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Wildau Arbeitgeber buhlen um Nachwuchs und neue Mitarbeiter
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06:00 25.11.2019
Das Wiesenhof-Team auf der Messe: Ausbilderin Julia Bacinski, die Azubis Sandra Weller und Florian Schulz sowie Sekretärin Nadine Große. Quelle: Frank Pawlowski
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Wildau

Mitten im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel umwarben Arbeitgeber am Samstag die Besucher des Wildauer A10-Centers. Mehr als 100 Aussteller informierten über Ausbildungen und Jobs. Die Stände waren fast auf der kompletten Einkaufsstraße zwischen den Geschäften aufgebaut.

Benito will zu Strabag

Benito war mit seiner Mutter Anja Leiste aus Rüdersdorf zur Messe nach Wildau gekommen. Der 14-Jährige hatte ein ganz bestimmtes Ziel. Er lief schnurstracks zum Stand des Baukonzerns Strabag, denn sein Berufswunsch steht für ihn schon lange fest. „Ich will Baugeräteführer werden“, sagte der Schüler mit leuchtenden Augen. Da war er bei Heiko Rauschenbach von Strabag genau an der richtigen Adresse. Der Ausbildungskoordinator sprach lange mit der Familie und war beeindruckt. „Es ist ungewöhnlich, dass Jugendliche so früh wissen, was sie machen wollen“, sagte er.

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Bei der Bildungs- und Karrieremesse Impuls im Wildauer A10-Center präsentierten sich mehr als 100 Arbeitgeber. Sie informierten über Ausbildungen und Jobs. Unternehmen, Behörden und Hochschulen waren vertreten.

Die 16-Jährige Friedericke aus Luckau verschaffte sich auf der Messe hingegen erst einmal einen Überblick. Die Gymnasiastin ist gerade dabei, sich ernsthafte Gedanken über ihre berufliche Zukunft zu machen. Ihre Mutter Britta Klauck unterstützt sie dabei. „Sich einfach ins Blaue zu bewerben, ist blöd. Nicht umsonst brechen so viele junge Leute die Ausbildung ab“, sagte sie. An mehreren Ständen ließen sich die Beiden beraten, unter anderem zum Logopäden-Beruf. „Das fand ich sehr interessant“, sagte Friedericke. Sie will sich nach der groben Orientierung auf der Messe nun genauer über bestimmte Berufe informieren.

Großer Bedarf an Fachkräften

Auf der Suche nach Fachkräften strecken Unternehmen die Fühler sehr weit aus. Die Klinik Bavaria aus Kreischa bei Dresden nahm zum ersten Mal an der Messe in Wildau teil. „Wir haben einen großen Bedarf“, sagte Marion Schmutz vom Marketing. Logopäden, Pflegekräfte, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten werden ausgebildet. Die Absolventen werden größtenteils übernommen. Am Bavaria-Stand herrschte oft reger Betrieb. „Das gute Echo hat uns überrascht“, sagte Marion Schmutz.

Marion Schmutz von der Klinik Bavaria freute sich über das rege Besucherinteresse. Quelle: Frank Pawlowski

Die Schar der Aussteller reichte vom ADAC bis zu Zalando. Bundeswehr, Polizei, Berliner Feuerwehr, Gerichte, das Finanzamt Königs Wusterhausen waren vertreten, ebenso die Freie Universität Berlin und die Bergakademie Freiberg sowie mehrere Hochschulen und Berufsfachschulen. Das Unternehmen Fiege-Logistik bot Jobs und Ausbildungen für die Standorte in Großbeeren und Rangsdorf an.

Gute Chancen bei Wiesenhof

Erstmals mit dabei war der Wiesenhof-Schlachtbetrieb aus Niederlehme, einer der größten Arbeitgeber der Region. Das Unternehmen bildet Industriekaufleute, Lagerlogistiker und Fachkräfte für Lebensmitteltechnik aus. Die derzeit sieben Azubis haben beste Übernahme-Chancen, wie Ausbilderin Julia Bacinski sagte. Wiesenhof sucht neuen Nachwuchs. „Wir würden gerne aufstocken“, sagte sie. Informationen aus erster Hand für Besucher gab es am Stand von den angehenden Industriekaufleuten Sandra Weller aus Woltersdorf und Florian Schulz aus Königs Wusterhausen. Die Azubis fühlen sie in ihrem Unternehmen sehr gut aufgehoben, lobten die familiäre Atmosphäre.

Karin Barbknecht und Stefan Zupp von der Handwerkskammer Cottbus hatten viele freie Ausbildungsplätze der Mitgliedsbetriebe im Angebot. Quelle: Frank Pawlowski

Jede Menge freie Ausbildungsplätze ihrer Mitgliedsbetriebe hat die Handwerkskammer Cottbus anzubieten. „200 Lehrstellen sind in diesem Jahr unbesetzt“, sagte Lotse Stefan Zupp. Besonders in der Elektro- und Metallbranche und in der Baubranche wird Nachwuchs händeringend gesucht. Im Berliner Speckgürtel liegen die Vergütungen oftmals auf Westniveau, bis zu 1100 Euro kann ein Lehrling im dritten Lehrjahr verdienen.

Erster Schritt zum Traumberuf

Für Benito Leiste aus Rüdersdorf ist es bis zu seinem Traumberuf noch ein Weg, aber den ersten Schritt hat er bei der Messe in Wildau gemacht. Er hat eine Zusage für ein Schülerpraktikum bei Strabag bekommen. „Wenn wir einen wie ihn als Lehrling bekommen, dann hat sich unser Auftritt hier schon gelohnt“, sagte Ausbilder Heiko Rauschenbach.

Von Frank Pawlowski

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