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Wildau Das sind die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl
Lokales Dahme-Spreewald Wildau Das sind die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl
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00:21 04.03.2019
Am 5. Mai 2019 wird in Wildau ein neuer Bürgermeister gewählt. Es gibt drei Kandidaten.
Am 5. Mai 2019 wird in Wildau ein neuer Bürgermeister gewählt. Es gibt drei Kandidaten. Quelle: Christian Schwierstock
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Wildau

In Wildau wird am 5. Mai ein neuer Bürgermeister gewählt. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist steht jetzt fest, wer die Kandidaten sind: Angela Homuth (SPD), Matthias Mnich (Linke) und Einzelbewerber Frank Vulpius (parteilos). Der Wahlausschuss der Stadt entscheidet am 6. März über ihre Zulassung.

Es gab noch vier weitere Anwärter. Sie haben aber nicht die 44 Unterstützer vorweisen können, die mindestens für eine Kandidatur erforderlich sind. Die Unterstützer müssen sich im Rathaus registrieren lassen. Die Neuwahl wird notwendig, weil der frühere Bürgermeister Uwe Malich (Linke) aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurücktrat. Die Amtszeit des hauptamtlichen Bürgermeisters beträgt acht Jahre.

Rechtsanwalt Matthias Mnich, 47, ist Bürgermeisterkandidat der Linken. Quelle: Frank Pawlowski

Für eine personelle Überraschung sorgten die Linken mit der Nominierung des 47 Jahre alten Rechtsanwalts Matthias Mnich aus Eichwalde. Er war Stadtverordneter in Lübbenau und Kreistagsabgeordneter in Oberspreewald-Lausitz. Dort kandidierte er für Linken bei der Bundestagswahl und bei der Landratswahl. Seit 2013 lebt und arbeitet er in Eichwalde, wo er jüngst in die Gemeindevertretung nachrückte. Er ist verheiratet und Vater einer dreijährigen Tochter. Mnich spricht sich für eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit aus. „Wenn Projekte zerredet werden, um sich zu profilieren, ist das traurig“, sagte er. Außerdem plädiert er für Kooperationen mit Nachbarorten. Bei Bürgerversammlungen der Linken in Wildau mit insgesamt rund 100 Besuchern erfuhr Mnich, was die Einwohner stört und was sie sich wünschen. Hinweise sollen ins Wahlprogramm der Linken einfließen, wie der Vorsitzende des Stadtverbandes, Heinz Hillebrand, sagte. Oft angesprochen worden sei der Wunsch, das nicht zu viel gebaut werde in der Stadt.

Pädagogin Angela Homuth (SPD) unterlag zuletzt knapp bei der Bürgermeisterwahl und will es noch mal wissen. Quelle: privat

SPD-Kandidatin Angela Homuth bewirbt sich zum zweiten Mal um das Bürgermeisteramt. Bei der Wahl im Herbst 2017 unterlag sie knapp in der Stichwahl. Die 55-Jährige ist Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Sie arbeitet als koordinierende Lehrkraft des Schulamtes Cottbus für die Sonderschulen in Dahme-Spreewald und ist Politologin. Ihre Kandidatur wird von der CDU und Teilen der FDP unterstützt. Homuth spricht sich für eine Begrenzung der Einwohnerzahl in Wildau auf maximal 13 000 und den Erhalt von Grünflächen aus. Sie sieht alle Stadtpolitiker in der Verantwortung. „Es geht um Wildau. Parteipolitik gehört nicht in den Ort“, sagte sie. Homuth ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Sozialarbeiter Frank Vulpius kandidiert ebenfalls zum zweiten Mal. Er ist der einzige parteilose Bewerber. Quelle: privat

Für Einzelbewerber Frank Vulpius ist es ebenfalls die zweite Bürgermeisterkandidatur. Der 45-Jährige Sozialarbeiter ist Geschäftsführer des Kinder- und Jugendvereins KJV in Wildau. Die sozialen Themen liegen ihm wieder besonders am Herzen. Er wird dabei Forderungen aus dem jüngsten Wahlkampf aufgreifen. „So viele deutliche Verbesserungen gab es nicht“, sagte er. Die Entwicklung der Schulen und der Kitas nannte er als große Herausforderungen. Außerdem müsse Wildau familienfreundlicher werden. „Das ist noch viel Luft nach oben.“ Frank Vulpius ist verheiratet, er hat einen vierjährigen Sohn und eine acht Jahre alte Tochter.

Termin für eine mögliche Bürgermeister-Stichwahl ist der 26. Mai. An diesem Tag wird auch eine neue Stadtverordnetenversammlung in Wildau gewählt.

Von Frank Pawlowski