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Wildau Besucher von Horwitz-Lesung begeistert
Lokales Dahme-Spreewald Wildau Besucher von Horwitz-Lesung begeistert
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18:11 08.12.2019
Schauspieler Dominique Horwitz begeisterte mit seiner Art zu lesen die Besucher im EWE Service Punkt Wildau. Quelle: Irmscher
Wildau

Die Worte, die EWE-Eventmanager Alexander Kulb am Freitagabend die Besucher im EWE Service Punkt Wildau im A10 Center zur Begrüßung wählte, ließen tief blicken: „Uns erwartet ein großer Höhepunkt des Jahres, willkommen zu einem großen Gast“.

Und dann kam Dominique Horwitz, er baute sich vor dem Lesepult auf und noch bevor die Besucher so richtig zum Applaudieren kamen, sprudelte es auch schon ein Schiller-Zitat aus ihm heraus: „Man nehme dieses Schauspiel für nichts anders als eine dramatische Geschichte, die die Vorteile der dramatischen Methode, die Seele gleichsam bei ihrer geheimsten Operation zu ertappen, benutzt, ohne sich übrigens in die Schranken eines Theaterstückes einzuzäunen ....“ Der Text stammt aus der Vorrede zu „Die Räuber“, wie Horwitz erklärte, und Horwitz, selbst Schauspieler und Autor, hat es seinem Buch „Tod in Weimar“ vorangestellt, aus dem er am Freitag las.

Horwitz inszenierte mehr, als das er las

Allerdings war es keine gewöhnliche Lesung, vielmehr inszenierte er. Die Figuren bekamen ihre eigene Stimme, es fehlte nicht an Gestik und den Elvis-Song, der im Buch vorkam, sang er natürlich. Dass er wirklich las, war nur daran zu erkennen, dass er hin und wieder umblätterte.

Und bei all dem reagierte er auch auf das, was um ihn herum geschah: „Sie leiden meine Guteste, warten Sie ich gebe Ihnen mal Wasser“, wand er sich etwa an eine Besucherin, die husten musste.

Die Zuhörer lernten den Kutscher und Stadtführer Roman Kaminski näher kennen, ebenso Laura, die Wirtin der Wilhelm-Meister-Schenke und Trixi Muffinger die Leiterin der „Villa Gründgens“ einem Seniorenheim für ehemalige Schauspieler. Und sie erfuhren auch, dass es im Heim turbulent zugeht – und einer nach dem anderen stirbt.

Zuschauer reagierten angetan

So unvermittelt wie Horwitz seine Lesung angefangen hatte, kam auch der Abgang. Für eine Zugabe kam Horwitz dann aber doch noch einmal zurück. Die Besucher bedankten sich mit reichlich Applaus.

„Ich bin beeindruckt von seiner Art, Charaktere so darzustellen, dass man sie förmlich vor Augen hat“, freute sich Ulrich Müller aus Berlin.

„Es war ein wirklich toller Abend. Seine bildhafte Darstellung hat mir sehr gefallen“, sagt Andrea Reimer aus Zeesen.

„Als ich nach Weimar zog, wurde ich im Westen oft gefragt: Kann man denn da leben?“, so Horwitz. „Es gibt keine große Rezeption der Stadt außer man verbindet sie mit Goethe und Schiller. Aber Weimar ist mehr, da ist auch unter anderem auch Buchenwald und ich hatte das Bedürfnis etwas mit dieser Stadt anzufangen“, erklärte der Schauspieler.

Von Gerlinde Irmscher

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