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Dahme-Spreewald Lieberoser Heide brennt immer noch
Lokales Dahme-Spreewald Lieberoser Heide brennt immer noch
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01:16 01.07.2019
Ein Löschfahrzeug fährt am Rande eines stark munitionbelasteten Gebietes (Rote Zone) zur Wassertankstelle. Quelle: Bernd Settnik/dpa
Lübben

Auch am fünften Tag dauern die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide an, der Einsatzleiter schließt derzeit aber aus, dass sich der Waldbrand weiter ausbreitet. Das Feuer auf dem munitionsbelasteten Gelände konnte aber seit Dienstag auf einer zusammenhängenden Fläche von 100 Hektar eingedämmt werden, berichtete der Landkreis Dahme-Spreewald am Freitagnachmittag.

Laut Einsatzleiter Christian Liebe ist der Brand unter Kontrolle. Aufgrund der stabilen Lage schließe er eine weitere Brandausbreitung derzeit aus. Folglich müssen auch keine Evakuierungsmaßnahmen oder Straßensperrungen in Betracht gezogen werden, so der Landkreis. Die Einsatzkräfte haben die Lage im Griff, müssten aber mit den wieder ansteigenden Temperaturen sowie Staub- und Rauchbelastung kämpfen.

Am Boden können die Flammen nur von den gesicherten aber schwer befahrbaren Zuwegungen aus gelöscht werden, da ein Betreten des mit Kampfmitteln belasteten Gebiets selbst zu gefährlich wäre.

Der Großteil der Waldfläche besteht derzeit aus Glutnestern. Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Löschwasser wird über zwei fest eingerichtete Entnahmestellen aus dem Zieste- und dem Teerofenseen gewährleistet.

In der Lieberoser Heide werden die Löscharbeiten vermutlich noch Tage dauern.

Derzeit sind allerdings noch immer 54 Löschfahrzeuge mit 245 Einsatzkräften der Feuerwehren aus verschiedenen Kreisen vor Ort. Außerdem unterstützen das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe sowie der Katastrophenschutz und Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg die Löscharbeiten. Bis zum Einbruch der Dunkelheit bekämpfen zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei das Feuer aus der Luft.

Aus einem 30.000 Liter fassendem Faltbehälter werden Löschfahrzeuge beim Großbrand in der Lieberoser Heide betankt. Quelle: Bernd Settnik/dpa

Der Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Lieberoser Heide war am Montagnachmittag ausgebrochen und hatte sich im Laufe der darauffolgenden Nacht auf bis zu 100 Hektar ausgebreitet. Die Brandbekämpfung wird durch die schlechte Zuwegung und die hohen Tagestemperaturen in unmittelbarer Nähe zur munitionsbelasteten roten Zone des früheren Truppenübungsplatzes Lieberoser Heide erschwert. Es handelt sich um Reservatsflächen im Besitz der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

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Von Carsten Schäfer

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