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Wildau Vier Fraktionen im neuen Stadt
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00:24 15.06.2019
Bürgermeisterin Angela Homuth (SPD) und der knapp unterlegene Kandidat Frank Vulpius nach der ersten Runde der Bürgermeisterwahl. Quelle: Gerlinde Irmscher
Wildau

In Wildau sortiert sich die Stadtpolitik nach der Kommunalwahl neu. Mit „Bürger für Wildau/Grüne“ gibt es eine neue Fraktion im Stadtrat neben Linke, SPD und CDU/FDP, die bisher schon vertreten waren. Es könnte bei Abstimmungen spannend werden.

Erste wichtige Personalie

Die erste wichtige Personalentscheidung im neuen Stadtrat steht gleich in der ersten Sitzung am 18. Juni an. Die Linken wollen die Kandidatur von Frank Vulpius (BfW/Grüne) bei der Wahl zum Vorsitzenden des Stadtrates unterstützen. Das hat der neue Fraktionschef der Linken, Heinz Hillebrand, am Dienstag der MAZ gesagt. Hillebrand begründet das mit dem sehr guten Wahlergebnis von Vulpius, der bei der SVV-Wahl als Einzelbewerber fast 2200 Stimmen bekam. Nur Angela Homuth (SPD) hatte einhundert Stimmen mehr. Sie kann das SVV-Mandat aber nicht annehmen, weil sie zur neuen Bürgermeisterin gewählt wurde. Mit Frank Nerlich erreichte ein weiterer Einzelbewerber die drittmeisten Stimmen, der aber schon deutlich hinter den beiden liegt 802 Wildauer wählten ihn in die SVV.

Heinz Hillebrand, der neue Fraktionschef der Linken in der Wildauer SVV. Quelle: Frank Pawlowski

Hillebrand wertet das gute Abschneiden von Vulpius als Kritik der Wähler an den Parteien. „Die Parteien wären gut beraten, wenn sie das ernst nehmen. Die Wahl des unabhängigen Kandidaten Frank Vulpius wäre ein Zeichen dafür“, sagte er. Mit seiner Stimmenzahl hätte Vulpius drei Mandate im neuen Stadtrat geholt. Da er als Einzelbewerber nur ein Mandat ausüben kann, bleiben zwei Sitze unbesetzt. Deshalb werden nur 20 der 22 Sitze besetzt, die Bürgermeisterin ist das 21. Mitglied der SVV.

Linke büßen einen Sitz ein

Die Linken büßen im neuen Stadtrat einen Sitz ein, haben nun fünf Sitze. Neue stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist Katrin Rudolph, die nach zwei Jahren den Vorsitz übernehmen soll. Die Linken haben sich für ein Rotationsprinzip an der Spitze entschieden. Weitere Fraktionsmitglieder sind Thomas Wilde, Rita Festerling und Jutta Krebs.

SPD stärkste Fraktion

Stärkste Fraktion in der Wildauer SVV bleibt die SPD, die wieder sechs Sitze gewinnen hat. Neue Fraktionschefin ist Susanne Ziervogel, ebenfalls in den Stadtrat ziehen ein Manfred Stöpper, Ronny Richter, Manfred Sternagel, Susann Schulz und Hannelore Klank-Neuendorf, die für Angela Homuth nachgerückt ist. SPD-Kandidat für den SVV-Vorsitz ist Ronny Richter. „Da wir die meisten Stimmen haben, können wir den Vorsitz beanspruchen“, sagte Susanne Ziervogel.

CDU wieder mit FDP

Die CDU wird mit ihren drei wieder gewählten Kandidaten Mark und Susanne Scheiner und Winfried Schenk in die SVV einziehen, sie hat einen Sitz weniger als bisher. Mit FDP-Mann Felix Schäfer wurde eine gemeinsame Fraktion gebildet. Vorsitzender ist der alte und neue Fraktionschef Mark Scheiner. CDU/FDP sprechen sich für die Gründung eines neuen Fachausschusses für Stadtentwicklung aus. „Dieses Thema muss künftig hervorgehoben in einem eigenständigen Ausschuss diskutiert werden“, sagte Scheiner.

Neue Fraktion BfW/Grüne

Die neue Fraktion BfW/Grüne besteht aus den drei Einzelbewerbern Frank Nerlich, Kevin Weidler, Frank Vulpius sowie den beiden Bürnisgrünen Oliver Reif-Deitzel und Denis Kroeger. Fraktionschef ist Frank Vulpius.

Patt bei den Fraktionen

In der alten SVV gab es praktisch eine rot-schwarz-gelbe Koalition von SPD und CDU/FDP. Die beiden Fraktionen arbeiteten eng zusammen, stimmten meistens gemeinsam ab. Mark Scheiner will das fortsetzen. In der neuen SVV haben beide Fraktionen zehn der 20 Sitze inne. Linke und die neue Fraktion BfW/Grüne kommen zusammen ebenfalls auf zehn. Vorausgesetzt, die Abstimmung ergibt dieses Patt, wäre die Stimme von Bürgermeisterin Angela Homuth entscheidend. Das könnte bei der Wahl zum Vorsitzenden eine Rolle spielen.

Von Frank Pawlowski

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