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Wildau Großbaustelle TH-Campus: Haus 100 muss aufwendig saniert werden
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15:39 25.09.2019
Mindestens anderthalb Jahre wird die Sanierung von Haus 100 dauern. Quelle: Nadine Pensold
Wildau

Während der vorlesungsfreien Zeit der vergangenen Wochen war bautechnisch Einiges los auf dem Wildauer FH-Campus. Neben den bisherigen Baustellen wurden weitere angegangen. Und die sollten eigentlich auch zum Semesterstart schon wieder beendet sein. Doch Manches entpuppte sich nun als langwieriger, als zunächst angenommen.

Sanierung von Haus 100 dauert wohl eineinhalb Jahre

Akute Probleme beschert das Haus 100, das während der letzten Wochen in Sachen Brandschutz auf den neusten Stand gebracht werden sollte. Daraus wurde aber erst einmal nichts. Denn mit dem Öffnen der Wände stellte sich heraus, dass wegen mangelnder Bauausführung Einiges mehr zu tun sein wird. „Es war eine kleine und wird nun eine große Baumaßnahme“, fasst es Kanzler Thomas Lehne zusammen. Mindestens eineinhalb Jahre werden die Sanierungs- und Brandschutzmaßnahmen nun dauern – drei Monate sind für jede einzelne der insgesamt sechs Etagen eingeplant.

Mindestens anderthalb Jahre wird die Sanierung von Haus 100 dauern. Quelle: Nadine Pensold

Damit der Lehrbetrieb pünktlich starten konnte, wurde das Gebäude nun provisorisch wieder hergerichtet. Ab März 2020 soll das Haus 100 dann etagenweise saniert werden. Die TH Wildau stellt das vor eine logistische Herausforderung: Schon jetzt herrscht Raumknappheit, wie Thomas Lehne bestätigt.

Umso erleichterter war der Kanzler, dass er dennoch kurzfristig eine Lösung für die ab dem Sommersemester fehlenden Räume für Seminare, Labore und Büros finden konnte. Dazu werden Ersatzflächen in Halle 24 angemietet – das allerdings bereits ab 1. Oktober. „Das sind Kosten, die so nicht geplant waren“, so Kanzler Thomas Lehne. 920.000 Euro waren für die Brandschutzertüchtigung von Haus 100 einkalkuliert. Dieser Betrag dürfte nun deutlich überschritten werden.

Die Heizungskanäle auf dem Campus-Gelände werden Schritt für Schritt erneuert – die abschließenden Pflasterarbeiten werden aktuell noch ausgeführt. Quelle: Nadine Pensold

Oktoberfest kann doch auf dem Campus stattfinden

Handlungsbedarf besteht auch bei den Heizkanälen auf dem Campus. Zwischen Haus 15 und Haus 100 werden die Bauarbeiten im nächsten Jahr in Angriff genommen. Zwischen Haus 13 und 15 wurde während der Semesterferien eifrig gewerkelt. Doch auch da lief nicht alles nach Plan. Die damit verbundenen Pflasterarbeiten dauern länger als geplant. Beinahe hätte diese Verzögerung bedeutet, dass das Oktoberfest nicht auf dem Campusgelände stattfinden kann.

Die Baustelle an Haus 15 wird noch bis etwa 2023 andauern. Quelle: Nadine Pensold

Auf der Baustelle an Haus 15 ist schon länger klar, dass neben den ursprünglich geplanten Fassaden und Dacharbeiten weitere aufwendigere Maßnahmen wie Erneuerung von Lüftungen und Fußböden hinzu kommen. Aktuell wird mit einer Fertigstellung im Jahr 2023 gerechnet.

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Für den laufenden Betrieb bedeutet das immer wieder Umzüge innerhalb der Hochschule und die Einrichtung von Interims-Laboren. In den kommenden Jahre stehen auch noch einige weitere Baustellen an – etwa die Sanierung der Fenster von Haus 13, Erneuerung von Lüftungs- und Technikanlagen. „Da kommt ein großer Sanierungsaufwand auf uns zu“, so Thomas Lehne.

Auch Co-Working-Spaces sind geplant

Auch ein Neubauprojekt steht noch ins Haus: Die Planungen eines neuen Rechenzentrums und Laborgebäudes haben kürzlich begonnen. Wenn alles gut laufe, könne das 2023/2024 fertig sein. Dort soll die Raumnutzung dann auch flexibler gestaltet werden, sodass innovative Lehr- und Arbeitsformen Anwendung finden können. Dazu zählt zum Beispiel die Einrichtung sogenannter Co-Working-Spaces –also Räume, in denen für mehrere Leute Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und an unterschiedlichen Projekten gearbeitet werden kann. „Solche Konzepte wollen wir auch schon mit vorhandenen Möglichkeiten umsetzen“, sagt Thomas Lehne, die Planung sei schon im Gange.

In der Hochschulbibliothek entsteht derzeit ein neuer Lesesaal. Quelle: Nadine Pensold

Ein neues Raumkonzept wird aktuell schon in der Hochschulbibliothek umgesetzt. In der ersten Etage wird an der früheren Stelle der Lehrbuchsammlung ein neuer Lesesaal eingerichtet. „Wir wollen eine neue Arbeitsatmosphäre schaffen“, erklärt die stellvertretende Bibliotheksleiterin Petra Keidel.

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Der neue Fußboden wurde bereits verlegt, Schallschutzwände, Stehpulte und neues Sitz- und Arbeitsmobiliar sollen in den kommenden Monaten folgen. Übergangsweise wurden in den neu geschaffenen Bereich bereits vorhandene Sessel und Sitzwürfel gestellt. „Und schon jetzt wird es gut angenommen“, freut sich Petra Keidel.

Von Nadine Pensold

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