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Wildau Motivation für ein Studium
Lokales Dahme-Spreewald Wildau Motivation für ein Studium
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00:19 08.01.2019
Die Schüler können die besonderen Labore der Wildauer Hochschule – etwa den Flugsimulator – kennenlernen, zum Beispiel bei den thematischen Fachtagen der TH. Quelle: Karen Grunow
Wildau

Eine sehr positive Sache, die die Schüler auch sehr bereichert“, sagt Barbara Rehberg vom Oberstufenzentrum Teltow-Fläming über die Kooperation mit der Technischen Hochschule Wildau. Diese ist mit Schulen in der gesamten Region Dahmeland-Fläming vernetzt; mit einigen gibt es sogar feste Kooperationsvereinbarungen. Erst im Mai waren von der Dabendorfer Gesamtschule „Geschwister Scholl“ der Schulleiter Dirk Zobywalski und die für die Berufs- und Studienkoordination zuständige Lehrerin Katrin Konrad an der Hochschule, um gemeinsam mit TH-Präsidentin Ulrike Tippe einen entsprechenden Vertrag zu unterzeichnen. „Ich bin stolz darauf, dass wir die TH gewonnen haben“, freut sich Katrin Konrad. „Das Interesse ist da und groß“, berichtet sie von ihren bisherigen Erfahrungen mit den Schülern.

„Es war die erste Schule, an der ich vor elf Jahren einen Vortrag gehalten habe“, erinnert sich Andreas Preiß an die Anfänge der engen Kooperation mit dem Oberstufenzentrum (OSZ) Teltow-Fläming. Der promovierte Soziologe ist an der TH zuständig für Studienorientierung und -beratung. Just zu jener Zeit wurden die Hochschulen im Land Brandenburg aufgefordert, sich noch stärker in diesem Bereich zu engagieren, um so auch für den eigenen Studierendennachwuchs zu sorgen.

Andreas Preiß ist verantwortlich für Studienorientierung und Beratung an der TH. Quelle: Karen Grunow

Preiß und seine Kollegen kennen die Schullandschaft in ganz Brandenburg, sind immer wieder unterwegs, um vor Ort Workshops zu veranstalten und Vorträge zu halten. Zum Studium generell, aber natürlich auch zu den konkreten Angeboten und Zugangsvoraussetzungen in Wildau. Die TH ist als eine der sieben großen Brandenburger Hochschulen auch beim Netzwerk Studienorientierung dabei. Mit diesem veranstaltet die Uni Potsdam regelmäßig eine Studienorientierungswoche am Marie-Curie-Gymnasium in Ludwigsfelde.

Auch Informationsabende für Eltern gibt es

Solche Aktivitäten schätzt Andreas Preiß. Sprechen er und seine Kollegen mit Schülern, werden sie oft mit Sorgen konfrontiert: Es geht um das Finden des richtigen Studiengangs, die Eignung zum Studium, oder die Finanzierung. Unsicherheiten, die auch so manche Eltern haben, die ihren Kinder gern bei der Studienwahl helfen möchten. Darum kümmert sich im nördlichen Landkreis Dahme-Spreewald unter anderem Dajana Henning. Sie ist Studien- und Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit und sie veranstaltet gemeinsam mit Andreas Preiß Informationsabende für Eltern an den Schulen mit Sekundarstufe II. „Eine wertvolle Verbindung“, findet sie. Dajana Henning spricht dann allgemein über mögliche Wege nach dem Abitur, Andreas Preiß erläutert die brandenburgische Hochschullandschaft und spezielle Zugangsbedingungen. Henning ist viel an den Schulen unterwegs, bietet dort Sprechstunden an für die Schüler, ist bei entsprechenden Messen in der Region präsent. Auch mit Kollegen anderer Standorte der Agentur für Arbeit kommt sie ab und an die TH, dieser Austausch sei wichtig, für alle Seiten.

Ob für Projekte im Rahmen von „Jugend forscht“ oder das an der Zeuthener Gesamtschule „Paul Dessau“ etablierte und auch für andere Schulen offene Schülerforschungszentrum: Die TH Wildau ist für die Zeuthener immer ein enger Partner, berichtet Claudia Dreer. Sie kümmert sich im Auftrag der Gemeinde Zeuthen an der Schule um die Studien- und Berufsorientierung. „Die TH kennt hier jeder Schüler“, sagt sie. Bereits ab Klassenstufe acht können die Mädchen und Jungen beim Tag der Wirtschaft an ihrer Schule ein bisschen in die eigene Zukunft hineinschnuppern; auch da ist die Wildauer Hochschule neben zahlreichen regionalen Unternehmen dabei.

Schülerlabore und Fachtage sind sehr gefragt

Viel genutzt an der TH werden Angebote wie die eigens für Schüler ab Klassenstufe zehn organisierten Fachtage mit vielen Workshops oder der brandenburgweite Zukunftstag, die naturwissenschaftlich-technischen Schülerlabore, das Kreativlabor „ViNN:Lab“ oder auch Rundgänge in der Bibliothek.

Am OSZ Teltow-Fläming gehört das zu den besonderen Aktionen, die in Zusammenarbeit mit der TH insbesondere für Zwölftklässler organisiert werden. Gleich zu Beginn eines neuen Schuljahres fahren sie nach Wildau, erkunden den Campus nebst Bibliothek und können sich in eine Vorlesung setzen. „Dass sie einfach mal Campusluft riechen“, sagt Barbara Rehberg.

Im Spätherbst kommt Andreas Preiß ans OSZ, will die Schüler motivieren, ein Studium als Option nach dem Abi ins Auge zu fassen. Auch gibt er ihnen Tipps für das wissenschaftliche Arbeiten, das ist hilfreich für die Facharbeit, die die Schüler verfassen müssen. Im Frühjahr kommt er erneut, bietet Einzelgespräche für die Jugendlichen an. Barbara Rehbergs Fazit: „Wenn man am Anfang des Schuljahres fragt und dann nach diesen Aktionen noch mal, können sich deutlich mehr Schüler ein Studium vorstellen.“

Von Karen Grunow

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