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Dahme-Spreewald Land führt Tempolimit 130 auf der A 13 ein
Lokales Dahme-Spreewald Land führt Tempolimit 130 auf der A 13 ein
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16:52 09.05.2019
Lange Staus in Richtung Schönefelder Kreuz sind keine Seltenheit. Auf der A 13 kracht es regelmäßig. Quelle: aireye
Königs Wusterhausen

 Spätestens ab Herbst dieses Jahres soll auf der Autobahn A 13 Tempolimit 130 gelten. Das Land Brandenburg plant, die Höchstgeschwindigkeit zwischen dem Schönefelder Kreuz und dem Autobahndreieck Spreewald auf beiden Richtungen auf 130 Stundenkilometer zu begrenzen und ein komplettes Überholverbot für LKW einzuführen.

Hintergrund ist die Verkehrsunfallbilanz 2018, die Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) Anfang des Jahres gemeinsam mit dem Innenministerium vorgelegt hat. Demnach ist die Zahl der Unfälle auf der A 13 in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. „Spätestens ab dem dritten Quartal soll auf dem gesamten Abschnitt Tempo 130 und ein LKW-Überholverbot gelten“, bestätigte Steffen Streu, Pressesprecher des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung.

LKW-Unfälle auf der A 13 sind keine Seltenheit

Zuvor hatte bereits die Autobahnunfallkommission des Landes ein Tempolimit auf der zweispurigen Autobahn empfohlen. Dass es auf der A 13 immer wieder zu schweren Unfällen mit LKW kommt, liegt in erster Linie an den unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge, die dort unterwegs sind: „Die Lastwagen fahren mit deutlich geringerer Geschwindigkeit als Pkw“, sagte Streu. Regelmäßig kommt es auf dem Streckenabschnitt zu Unfällen, wenn ein LKW ausschert. „Wir können nur vermuten, dass auch Aufmerksamkeitsdefizite eine Rolle spielen“, so der Sprecher.    

Wirtschaftsvertreter sehen das Tempolimit kritisch: „Aus Sicht unseres Verkehrsausschusses werden mit dem Tempolimit sowie dem Überholverbot für LKW die eigentlichen Probleme der A 13 nicht gelöst“, sagt der stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, Jens Krause.

Kritik kommt aus der Wirtschaft

Durch die Maßnahmen könnten Auffahrunfälle auf Stauenden oder Baustellen kaum verhindert werden. Außerdem sei ein Großteil der Strecke aufgrund von Betonkrebs baufällig und bereits auf Tempo 80 beziehungsweise Tempo 100 begrenzt – „ohne Besserung der Situation“, so Krause.

Die IHK Cottbus führt derzeit eine Umfrage zum geplanten Tempolimit auf der A 13 unter ihren Mitgliedsunternehmen durch. Die Autobahn gilt als wichtigste Verbindung in Südbrandenburg und damit als Lebensader für die südbrandenburgische Wirtschaft. „Viele der mehr als 63.000 Pendler von und nach Berlin und Sachsen nutzen die A 13. Auch die Logistikzentren rund um die boomende Flughafenregion sind in besonderer Weise von jedem Eingriff in die Verkehrsinfrastruktur betroffen“, begründet Krause die Mitgliederbefragung.

ADAC: neue Gefahrenquellen durch LKW-Schlangen

Laut der im Januar erschienenen IHK-Verkehrsanalyse BER wird sich die Verkehrsbelastung spätestens mit der Eröffnung des Großflughafens und des prognostizierten Wachstums in dessen Umfeld künftig noch stärker verdichten. Die Studie geht von 500.000 zusätzlichen Fahrzeugen aus. Die IHK hat bereits einen Maßnahmenkatalog erarbeitet (die MAZ berichtete) und fordert unter anderem den Ausbau der A 13 südlich des Schönefelder Kreuzes.

Der ADAC begrüßt das Tempolimit grundsätzlich. Auch ein LKW-Überholverbot sei durchaus sinnvoll, sagte eine Sprecherin. Gleichzeitig warnt der ADAC vor einem Überholverbot auf der gesamten Strecke: „Durch große LKW-Schlangen entstehen an Auf- und Abfahrten potenzielle neue Gefahrenquellen für Pkw.“

Von Josefine Sack

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