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Dahme-Spreewald Wie man den BER mit dem Fahrrad entdecken kann
Lokales Dahme-Spreewald Wie man den BER mit dem Fahrrad entdecken kann
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06:17 11.07.2019
Mit dem Fahrrad kann man den BER und das Flughafenareal aus unterschiedlichsten Blickwinkel entdecken. Quelle: Nadine Pensold
Schönefeld

Im Sommer ist der Flughafen nicht nur als Anlaufstelle für Ferienreisende gefragt, die von Schönefeld aus in den Urlaub starten wollen. Auch Radfahrer steuern nun vermehrt den Flughafen an – beziehungsweise die Wege, die rings um die Schönefelder Terminals und den künftigen Hauptstadtflughafen BER herumführen.

Der Rangsdorfer Radausflugs-Experte Günter Mehlitz bereitet zum Beispiel gerade wieder seine Tour 12 „Rund um den BER ab Rangsdorf“ vor. Am 17. August geht es 44 Kilometer lang in einer großen Runde über Wald-, Feld- und Radwege und auf Nebenstraßen durch Bohnsdorf, die Siedlung Hubertus und Karlshof – und damit einmal um das Airport-Areal. „Der BER spielt dabei nicht die ganze Zeit die Hauptrolle. Diese Strecke zeichnet sich auch durch sehr schöne landschaftliche Passagen aus“, sagt Günter Mehlitz.

BER-Radweg: Rund vier Kilometer Radweg werden noch ausgebaut

Deutlich mehr im Fokus steht der Flughafen, wenn man sich zum „Airport Runway 3“ aufmacht – ein Radweg auf dem man den BER einmal umrunden kann. 22 Kilometer lang soll diese Strecke einmal sein, denn wie der BER selbst, ist auch dieser Radweg noch eine Baustelle. „Für den Lückenschluss fehlen noch knapp vier Kilometer am südlichen Flughafenzaun“, sagt Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos). Zudem fehlt noch eine Brücke, die auf dem Abschnitt nach Waltersdorf in Kienberg über die Eisenbahnschienen führen soll. Die entsprechenden Baugenehmigungen liegen bereits vor, sagt Udo Haase. „Spätestens nächstes Jahr wird die Brücke da sein.“

Das Areal rund um den Flughafen Schönefeld und den BER kann man mit dem Fahrrad umrunden. Und hier führt die Strecke entlang:

Auch wenn die Strecke noch nicht komplett asphaltiert ist, lässt sich die Tour gut meistern. Als Startpunkt eignet sich der Schönefelder Bahnhof. Von dort geht es erst einmal die Mittelstraße entlang Richtung Waßmannsdorf, vorbei an Schönefeld-Alt und der Dorfkirche gelangt man schnell auf den Radweg entlang der B 96. Linkerhand erstreckt sich ein Feld, dahinter ist schon das BER-Gelände zu sehen. Da man dort die startenden und landenden Flugzeuge beobachten kann, trifft man bereits dort die ersten sogenannten Plane-Spotter, die mit großen Teleobjektiven und viel Geduld auf Flugzeuge warten, um ein gutes Foto zu schießen.

Schönefelder Meilensteine geben die Richtung an

Explizit ausgezeichnet ist die Radtour um den BER leider nicht, als Orientierung dienen aber die gut sichtbaren Meilensteine an Kreuzungen und Gabelungen. Knapp 50 Stück gibt es davon mittlerweile im Gemeindegebiet von Schönefeld. Auf dieser Tour folgt man den Wegmarkierungen Richtung Waßmannsdorf und Selchow, fährt unter anderem vorbei an der Hurricane Factory, dem Hofladen Sauerwald und durch Selchow.

Am ILA-Messegelände angekommen, hält man sich rechts Richtung Glasow. Hier verliert man den Flughafen erst einmal aus den Augen. Dafür geht es vorbei an blühenden Wiesen und Feldern. Vor der Auffahrt zur B 96 geht es dann zurück auf den BER-Kurs. Eine kleine Anhöhe muss erstrampelt werden, dafür hat man dann gleich einen tollen Blick über das komplette Flughafenareal und die startenden beziehungsweise landenden Flugzeuge. Kein Wunder, dass auch dort einige Rad- und Motorradfahrer Halt machen, um die ankommenden und startenden Flieger zu beobachten.

40-Kilometer-Tour um den BER

Günter Mehlitz aus Rangsdorf bietet am Sonnabend, 17. August, eine geführte Radtour rund um den BER an.

Die Strecke von gut 40 Kilometer führt großzügig um das Flughafenareal herum. Gefahren wird auf Feld-, Wald- und Radwegen sowie auf Nebenstraßen. Auf halber Strecke wird in die Gaststätte „Zur alten Hecke“ in Waltersdorf eingekehrt.

Die Tour dauert rund 4,5 Stunden, der Schwierigkeitsgrad ist mittel. Die Strecke ist für normale Fahrräder geeignet, allerdings nicht für Rennräder.

Treffpunkt ist um 10 Uhr vor dem Netto-Supermarkt (schwarz-gelb) auf dem Parkplatz am Stadtweg in Rangsdorf. Startgebühr: 6 Euro. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Weitere Touren und Termine gibt es unter www.radtouren-rangsdorf.de

Nun geht es immer geradeaus – direkt am Zaun des BER und parallel zur südlichen Start- und Landebahn entlang. Doch bald ist Schluss mit leisem Rollen auf Asphalt, denn der Feld- und Schotterweg beginnt. Nun heißt es nicht nur mehr in die Pedale treten, sondern auch aufmerksam bleiben. Denn schnell erliegt man der Versuchung, auf einen der Wege in etwas besserer Verfassung abzubiegen. An einer Stelle ist es besonders tückisch, da sich der Feldweg gabelt und der BER-Rundweg unscheinbar an einem Gebüsch vorbeischlängelt. Schlimm ist es aber nicht, denn der kleine Umweg führt unter jungen Eichen und an einem Getreidefeld vorbei nach Rotberg. Dort kann man am Ortsende wieder links Richtung Flughafen abbiegen und gelangt schnell wieder auf die eigentliche Strecke.

Schönefeld baut Fahrradinfrastruktur weiter aus

Spätestens 2023 soll das 83 Kilometer große Radwegenetz von Schönefeld fertig sein. Der Radweg um den BER macht dann rund ein Viertel dieser Infrastruktur aus. Doch neben dem „Airport Runway 3“ gibt es noch weitere Projekte für den Fahrradverkehr – zum Beispiel den Lückenschluss zwischen Klein Kienitz und der B 96a Richtung Mahlow (ein Kilometer) sowie ein Weg zwischen Rotberg und Tollkrug (circa 600 Meter). Zudem soll zwischen dem Businesspark Berlin und Waltersdorf eine rund 4,5 Kilometer lange Transversale entstehen. Perspektivisch will Udo Haase auch noch den Anschluss an den Mauerradweg vorantreiben. Ein entsprechendes Planungstreffen hat diese Woche stattgefunden.

Beim Neubau von Straßen ist die Errichtung eines Geh- und Radwegs in Schönefeld mittlerweile Pflicht. „Darauf legen wir großen Wert“, so der Bürgermeister. Der Ausbau der Radinfrastruktur sei ein wichtiges Projekt, um eine Verbindung zwischen allen Orten auch für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. „Es ist zwar nicht der Hauptgrund, aber auch autofreie Mobilität ist beim Ausbau dieser Infrastruktur ein Thema. Und die touristische Nutzung ergibt sich ganz automatisch.“

Von Nadine Pensold

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