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10:15 19.02.2019
Ein proppevolles Audimax wünschen sich die Organisatoren der Wildauer Wissenschaftswoche. Quelle: Karen Grunow
Wildau

Die Wildauer Wissenschaftswoche hat ja inzwischen eine gewisse Tradition“, findet Klaus-Martin Melzer. Er ist seit kurzem Vizepräsident für Forschung und Transfer an der Technischen Hochschule Wildau. Und in dieser Funktion will und wird er versuchen, bei einigen der Veranstaltungen auch präsent zu sein. Bereits zum achten Mal gibt es diese Wissenschaftswoche nun, dafür werden Symposien und Fachtagungen unterschiedlicher Fachgebiete gebündelt, bei den Mitarbeiterinnen des TH-Transferservices laufen sämtliche Fäden zusammen. Halle 17 auf dem Campus wird dann der vornehmliche Treffpunkt für alle Teilnehmer sein. Und das können – Melzer betont das ausdrücklich – gerne auch interessierte Laien sein.

Vortrag über das Universum zur Eröffnung

Zur Eröffnung am 4. März wird David Berge erwartet. Er ist leitender Wissenschaftler beim Deutschen Elektronen-Synchrotron Desy in Zeuthen im Bereich Teilchen- und Astroteilchenphysik und hat eine Professur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Berge wird einen populärwissenschaftlichen Vortrag halten mit dem Thema „Das Universum ist dunkel – Desy sucht das Licht“. TH-Vizepräsident Melzer ist sich sicher, dass schon dieser Vortrag für viele Menschen sehr spannend sein dürfte. Und dann natürlich insbesondere das nunmehr vierte Automobil-Symposium am 6. März. Dort wird es vor allem um das große Thema „Autonomes Fahren“ gehen. Chancen und Risiken der zunehmenden Digitalisierung in den Fahrzeugen und den begleitenden Prozessen werden diskutiert.

Am Tag zuvor werden sich Fachleute von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, aber auch aus der Industrie mit Graphen befassen. „Wunderstoff der Zukunft“ wird das nur aus Kohlenstoffatomen bestehende Material Graphen gerne genannt. Was damit mittlerweile möglich ist und woran aktuell geforscht wird, zeigt die international besetzte Konferenz.

Viele Veranstaltungen auch für interessierte Laien

Generell sei es so, dass die verschiedenen Veranstaltungen der Wissenschaftswoche vor allem Menschen aus der Hauptstadtregion anziehen, so Klaus-Martin Melzer. „Für bestimmte Themen kommt das Publikum auch aus dem gesamten Bundesgebiet“, sagt er. Dazu gehört auch das Forum „Neue Mobilitätsformen“ am 7. März. Da ist Produktionslogistiker Melzer direkt selbst involviert, hat das gemeinsam mit seinen Professoren-Kollegen Christian Liebchen und Martin Lehnert initiiert.

Zum zweiten mal gibt das Mobilitätsforum nun. „Wir sind sehr erfreut, es ist sehr gut nachgefragt“, erzählt Melzer. Gerade Berlin sei ein Forschungs- und Anwendungsschwerpunkt. Angesprochen werden diesmal Themen wie „Ridesharing“ im ländlichen Raum, also das gemeinsame Nutzen eines Fahrzeugs, um beispielsweise zur Arbeit zu gelangen. Taxi-Sharing ist ein weiterer Aspekt, vorgestellt werden Erfahrungen damit aus mehreren Metropolen. Automatisierte Mobilitätskonzepte sowie Bedarfsverkehre wie der von der BVG in Berlin aufgebaute Ridesharing-Service Berlkönig werden ebenfalls diskutiert.

Großer Ideenwettbewerb wird entschieden

Seit dem Start der Wissenschaftswoche gibt es das Energiesymposium, mit dem in diesem Jahr der Tagungsreigen am 8. März endet. „Es geht darum, wo wir stehen im Bereich der weltweiten Entwicklung“, so Lutz Giese, Professor für Regenerative Energiesysteme/Energiemanagement. Handwerkszeuge der Energiewende würden besprochen, erklärt er. Giese wird über „Klimaschutz und Zukunftsenergien – Die 4+2 Elemente der Energiewende“ referieren. Gerade für die Region, so Melzer, sei das Energiesymposium relevant und spannend.

Der Abschlusstag wird unter anderem mit einem Science-Slam ausklingen, bei dem junge Wissenschaftler der TH in kurzen Vorträgen ihre Forschungsthemen vorstellen. Außerdem wird ausgelost, wer einen im Rahmen des großen Transferprojektes „Innohub 13“ ausgelobten Ideenwettbewerb gewinnt.

Die 8. Wildauer Wissenschaftswoche

Am 4. März wird die Wissenschaftswoche um 15.30 Uhr im Audimax in Halle 17 unter anderem mit einem Vortrag des Desy-Wissenschaftlers David Berge zum Thema „Das Universum ist dunkel – Desy sucht das Licht“ eröffnet.

Am 5. März findet ab 12.30 Uhr in Halle 17 eine Fachtagung im Rahmen des von der TH Wildau koordinierten Netzwerkes „Graphen“ statt.

Am 6. März, 13 bis 17 Uhr, findet das 4. Automobil-Symposium statt.

Am 7. März gibt es ab 13 Uhr zum zweiten Mal das Forum „Neue Mobilitätsformen“.

Am 8. März geht es von 9 bis 12.30 Uhr beim 8. Energiesymposium um das Thema „Werkzeuge der Energiewende“.

Ebenfalls am 8. März wird zum Abschluss der Wissenschaftswoche der innofab-Ideenwettbewerb entschieden, außerdem wird es einen Science-Slam geben. Das Programm beginnt um 13 Uhr.

Weitere Details unter www.th-wildau.de/wissenschaftswoche

Von Karen Grunow

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