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Wildau Viel Spaß bei Storchenschritt und Pyjamatanz
Lokales Dahme-Spreewald Wildau Viel Spaß bei Storchenschritt und Pyjamatanz
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18:31 09.05.2019
Vor dem Spiegel übt die Senzigerin Angelika Curt mit den Mädchen nicht nur die Schritte, sondern auch die richtige Körperhaltung. Quelle: Franziska Mohr (2)
Wildau

Der große Traum von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen ist bei Angelika Curt schon mit zehn Jahren geplatzt. Nach einem Unfall war Schluss mit fünfmal in der Woche Training als Leistungsgymnastin. Stattdessen brachte sie ihre Trainerin zur Staatlichen Ballettschule in Berlin, wo das athletische Mädchen die Aufnahmeprüfung sofort bestand.

Studium der Ballettpädagogik

Fortan tanzte Angelika Curt, davon allein 16 Jahre im Friedrichstadt-Palast. Nach ihrer Profikarriere aber wollte sie dem Tanz keinesfalls Adieu sagen. Sie entschied sich für ein Studium der Ballettpädagogik an der Royal Academy of Dance, um ihr Können und ihre Erfahrung an Jüngere weiterzugeben. Ein Glücksumstand, wie Eltern aus dem Dahmeland heute finden. Sie nehmen das erst seit wenigen Wochen bestehende Freizeitangebot für kreativen Tanz für Kinder ab 3,5 Jahre sowie für Ballett ab sechs Jahre in Wildau gern an.

Anreise aus Halbe

„Unsere kleine Tochter lernt in diesem Haus in der Schwartzkopff-Siedlung Ukulele und Inara hat gerade mit dem Ballett begonnen. Wir sind froh, diese Angebote für unsere Töchter gefunden zu haben“, sagt Mutter Helena Ebel. Dafür nimmt sie jeden Dienstag sogar den Weg von Halbe nach Wildau in Kauf. Und die Freude am Tanz ist der siebenjährigen Inara anzumerken. Als Kursleiterin Angelika Curt die Mädchen zu Beginn der Stunde auffordert, einzeln jeweils ihren Namen zu tanzen, ist Inara mit Rhythmusgefühl und Fantasie sofort dabei. Auch Anna, Nina, Eilin, Livia und all die anderen Mädchen meistern diese Aufgabe schon mit Bravour, obwohl erst wenige Ballettstunden hinter ihnen liegen. Nina kam sogar erst heute als Neuling hinzu.

Freie Musik- und Kulturakademie Wildau ist Ort des Kurses

Bei Musik geht es weiter mit „Hacken-, Spitzen- und Wanderschuh“, wobei Angelika Curt den Mädchen – Jungs sind selbstverständlich auch willkommen – gekonnt zeigt, wie sie vom spitzen Fuß richtig abrollen. Übungen, die die Kinder spielerisch in dem kleinen Ballettsaal mit den großen Spiegeln auch immer wieder selbst kontrollieren können. „Es ist ein Glücksfall, dass ich mich hier in der Freien Musik- und Kulturakademie Wildau einmieten kann und bei Geschäftsführer Tino Höch auf so viel Verständnis stoße“, ist die Senzigerin voll des Lobes.

Höch spricht sogar schon von gemeinsamen Auftritten der Musik- und der Tanzschüler. „Zum Wildauer Stadtfest 2020 müsste das schon drin sein“, gibt er sich optimistisch.

Ballett ist nichts für Schnatterentchen

Noch allerdings sind Emma und Anna beim Storchenschritt und den lachenden Füßen, bei denen die Hacken aneinanderschlagen, ehe sie mit Freude den Pyjamatanz probieren. Beim dritten Mal klappt er schon richtig gut. „Ich komme vom Profitanz und will den Kindern neben dem Spaß am Tanzen und dem Sprechen mit dem Körper auch Tugenden wie Disziplin und Teamgeist vermitteln, die sie für ihr ganzes Leben prägen, egal, welche berufliche Entwicklung sie einmal einschlagen“, betont die Senzigerin. Ballett ist nichts für Schnatterentchen.

Begehrte Stempel

Und so sind die Mädchen dann auch beim abschließenden Ratespiel, bei dem es um Fragen wie welches die Ballettfinger sind, mit Feuereifer dabei. Schließlich wollen sie alle für ihre Teilnahmehefte einen oder gar zwei der begehrten Stempel mit einer Ballerina, einer Prinzessin oder tollen Füßen erhalten, die Emma, Livia, Eilin oder Anna dann stolz ihren Eltern zeigen.

Kontakt für die Kinderkurse: 0152/ 01761200.

Von Franziska Mohr

Nachruf: Der frühere TH-Vizepräsident Ralf Vandenhouten ist gestorben. Er war seit dem Jahr 2000 Professor für Telematik an der Technischen Hochschule Wildau.

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