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Dahme-Spreewald Einblicke in die Werkstätten der Künstler
Lokales Dahme-Spreewald Einblicke in die Werkstätten der Künstler
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19:02 05.05.2019
Kunstschmied Werner Mohrmann-Dressel zeigte seine Begeisterung für Esel und andere Tiere. Quelle: Aaliyah Sarauer
Dahmeland-Fläming

Vielfältige Kunst zum Bestaunen und selber ausprobieren gab es am Samstag und Sonntag zum Tag des offenen Ateliers. Zahlreiche Kunstschaffende in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming gaben den Besuchern am ersten Mai-Wochenende einen Einblick in ihre Arbeit. Zugänglich waren unter anderem die Holzmanufaktur Eichwalde und das Atelier des Malers und Grafikers Günter Böhme in Schulzendorf. Bei Hendrikje Zuschneid-Bertram i Kolberg präsentierten Mitglieder der „Kunstpause Prieros“ sich und ihre Arbeiten.

Kunst aus Seifenblasen

Eine besonders faszinierende Art von Bildern erwartete Interessierte in Ludwigsfelde bei Renata Tillner und Karl Richter. Sie kreieren Seifenblasenkunst. Wer jedoch denkt, dass sie Seifenblasen mit einem Pinsel auf eine Leinwand malen, irrt sich. Hier werden echte Seifenblasen auf die Leinwand gebracht. Wie normale Seifenblasen werden die Ringe in die Seifenlauge getunkt, rausgeholt, durch pusten oder durch die Hilfe eines Föhns aufgeblasen und dann über das Bild gezogen, bis die Blasen platzen. Renata Tillner studierte im spanischen Alicante Ölmalerei.

„Ich habe mir gedacht, das machen so viele, ich möchte was anderes ausprobieren.“ Auf die entscheidende Idee brachten sie letztendlich die Enkelkinder. „Sie sagten, wir haben doch mit Seifenblasen gespielt, versuche doch mal, diese auf die Leinwand zu bringen.“ Und genau das taten Renata Tillner und Karl Richter und experimentierten über drei Jahre mit Farben und Zusammensetzungen. Die Farben auf den Bildern haben einen besonderen Schimmer, und einige Seifenblasen ändern je nach Betrachtungswinkel ihre Farben.

Karl Richter und Renata Tillner investieren eine Menge Zeit, Arbeit und Herzblut in die Seifenblasenbilder. Quelle: Aaliyah Sarauer

Sie machten das erste Mal beim Tag des offenen Ateliers mit und wollen die Kunst bekannt machen. „Jedes Bild ist ein Unikat, denn jede Seifenblase gibt es nur einmal und das ist das Besondere dabei“, betonte Renata Tillner.

Zum Tag des offenen Ateliers gab in Blankenfelde auch ein Kunsthandwerker Einblicke in seine Arbeit. Der Kunstschmied Werner Mohrmann-Dressel zeigte, was mit Eisen alles hergestellt werden kann. Der gelernte Metallograf ist seit mehr als 20 Jahren als freiberuflicher Schmiedekünstler in Blankenfelde in der Schmiede. Er macht seit Jahren gern beim Tag des offenen Ateliers mit: „Die Besucher sollen gucken kommen können, und ich kann ihnen was zeigen.“

Inspiration in Alltagssituationen

In und vor der Schmiede stehen jede Menge von ihm geschaffene Tierfiguren. Die Ideen dafür kommen ihm auch in Alltagssituationen. „Ich bin mit dem Fahrrad gefahren, kam an einem Zirkus vorbei und da stand ein Esel mir fast im Weg“, erzählte er. „Man muss wissen, ich bin ein Esel-Fan. Da hatte ich mir einen Zollstock genommen und geguckt wie groß der ist“, so Werner Mohrmann-Dressel. Und so arbeitete er einige Wochen an der Figur und stellt sie nun stolz seinen Besuchern vor. „Man muss das aus Leidenschaft machen, sonst würde man die Anstrengung nicht auf sich nehmen können“, betonte der Kunstschmied.

Von Aaliyah Sarauer

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