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Dahme-Spreewald Was sich im Wildauer A10-Center alles ändern soll
Lokales Dahme-Spreewald Was sich im Wildauer A10-Center alles ändern soll
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00:23 18.05.2019
Das A10-Center in Wildau plant größere Umbauten, die Mitte 2020 beginnen sollen Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

Das Wildauer A10-Center erfindet sich neu. Gut acht Jahre nach der Einweihung des Anbaus steht die nächste große Veränderung bevor. Sie betrifft diesmal vor allem das Sortiment. Das Einkaufszentrum soll zum Mode-Tempel werden.

Bekleidung und Schuhe machen knapp ein Drittel des Angebots in den 200 Geschäften aus. Mehr ist bisher nicht erlaubt. Dieser Anteil soll nun deutlich erhöht werden. Denn Kunden wollen vor allem Textilien kaufen und nehmen dafür auch lange Anfahrtswege in Kauf, sagt der neue Centermanager Kai Ehlers. „Im Moment sind wir sehr eingeschränkt. Wir brauchen mehr Flexibilität, um neu agieren zu können. Wir wollen das Center anders positionieren.“

Der neue Centermanager Kai Ehlers, 54. Quelle: Frank Pawlowski

Die Betreibergesellschaft spricht bei den geplanten Umstrukturierungen von „notwendigen Marktanpassungen“, um sich im Wettbewerb mit Einkaufszentren in Berlin und Brandenburg behaupten zu können. Der Wildauer Stadtrat hat soeben den Weg dafür frei gemacht. Der zehn Jahre alte Bebauungsplan wurde so geändert, dass die Verkaufsfläche für Bekleidung ausgeweitet werden kann. Die Gesamtverkaufsfläche von rund 66 000 Quadratmetern bleibt dabei unverändert.

Umbau soll im Frühjahr 2020 starten

Kai Ehlers hofft, dass die Umbauten im Center im Frühjahr 2020 beginnen können. Die Verwandlung des Einkaufszentrums soll im Herbst 2021 abgeschlossen sein. Ein Großteil der 120 Mieter solle bleiben, einige Verträge würden nicht verlängert werden. Manche Geschäfte werden umziehen, um Platz für neue Mieter zu machen. Gespräche mit Interessenten gibt es bereits. Ungewiss ist derzeit noch, ob der Real-Markt in Wildau bleibt.

Option für Arztpraxen

Ein ganz anderes Angebot ist für das Einkaufszentrum ebenfalls im Gespräch. Denn künftig sind dort auch „Anlagen für gesundheitliche Zwecke“ erlaubt, zum Beispiel Arztpraxen. Spruchreif ist das laut Ehlers noch nicht. Er kann sich das aber gut vorstellen. „Wir wollten diese Option haben. Es gibt in der Region einen Bedarf“, sagt der 54-Jährige.

Das A10-Center in Wildau plant größere Umbauten, die Mitte 2020 beginnen sollen, Quelle: Frank Pawlowski

Kunden kommen in der Regel problemlos mit dem Auto zum A10-Center. Doch am 8. März kam der Verkehr rund um das Einkaufszentrum zeitweilig zum Erliegen. Der Andrang aus Berlin war so groß, dass es einen langen Rückstau auf der Autobahn gab. Kunden kamen nicht mehr vom Parkplatz herunter. Dieses Chaos soll sich nicht wiederholen. Laut Ehlers wurde eigens eine Arbeitsgruppe mit der Polizei gebildet. Sie soll Vorschläge machen, wie an solchen Tagen der Verkehr besser geregelt werden kann. „Das ist vor allem aus Sicherheitsgründen möglich. Bei einem Notfall kommt kein Krankenwagen durch.“

Mehr Veranstaltungen für Familien

Das A10-Center soll ein Veranstaltungsort bleiben, unter anderem für Messen. Allerdings will Ehlers mehr Angebote für Familien und Kinder machen. Die benachbarte Freizeitwelt mit Kino, Bowling und Restaurants bekommt möglicherweise einen neuen Mieter, der die Räume des ehemaligen Billard-Cafés bezieht. Für die frühere Diskothek gibt es weiterhin keine Interessenten. Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Wildau will er fortsetzen.

Stationen des Center-Chefs

Kai Ehlers ist gebürtiger Hamburger,er studierte bei der Bundeswehr, seit 1996 ist der Diplom-Betriebswirt im Handel tätig, Er arbeitete viele Jahre bei Karstadt und ist seit 2011 bei der Firma ECE, die Einkaufszentren entwickelt und betreibt. Ehlers leitete Einkaufszentren in Lüdenscheid und Kassel, bevor er im April 2019 nach Wildau kam.

Umzug nach Mittenwalde

Demnächst wird er mit seiner Lebensgefährtin nach Mittewalde ziehen. „Das ist eine ruhige kleine Stadt, sehr gepflegt, es gefällt mir dort sehr.“ Dabei wollte er sich eigentlich in Berlin niederlassen, nach Hamburg seine Lieblingsstadt. Doch das war ihm viel zu teuer. „Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte nicht“, sagt er. In Zeuthen, Wildau und Königs Wusterhausen schaute er sich ebenfalls um, fand aber keine passende Wohnung, „obwohl die Orte wunderschön sind“, wie er betont. Für den sportbegeisterte Manager gehört dazu auch genügend Patz für seine sechs Fahrräder und die Skiausrüstung. Das alles hat er in Mittenwalde gefunden, für ihn perfekt. „Es ist ruhig, günstig und ich bin trotzdem in einer halben Stunde in Berlin.“

Das A10-Center wurde 1996 eröffnet. Mit einer Gesamtfläche von fast 50 Hektar ist es das fünftgrößte Einkaufszentrum in Deutschland. Durchschnittlich kommen knapp 22 000 Besucher pro Tag. Nach Angaben des Betreibers sind 1600 Menschen hier beschäftigt.

Von Frank Pawlowski

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