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15:47 30.12.2019
Helfen, damit die Studierenden erfolgreich durchs Studium kommen: Christina Jolowicz (l.) vom „SOS-Team“ und Birgit Sellmer, Leiterin des TH Wildau College. Quelle: Karen Grunow (4)
Wildau

„Der Bedarf ist da“, sagt Christina Jolowicz über spezielle Mathematik-Tutorien, die an der Technischen Hochschule Wildau für die Studierenden angeboten werden. Sie gehört zum „SOS Team“, das steht für „Strukturierung und Optimierung des Selbststudiums“. Dieses von ihr koordinierte Projekt ist angesiedelt am Zentrum für Qualitätsentwicklung der TH. Allein 14 dieser Tutorien gibt es derzeit im regulären Semesterbetrieb, dazu kommen zwei weitere, die für diejenigen sind, die berufsbegleitend studieren.

Viele brauchen Hilfe bei Mathe

Für viele der Studiengänge sind gute Mathematikkenntnisse essenziell. Wer hier nicht mitkommt, der steht vor einer riesigen Hürde, wenn es darum geht, im Studium erfolgreich voranzukommen. Gleich zu Studienbeginn gibt es deshalb einen Eingangstest, der auch den neuen Studierenden selbst hilft, die eigene Mathe-Kenntnisse einzuschätzen. Die speziell geschulten Tutoren, die dann während des Semesters Ansprechpartner sind, studieren selbst noch und können so oft bei fachspezifischen Fragen helfen.

„Wir haben auch eine Mathe-Beratung, die ist offen für Studierende und Studieninteressierte“, berichtet Christina Jolowicz. Kürzlich wurde eine Umfrage unter Lehrenden und Studierenden veranstaltet, um deren Meinung zu den Tutorien zu erfahren. Mehr als 90 Prozent der befragten Studenten und fast 90 Prozent der Lehrenden sagten, dass sie die Tutorien als durchaus wichtig erachten. Deutliche Zahlen, die für das Projekt sprechen, ohne das es die Tutorien in der aktuellen Form nicht geben könnte.

Projekt SOS-Team läuft noch bis Ende des Jahres

Das SOS-Team gibt es bereits seit 2011 an der TH Wildau. Birgit Sellmer, die mittlerweile das TH Wildau College leitet, koordinierte lange das SOS-Team, das im Rahmen des „Qualitätspakts Lehre“ des Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Zunächst lief diese Förderung bis 2016 und konnte dann in die Verlängerung gehen. Bis Ende kommenden Jahres geht es nun noch. Die Hoffnung, die bislang aufgebauten Angebote weiterhin an der TH umsetzen zu können, sind an der TH groß. Allerdings braucht es dafür eben wieder weitere Fördergelder, die aber auch entsprechend beantragt werden.

Schreibwerkstatt ein weiteres Angebot

Mit Start in die zweite Förderphase ab 2016 wurden die Angebote des SOS-Teams noch erweitert. Eingeführt wurde zum Beispiel eine Schreibwerkstatt für Studierende, um Hürden beim Verfassen von Abschlussarbeiten zu umgehen. „Manchmal ist es wichtig, nicht nur mit dem eigenen Dozenten zu reden“, findet Birgit Sellmer. Die Schreibwerkstatt funktioniert als offene Schreibstunde, die Gelegenheit zum – vor allem auch fachübergreifenden – Austausch mit anderen bietet, die vielleicht auch gerade mitten in ihrer Abschlussarbeit stecken.

Und es gibt die individuelle Schreibberatung, bei der formale Fragen geklärt werden können. Dass generell anerkannt wird, dass den Studierenden korrektes wissenschaftliches Arbeiten intensiver vermittelt werden sollte und das in den einzelnen Fächern auch zunehmend mehr passiert, freut Birgit Sellmer sehr. Denn tatsächlich tun sich viele Studierende damit schwer. „Die Schreibwerkstatt könnte trotzdem noch mehr genutzt werden“, sagt Christina Jolowicz. Wie richtig zitiert wird oder wie Abbildungsverzeichnisse aussehen sollten, können Studierende im Februar sogar in einem kompakten Workshop erlernen.

Unterstützung internationaler Studierender

Was für Birgit Sellmer und das von ihr geleitete TH Wildau College nun ein neuer, wichtiger Schwerpunkt ist: Dass internationale Studierende an der TH ihre Studien erfolgreich abschließen. Generell ist das College dazu da, gute Studienvorbereitungen zu ermöglichen und studienbegleitend zu helfen – da greifen die Aufgaben von College und SOS-Team immer wieder bewusst ineinander. Durch das neue, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Programm „HAW.International“ soll es nun auch spezielle Studiencoachings für internationale Studierende geben. Zwei eigens durch das neue Programm eingestellte Mitarbeiterinnen sorgen derzeit dafür, dass die internationalen Studierenden, die oft gar nicht wissen, wo sie Hilfe bekommen können oder aufgrund von sprachlichen oder fachlichen Schwierigkeiten zu verunsichert sind, um nach Rat zu fragen, das TH Wildau College und „HAW.International“ kennenlernen. „Viele internationale Studierende fühlen sich sehr allein und isoliert“, weiß Birgit Sellmer. Für diese und ihre konkreten Fragestellungen ansprechbar sein, ist die wichtige Aufgabe des neuen Programms.

Fachtagung zum Thema Selbststudium

Über das SOS-Team können alle TH-Studenten sich in Zeit- und Selbstmanagement beraten lassen. Ein großer Schwerpunkt der Arbeit des Teams ist der Bereich E-Assessment. Studieneingangstest wurden hier realisiert, außerdem können auf diesem Wege Tests und Prüfungen digital durchgeführt werden. Das SOS-Team hilft dabei, dass die Qualität der Fragen stimmt und dass so eine Prüfung kompetenzorientiert aufgebaut ist.

Um sich über all solche Angebote und Möglichkeiten auszutauschen, wird es Ende Februar die Fachtagung „Erfolgsfaktor(en im) Selbststudium 2.0“ an der TH Wildau geben. „Sie ist mit Workshops zu unterschiedlichen Themenfeldern konzipiert“, erklärt Christina Jolowicz. Es wird um Selbstlernkonzepte, Unterstützung internationaler Studierender oder Studierender mit familiären Verpflichtungen gehen oder um digitale Schlüsselkompetenzen. „Das Interesse am Thema Selbststudium ist groß“, weiß Christina Jolowicz nicht zuletzt aufgrund der Nachfrage nach dieser Tagung, die vom SOS-Team organisiert wird.

Von Karen Grunow

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