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Wildau Fußballplatz mit Geschichte
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00:19 06.06.2018
Vize-Präsident Manfred Stöpper spielte hier früher auf Schotter. Das   Foto aus der Wildauer Fußball-Chronik zeigt den Platz in den 1960er Jahren.
Vize-Präsident Manfred Stöpper spielte hier früher auf Schotter. Das Foto aus der Wildauer Fußball-Chronik zeigt den Platz in den 1960er Jahren. Quelle: Frank Pawlowski
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Wildau

„Endlich ist ein Haken dran!“ Phönix-Präsident Uwe Gladrow strahlte Freitagvormittag mit der Sonne um die Wette. Eines der größten Vereinsprojekte der letzten Jahrzehnte ist vollbracht. Der neue Kunstrasenplatz neben dem Wil­dorado in der Jahnstraße wurde feierlich übergeben. Er kann auch für den Schulsport und von anderen Vereinen genutzt werden.

Ein Segen für Phönix

Für Phönix Wildaus 17 Fußball-Mannschaften, zwölf davon im Kinder- und Jugendbereich, ist das ein Segen. „Wir mussten schon Kopfstände machen, um den Trainingsbetrieb zu organisieren“, sagte Vize-Präsident Manfred Stöpper. Für ihn war es ein besonderer Tag.

Früher war hier ein Schotterplatz

Genau hier war früher ein Schotterplatz, auf dem er selbst spielte. Er zeigte ein Foto aus den 1960er Jahren in der Chronik „100 Jahre Fußball in Wildau“, auf dem er in einer Strafraumszene zu sehen ist. Bis in die 80er

Bis Ende der 1980er Jahre wurde auf dem Hartplatz an der Jahnstraße gekickt. Dann lag der Platz fast drei Jahrzehnte brach. Nun kann er endlich wieder genutzt werden, auch von anderen Vereinen und von Schulen. Die Bedingungen sind besser als je zuvor.

Jahre wurde hier gekickt. „Schon damals sollte es einen Rasen geben, aber dafür war kein Geld mehr da.“ Dann lag der Platz fast drei Jahrzehnte brach.

Happy End nach langen Diskussionen

Über das Kunstrasen-Projekt wurde in Wildau lange diskutiert, bis Phönix vor zwei Jahren endlich den Förderantrag einreichen konnte. Die Finanzierung stand mit dem Eigenanteil der Stadt. Der Landessportbund bewilligte 562 000  Euro für das 925 000 Euro teure Vorhaben.

Gemeinsamer Wille war da

„Für uns war die Zusammenarbeit von Verein und Kommune entscheidend. Der gemeinsame Wille war da, das war sehr überzeugend“, lobte LSB-Vorstandsmitglied Frank Krause. Doch bei einem solchen Megaprojekt stößt das Ehrenamt an seine Grenzen.

Vereine mit Förderanträgen überfordert

Architekt Wolf Ahner, der den Platz plante, sprach das am Freitag kritisch an. „Wir haben überall die selben Probleme, die Vereine sind mit den Förderanträgen überfordert. Deshalb sollte das auf die Kommunen verlagert werden“, sagte er. Die Stadt Wildau habe das vorbildlich für Phönix gemacht.

In einer Liga mit Hertha und Union

Platztechnisch spielt der Landesligist jetzt übrigens in einer Liga mit Hertha BSC und Union Berlin, die als einzige in der Region so einen Kunstrasen haben. „Der modernste, den es derzeit gibt“, so Wolf Ahner. Offiziell eingeweiht wird er am 17. August.

Container kommen noch

Container für Umkleiden und Sanitär werden noch aufgestellt. Bürgermeister Uwe Malich (Linke) sagte: „Viele Nachbarorte haben schon Kunstrasen, wir ziehen endlich nach.“ In Königs Wusterhausen ist seit Jahren ein Platz in Zeesen für die Eintracht im Gespräch, aber nicht in Sicht.

Von Frank Pawlowski

30.05.2018
30.05.2018