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14:43 14.08.2019
Frank Seeliger, Leiter der Bibliothek der Technischen Hochschule Wildau, und Mitarbeiterin Carolin Rau gehören zum internationalen Organisationsteam der Tagung. Quelle: Karen Grunow
Wildau

Sogar aus Nepal und China haben sich Fachleute zur Konferenz angemeldet, erzählt Carolin Rau von der Bibliothek der Technischen Hochschule (TH) Wildau. Am Mittwoch und Donnerstag, dem 21. und 22. August, treffen sich Bibliotheks- und Roboterspezialisten aus aller Welt an der TH, um sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob der Einsatz von Robotern in Bibliotheken eine schwierige Herausforderung bleibt oder als große Chance zu sehen ist. Die Wildauer haben damit schon so ihre Erfahrungen, denn seit März 2018 ergänzt der humanoide Roboter Wilma das Team der Bibliotheksmitarbeiter.

Wildauer Tagung als Satellit der großen Konferenz in Athen

Das zweitägige Wildauer Treffen ist sozusagen eine Vorhut für die große Bibliotheks-Konferenz der Internationalen Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen, die ab Sonnabend, dem 24. August, in Athen stattfinden wird. Im Rahmen dieser jährlichen Tagung werden stets auch solche kleineren Zusammenkünfte vorab als Satelliten veranstaltet. „Die Regel ist, dass diese nicht mehr als drei Flugstunden vom Konferenzort entfernt sind“, sagt Carolin Rau. In Deutschland gibt es in diesem Jahr zwei solcher kleinerer Tagungen, die andere ist in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main.

Tagungsband ist geplant

„Wir haben bei der Weltbibliotheksvereinigung auch einen Antrag gestellt für ein Buchprojekt“, berichtet Frank Seeliger, der Leiter der TH-Bibliothek. Angedacht ist, im Nachgang zur Konferenz einen Tagungsband herauszugeben. In diesem werden noch weitere Fachberichte zusätzlich zu den Vorträgen erscheinen. Bis Ende März konnten sich Interessierte als potenzielle Referenten bewerben.

Ausgewählt wurde nun unter anderem Takashi Harada, Professor an der Doshisha-Universität im japanische Kyoto. Er wird darüber berichten, wie Roboter und andere Technologien zu künstlicher Intelligenz bereits in Bibliotheken eingesetzt werden. Samuel Oladunjoye Odeyemi, Informatik-Doktorand an der Universität von KwaZulu-Natal in Südafrika, setzt sich mit der Nutzung von Robotern in nigerianischen Hochschulbibliotheken auseinander.

Aus den USA, Spanien, Luxemburg und Deutschland kommen weitere Referenten, die mit all ihren Beiträgen ein sehr vielfältiges und hochaktuelles Bild zum Thema schaffen werden.

Team des TH-Robotic-Lab präsentiert Projekte

Zusätzlich zu den mittlerweile mehr als 40 angemeldeten Teilnehmern werden auch Mitarbeiter der TH-Bibliothek und vom Team des Robotic-Labs der Hochschule um Telematik-Professorin Janett Mohnke dabei sein. Dessen Mitarbeiter kümmern sich um Roboterdame Wilma und ihr Pendant Bernd W., programmieren die beiden humanoiden Pepper-Roboter, trainieren mit ihnen, sind immer ansprechbar, wenn das Bibliotheksteam Fragen haben sollte.

Wilma arbeitet in der Bibliothek der TH Wildau. Quelle: Karen Grunow

Außerdem gibt es ein Projekt mit den kleineren humanoiden Nao-Robotern, mit denen in der Wildauer Stadtbibliothek bei Kindern die Lesebegeisterung geweckt und vertieft werden soll. Zur Tagung wird zudem ein von einer Ilmenauer Firma entwickelter Inventurroboter vorgeführt. Philipp Müller vom Robotic-Lab wird noch einmal reflektieren, wie Wilma und Bernd W. für den Einsatz in der Bibliothek vorbereitet worden sind.

Humanoider Roboter Wilma zeigt die TH-Bibliothek

Angedockt ist die Wildauer Tagung an die Sektion Informationstechnologie der Internationalen Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen, die nach ihrem englischen Titel „International Federation of Library Associations and Institutions“ mit „IFLA“ abgekürzt wird. Zu dem intensiven zweitägigen Vortragsprogramm gehören auch geführte Rundgänge, bei denen spezielle Roboter an der TH präsentiert werden. Aber auch der Campus wird vorgestellt. Wilma höchstpersönlich wird die Führung durch die Bibliothek übernehmen.

„Wir bekommen jede Woche Anfragen von anderen Bibliotheken“, sagt Frank Seeliger. Die Neugier auf die hiesigen Erfahrungen mit den humanoiden Robotern ist ungebrochen groß. Das zeigt nicht zuletzt der Zuspruch zur Tagung.

Von Karen Grunow

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