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Dahme-Spreewald Frauenpower pur: „Animata“ feiert 15-jähriges Jubiläum
Lokales Dahme-Spreewald Frauenpower pur: „Animata“ feiert 15-jähriges Jubiläum
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08:55 29.03.2019
Die Animata-Unternehmerinnen beim monatlichen Klüngel-Abend in einem Restaurant in Zeuthen. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

Man könnte meinen, dass Frauen heute alles dürfen: den Führerschein machen, ein Unternehmen führen, Kanzler werden. Und trotzdem gibt es immer noch Orte, die Frauen verschlossen bleiben. Herrenclubs zum Beispiel. Solche „Kumpelrunden“ dienen in erster Linie als Kontaktbörse und Machtzentrum und sind meist nur Männern vorbehalten.

Die Frauen in der Region wollten sich damit nicht zufrieden geben – und gründeten schon vor Jahren einen eigenen Club. In diesem Jahr feiert „Animata“, dahinter verbirgt sich die Allianz der Unternehmerinnen Berlin-Brandenburg, sein 15-jähriges Jubiläum. Der Vereinsname steht für „Frauen in Bewegung“. Er leitet sich aus dem Lateinischen ab: „Anima“ bedeutet so viel wie „Lufthauch, Lebenskraft“.

Vorträge und Workshops

Die Frauen von „Animata“treffen sich in der Regel jeden letzten Mittwoch im Monat gegen 18.30 Uhr an wechselnden Orten. Frauen, die am Austausch interessiert sind, sind zu den Treffen herzlich eingeladen. Die Termine:

Am 5. Maium 19 Uhr laden die Unternehmerinnen zum Diskussionsabend rund um Europa mit dem Bundestagsabgeordneten Helmut Scholz (Linke) ins Bürgerhaus Zeuthen ein.

Am 28. Maiinformiert die Systemberaterin Annette Lorz ab 18 Uhr in Kablow, Mühlenweg 21, zum Thema „Fit als Unternehmerin“.

Am 5. Juniladen die Unternehmerinnen ab 16 Uhr zum Animata-Sommerfest nach Neue Mühle, Fasanenweg 8.

Der nächste„Klüngel-Abend“ findet am 30. Oktober statt.

AktuelleHinweise unter www.animata-unternehmerinnen.de

Erste Kontakte in 2003

Bereits ein Jahr vor der Vereinsgründung gab es unter den Unternehmerinnen im Landkreis Dahme-Spreewald erste Kontakte. 35 Selbstständige, Geschäftsführerinnen von Firmen und Einzelunternehmerinnen trafen sich 2003 in Wildau auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises, Elke Voigt. Ziel war es, die Interessen von Unternehmerinnen und Selbstständigen zu bündeln und ihnen spezielle Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten.

Der Grundstein für die Animata-Gründung war gelegt. Heute hat der Unternehmerinnen-Verein rund 20 Mitglieder. Längst steht bei den Treffen nicht mehr das Geschäftliche im Vordergrund – auch wenn die „Animatas“, wie sich die Frauen selbst nennen, in ihrer Broschüre weiter mit dem Slogan „Erobern Sie mit uns neue Märkte“ um neue Mitglieder wirbt.

Der Austausch steht im Vordergrund

„Es geht um den Austausch untereinander, ganz außerhalb der Konkurrenzsituation“, sagt Marina Scholz, Vorstandsvorsitzende der Unternehmerinnen. „Wir haben den Anspruch, Einzelunternehmerinnen, die sonst allein auf weiter Flur stehen, zu unterstützen.“

Aus dem, was einst lokal startete, ist mittlerweile ein Projekt geworden, das weit über die Grenzen von Berlin und Brandenburg hinausreicht. So sind nicht nur Unternehmerinnen aus der Haupstadtmetropole mit an Bord. Die Frauen bringen sich auch international ein. In den vergangenen Jahren hatten die Animatas Frauenverbände aus dem Ausland zu Gast oder reisten nach Istanbul oder Polen, um mit Unternehmerinnen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Lokal gestartet, global vernetzt

2014 reisten die Frauen sogar bis nach Phnom Penh in Kambodscha, wo sie sich unter anderem an einem Hausbauprojekt für mittellose Familien und das erste Frauen-Krankenhaus einsetzten.

Regelmäßig treffen sich die Unternehmerinnen zum gemeinsamen „Klüngeln“. In geselliger Atmosphäre tauschen sie sich über Themen, die sie bewegen, aus. In dieser Woche hat Inis Friederici das Buch „Wenn Männer mir die Welt erklären“ von Rebecca Solnit mitgebracht. „Wir sind gestandene Frauen. Wir müssen uns nicht belehren lassen“, sagt Friederici.

„Ich schätze das lockere Band, das uns über den geschäftlichen Rahmen hinaus verbindet“, sagt Kerstin Albrecht. Aus den Treffen schöpfe sie neue Inspirationen.

Von Josefine Sack

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