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Dahme-Spreewald Testlauf für neuen Fahrplan
Lokales Dahme-Spreewald Testlauf für neuen Fahrplan
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05:19 14.12.2016
Bushaltestelle am Bahnhof Königs Wusterhausen. Der neue Fahrplan ist seit Sonntag in Kraft. Quelle: Gerlinde Irmscher.
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Königs Wusterhausen

Seit Sonntag gilt der neue Bus-Fahrplan der Regionalen Verkehrsgesellschaft RVS. Mit den Umstrukturierungen im Schenkenländchen gab es „die gravierendsten Einschnitte“ seit Jahren, wie RVS-Sprecher Lutz Strohschein am Dienstag sagte. Für ein erstes Fazit sei es noch zu früh. Aber es deutet sich schon an, wo es rollt – und wo nicht.

Schüler kommen schneller nach Königs Wusterhausen

Im Schenkenländchen sei es laut Strohschein vor allem darum gegangen die Fahrzeiten für Schüler nach Königs Wusterhausen zu verkürzen. „Es gab nur eine Lösung. Sie müssen die Regionalbahn nutzen können.“ Da die beiden Königs-Wusterhausener Gymnasien den Unterrichtsbeginn auf acht Uhr verschoben haben, klappe das jetzt.

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Der Bus-Fahrplan sei so getaktet, dass Schüler auch die Oberschulen in Königs Wusterhausen sowie die Schulen in Zeuthen, Wildau und Eichwalde pünktlich erreichen können. Zwischen den Bahnhöfen Bestensee und Groß Köris fahren laut RVS fast doppelt so viele Busse auf der Linie 726, montags bis freitags im Stundentakt. Auf der Stadtlinie Königs Wusterhausen gibt es ebenfalls eine Änderung, nachdem im Vorjahr schon der 20-Minuten-Takt in der Woche eingeführt wurde, fahren die Busse nun am Wochenende im 60-Minuten-Takt. Vorher fuhren sie alle zwei Stunden.

Beschwerden aus Heidesee

Beschwerden gab es schon vor dem Fahrplanwechsel aus Heidesse, insbesondere aus den Ortsteilen Streganz und Prieros. Der Gemeindevertreter und Prieroser Ortsvorsteher Kersten Haase berichtet von „massiven Problemen“ auf der Linie 724. So würden Schüler aus Streganz, die zur Gesamtschule in Zeuthen müssen, morgens in Königs Wusterhausen die S-Bahn nicht mehr erreichen. Sie hätten keine Chance, pünktlich in die Schule zu kommen. Schwierig sei es auch auf der Rückfahrt, der letzte durchgehende Bus fahre um 14.30 Uhr nach Streganz.

Lutz Strohschein bestätigte, dass die Streganzer morgens die S-Bahn verpassen oder so früh fahren müssen, dass sie eine lange Wartezeit haben. Die RVS sei anhand der Daten davon ausgegangen, dass aus Streganz keine Schüler nach Zeuthen müssen. Das werde jetzt geprüft. „Wenn das so ist, werden wir den Bus wieder von Streganz fahren lassen“, sagte er.

Verspätungen und volle Busse

Probleme gebe es derzeit mit Busverspätungen. So verpassen Fahrgäste zum Beispiel die S-Bahn nach Zeuthen. In Bestensee kamen am Montagmorgen nicht alle Schüler mit dem Zug mit, er hatte nur drei statt fünf Waggons. Am Dienstagmorgen verpasste der Bus den Zug in Bestensee wegen einer Verspätung. Laut Strohschein wurden die Schüler mit einem Reservebus nach Königs Wusterhausen gebracht.

Die RVS werde in den kommenden Wochen prüfen, wo nachgebessert werden muss, sagte Lutz Strohschein. „Wir haben im Moment morgend und abends relativ volle Busse und fahren uns Verspätungen ein, teilweise funktionieren Anschlüsse nicht.“ Spätestens zum 30. Januar sollen Schwachstellen im neuen Fahrplan korrigiert werden.

Von Frank Pawlowski