternehmer, die nicht durchs halbe Land reisen wollen, um sich Inspiration bei einem der Partner zu holen, sollen ab dem kommenden Jahr auch die so genannte Road-Show nutzen können. Das heißt: Es wird für einige Möglichkeiten von Digitalisierung transportable Vorführ-Beispiele geben, die Unternehmer dann auch in ihrer Firma studieren und testen können.

„Mit digitalen Technologien werden Marktpositionen gestärkt und neue Geschäftsfelder erschlossen. Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit und machen uns für eine noch wirksamere Außenwahrnehmung des Zentrums stark“, sagt Marcus Tolle, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus.

Von Oliver Fischer