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Wildau Linke prangern Wildauer Filmprojekt an
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00:25 11.03.2019
Heinz Hillebrand, Vorsitzender des Stadtverbandes der Linken in Wildau. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

Ein Filmprojekt des Stadtrates sorgt für politischen Streit in Wildau. Die Linken fordern alle Stadtverordneten auf, bis zur Kommunalwahl am 26. Mai auf Veröffentlichungen zu verzichten. Der Vorsitzende des Stadtverbandes, Heinz Hillebrand, kündigte zugleich juristische Schritte an. Das zeigte schon Wirkung.

Anlass ist eine Ausstrahlung des Wildauer Lokalsenders KW TV, der das Projekt durchführt. In dem Film berichtet eine SPD-Stadtverordnete, welche Themen ihr am Herzen liegen und wofür sie sich in der Stadt bisher eingesetzt hat. Partei -und Fraktionszugehörigkeit erfahren die Zuschauer jedoch nicht. Sie war die erste, die vor die Kamera trat. Weitere Einzelporträts sollen folgen. Im Stadthaushalt sind 20 000 Euro dafür eingeplant.

Linke fühlen sich überrumpelt

Doch die Linken fühlen sich überrumpelt. Die Umsetzung des Filmprojekts sei noch gar nicht besprochen worden, die SPD-Frau sei vorgeprescht. „Der Kommunalwahlkampf hat bereits begonnen. In dieser Situation stellt jeder Imagefilm über Abgeordnete eine Wahlwerbung dar, selbst wenn der Name der jeweiligen Partei nicht genannt wird“, sagt Linken-Chef Heinz Hillebrand. Das treffe vor allem für Stadtverordnete zu, die wieder kandidieren. „Eine solche Unterstützung des Wahlkampfes durch den Steuerzahler ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern auch unzulässig.“ Die Linken wollen das jetzt juristisch überprüfen lassen.

SVV-Vorsitzende Angela Homuth hat darauf schon reagiert. Bis zur Kommunalwahl würden keine Einzelporträts von Stadtverordneten mehr gesendet, kündigte sie an. „Es wird aber noch Beiträge zu aktuellen Themen geben“, sagte sie. Sender-Chefin Petra Pogorzalek wundert sich über die Aufregung. „Das Projekt ist seit über einem Jahr bekannt“, sagte sie. Laut Porgozalek wird es im nächsten SVV-Film um die umstrittene Sanierung des Stichkanals gehen. Es kommen drei Stadtverordnete zu Wort, die unterschiedlichen Meinungen vertreten. Ein weiterer Beitrag ist zum Hasenwäldchen geplant.

CDU-Fraktionschef Mark Scheiner verteidigt das Filmprojekt. „Viele Wildauer wissen gar nicht, was wir machen. Das wollen wir ändern“, sagte er. Den Linken warf er Scheinheiligkeit vor. Im Amtsblatt Wildauer Rundschau sei jahrelang ein Personenkult um den früheren linken Bürgermeister Uwe Malich betrieben worden.

 

Von Frank Pawlowski

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