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Dahme-Spreewald Wackliger Aufstieg für Passanten am Bahnhof
Lokales Dahme-Spreewald Wackliger Aufstieg für Passanten am Bahnhof
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13:54 11.09.2013
Bei 50 Stufen rauf, 50 Stufen runte muss man ganz schön tief Luft holen. Quelle: Anne S. Wildermann
Königs Wusterhausen

Keuchend und schwer atmend kommt der Radler mit seinem sportlichen Gefährt unten auf Gleis eins am Bahnhof Königs Wusterhausen an. Der gebräunte und bebrillte Mann aus Schöneweide will eine Radtour durch die Region machen. Dass bereits die Überquerung der Gleise eine sportliche Herausforderung ist, damit hatte der 73-Jährige nicht gerechnet. Gemeint ist das Ungetüm an provisorischer Brückentreppe, die das erste und das zweite Gleis am Bahnhof verbindet. Seit dem 5. September ist sie in Betrieb. "Anscheinend geht es ja nicht anders, wenn man in Königs Wusterhausen ankommt", sagt der Radfahrer resigniert. Ärgerlich sei das Ganze aber schon, ergänzt er.

Der ursprüngliche S-Bahn-Aufstieg zu den Gleisen, ein alter und heruntergekommener Fußgängertunnel am Westzugang, ist gesperrt. Grund: Die Bahn und die Stadt wollen den Tunnel erneuern sowie den gesamten Bahnhofsvor- und Hinterplatz. Die Arbeiten dazu laufen schon. Insgesamt betragen die Baukosten seine Summe von 1,2 Millionen Euro. 65 Prozent davon trägt die Bahn und 35 Prozent die Stadt Königs Wusterhausen.

Behindertenfreundlich ist die provisorische Brücke, die aus Gerüststangen und durchlöcherten Treppenstufen besteht, nicht. 50 Stufen führen hinauf und 50 Stufen führen auf der anderen Seite wieder hinunter. Für Menschen mit Handicaps, einem Rollator oder einem Kinderwagen wird die Treppe zu einem fast unüberwindlichen Hindernis. Selbst Reisende mit viel Gepäck mühen sich ab und hieven die Koffer langsam hinunter. Dabei kommt das Treppenkonstrukt ganz schön ins Wackeln. Stabil ist anders. "Bleibt nur zu hoffen, dass niemand hinfällt oder ausrutscht", sagt der Radfahrer aus Schöneweide. Auszuschließen ist ein Unfall nicht, denn die Treppenbrücke bleibt bis September 2014 stehen, denn dann wird erst der Tunnel nach Angaben des Bahnsprechers Gisbert Gahler fertig gestellt sein.

Braune Pressspanplatten dienen als Dach für die Brücke, damit die Stufen und die Fahrgäste nicht nass werden. Für die Nächte und die dunklen Wintermonate gibt es sogar Lampen, die an der Decke angebracht sind. Damit hört aber auch schon jeglicher Komfort auf.

Beschwerden und Anfragen hagelte es schon bei der Stadt Königs Wusterhausen. "Diese provisorische Treppe ist eine komplizierte Geschichte", sagt Katrin Dewart-Weschke, Sprecherin der Stadt. Betroffene beschwerten sich laut Rathaussprecherin über die Instabilität der Brücke und dass sie behindertenunfreundlich sei. Weitere Fragen wollte Dewart-Weschke allerdings nicht beantworten und verwies an die Bahn, die auch Bauherr ist.

Dort weiß man um die Probleme und ist bemüht "die Fahrgäste nicht abzuhängen" wie sich Bahnsprecher Gisbert Gahler ausdrückt. Aus diesem Grund, vor allem für Rollstuhlfahrer, bietet die Bahn einen "Mobilitätsservice an. "Der kann auch von Fahrgästen mit Rollatoren, Kinderwagen, Fahrrädern und ganz viel Gepäck genutzt werden", versichert Gahler. Allerdings sollte die Nutzung im Vorfeld angekündigt werden, damit eine Überquerung der Gleise garantiert wird. In der Zeit von 8 bis 18Uhr stehen die Mitarbeiter zur Verfügung.

Den Vorwurf, die provisorische Brücke wackle und sei instabil, weist Gahler zurück: "Die Fußgängerüberführung wurde nach den Regeln der Technik gebaut und hat einen standfestsicheren Nachweis." Die extreme Höhe der Brücke begründet der Sprecher mit den vorhandenen Oberleitungen.

Von Anne S. Wildermann

Unter der Servicenummer der Bahn 01806/996633 können Betroffene sich anmelden. Die Hotline ist rund um die Uhr erreichbar. Allerdings ist sie kostenpflichtig, 20Cent pro Anruf aus dem Festnetz und 60Cent pro Anruf aus dem Mobilnetz.

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