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Wildau Klassentreffen der Klasse 10-1
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19:37 04.10.2019
Die „Einsteins“ auf der Treppe zum Bowling-Center in der A10 Erlebniswelt in Wildau. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

„Hallo Ulrike, schön dass du da bist.“ „Ich bin aber nicht Ulrike, ich bin Monika.“ Bei der Begrüßung am Donnerstagabend im Redo Bräu in der Erlebniswelt des A10-Centers in Wildau hatten so manche Schwierigkeiten, ihre ehemaligen Mitschüler zu erkennen. Egal, denn die Freude, nach zehn Jahren wieder mal ein Klassentreffen zu veranstalten, war groß.

Viele Fragen

Das Klassentreffen der 10-1 von 1995 hatte Ronny Brösemann organisiert. Dass es an der Zeit war, sich wieder einmal zu treffen, zeigten die nicht enden wollenden Fragen. Was machst du? Wo wohnst du? Wie viele Kinder hast du? Ganz schnell wurde festgestellt: Es war gleich wieder wie damals in der Schule.

Es begann in der POS

Als die Mädchen und Jungen damals 1985 eingeschult wurden, besuchten sie die 3. und 4. Polytechnische Oberschule (POS) in der Erich-Weinert-Straße in Köngis Wusterhausen. Lief es in der ersten Schuljahren nach DDR-Regeln, erlebten die Schüler die Wendezeit hautnah – aus der POS 3 und 4 wurde die Herderschule.

Die Klassen wurden zusammengelegt, es gab neue Lehrmethoden und die erste gemeinsame Klassenleiterin, Bärbel Haase. Dass sie eine Lehrerin war, wie man sie sich wünscht, darin waren sich alle einig.

Klassenfahrt an den Balaton

An die Klassenfahrt 1991, bei der nach Ungarn an den Balaton ging, können sich alle noch erinnern. Aber warum es eine Auszeichnungsfahrt war, die Frage konnte zumindest am Donnerstag niemand beantworten. Auch nicht, warum sie nun eigentlich die „Einsteins“ sind, so steht es auf der Abschlusszeitung, dem „Einsteinkurier“ der 10. Klasse. Also war man sich einig: „Wir waren eben so gut, so dass wir den Namen verdienten.“

Schön, alle mal wieder zu sehen

„Es ist schön, alle mal wieder zu sehen“, freute sich Mario Mertinat. Er hatte wohl die weiteste Anreise. Den Wirtschaftsinformatiker hatte es nach dem Studium wegen der Arbeit nach Schöneck in Hessen verschlagen. Ulrike Fischer verschlug es erst einmal an die Nordsee und von da aus der Liebe wegen nach Dresden. Nach der Trennung vom Partner zog es sie mit ihren beiden Kindern zurück in die Heimat, wohnt nun in Wildau und arbeitet als Erzieherin in Königs Wusterhausen. „Es ist schön, wieder hier zu sein“, sagt sie. Sie ist nicht die einzige Rückkehrerin unter den ehemaligen Mitschülern. Auch Jens Schultka lebte 12 Jahre in Ulm. Der Karosseriebauer kam der Familie wegen zurück und arbeitet jetzt in Zeesen. „Es ist angenehm zu sehen, dass die Meisten sich kaum verändert haben, nur Jens habe ich nicht erkannt“, erklärt Ronny Brösemann. Der Notfallsanitäter ist im Mai 2018 nach Königs Wusterhausen zurück gekommen, nachdem er 2001 nach Greifswald gegangen war.

Noch vor die Wende hatten die Schüler mit ihrer Lehrerin eine Zeitkapsel versteckt. In ihr sind selbst gemalte Bilder und kleine Geschichten. „Wir haben jetzt erfahren, dass bei der Renovierung der Schule diese Zeitkapsel gefunden worden sein soll“, sagt Ronny Brösemann. Die Anfrage an die Schule, wo sie abgeblieben ist, blieb bisher unbeantwortet.

Von Gerlinde Irmscher

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